Auf leisen Sohlen und sauber zum Kunden - So setzt DEW in Dortmund auf Elektroantrieb

DEW 21 fährt mit Strom. Auch die Geschäftskundenberater sind mit Lieferwagen und Fahrrädern mit Elektroantrieb unterwegs.
DEW 21 fährt mit Strom. Auch die Geschäftskundenberater sind mit Lieferwagen und Fahrrädern mit Elektroantrieb unterwegs.
Foto: Ralf Rottmann

Dortmund. „Zero Emission“ - also kein CO2-Ausstoß - dieser Schriftzug ist an dem Mercedes Vito schnell übersehen. Und damit eine kleine Attraktion. DEW hat kürzlich die drei ersten rein batteriebetriebenen Transporter in Betrieb genommen.

Der Elektroantrieb ist auch in Dortmund auf dem Vormarsch. So stellte der städtische Energie-Versorger DEW kürzlich die ersten drei serienmäßigen Transporter mit Elektromotor in Dienst. „Darauf sind wir schon ein bisschen stolz“, gesteht Manfred Hoppe, Leiter der Personaldienste.

Ein „Bastelfahrzeug“ komme für den Energieversorger nicht in Frage. „Wir schlagen erst zu, wenn es serienmäßige Elektrofahrzeuge gibt“, erläutert Hoppe. Das sei jetzt der Fall. DEW sei nach der Pilotphase eines der ersten Unternehmen, das zum Zug gekommen sei. 1300 Euro Leasingrate im Monat - inklusive aller Ersatzteile - das sei ein vertretbarer Kurs, auch wenn der gleiche Transporter mit Verbrennungsmotor für 450 Euro zu haben sei. Immerhin: Beim Sprit spart DEW kräftig. Bei täglich 80 Kilometern am Tag und rund 20 000 im Jahr kommen rund 2600 Sprit und rund vier Tonnen CO2 zusammen.

Fahrer Reinhard Schulte dreht den imaginären Zündschlüssel um. Die „Tankanzeige“ teilt ihm eine Ladestand von 62 Prozent an. „Bin heute schon rumgefahren“, erklärt der Bote, der Postpakete zur Konzernmutter DSW und zu den Konzernschwestern fährt. Nein, eine Umstellung sei es für ihn kaum gewesen.

Umstellen müssten sich aber die Fußgänger, die sich heute noch ausschließlich auf ihr Gehör verlassen, wenn sie auf die Straße treten. Und davon gibt es reichlich. Wenn der Vito über Flüsterasphalt rollt und dann noch das Gebläse ausgestellt wird, hört man tatsächlich nichts mehr. Hoppe findet das gut und erteilt Forderern eines künstlichen Motorengeräusches eine klare Absage: „Nee, das muss nicht sein.“

DEW ist überzeugt von der Technik. Es dürfe nur nicht der Fehler wie bei den Erdgasfahrzeugen gemacht werden. Dort wurden erst Antriebe entwickelt - und die Tankstellen kamen nicht nach. Bis heute gibt es erst zwei Erdgastankstellen in Dortmund. Die Versorger legten vor - und bis jetzt zwei Dutzend Ladestationen an.

Fahrer Schulte wird sie nicht benötigen. Die Batterien unter der Ladefläche reichen für 120 Kilometer. Damit kann er sämtliche Touren im Stadtgebiet locker zurück legen - geräuschlos und umweltfreundlich zugleich.

 
 

EURE FAVORITEN