Auf der Jagd nach den klugen Köpfen

Das DLR-School-Lab ist an der Dortmunder Universität eröffnet worden. Jährlich sollen dort rund 3000 Schüler praxisnahe Erfahrungen in Naturwissenschaften, Informatik, Maschinenbau und Elektrotechnik sammeln.

Das School-Lab an der TU ist das erste Schülerlabor, das nicht an einen Standort des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt angebunden ist. Für Wissenschaft und Forschung will es die Spitzenkräfte von morgen begeistern. Ganz nach dem Motto des NRW-Wissenschaftsministeriums „Raus aus der Schule, rein ins Labor”. Rund 600 000 Euro hat das DLR in den Standort Dortmund investiert, 175 000 Euro schießt das Land hinzu. Die Uni stellt die Technologie zur Verfügung. Fragestellungen, Experimente und Auswertungen sollen die Jugendlichen selbst vornehmen, die Wissenschaftler helfen ihnen dabei. „Das ist doch mal was”, sagte Uni-Rektorin Prof. Ursula Gather an die Schüler gerichtet. „Sie sind der Boss!”

Schüler programmierten Roboter

In diese Rolle schlüpfte gestern bereits eine neunte Klasse des Helene-Lange-Gymnasiums. „Wir haben einen Roboter mit Hilfe von Sensoren auf einer schwarzen Linie fahren lassen”, erzählten Fabio Welker und Nico Bertram. Die 14-Jährigen schrieben noch gestern Morgen am Programm mit, das die kleinen Roboter die Wellenlinie „sehen” ließ. „Das war manchmal schon ein bisschen kompliziert”, räumte Fabio Welker ein, der im Informatikunterricht an der Schule schon mit der Internet-Auszeichnungssprache HTML gearbeitet hat. Einen Besuch des DLR-School-Lab würde er sich häufiger wünschen: „Das hat großen Spaß gemacht.”

Pinkwart und Gather suchen kluge Köpfe

Den empfand auch Andreas Pinkwart (FDP), als er einen kleinen Roboter per Handy steuerte und zielsicher nach einem roten Ball schnappte. Die drängenden Fragen des Klimawandels und der Ressourcenknappheit müssten beantwortet werden, hatte der NRW-Wissenschaftsminister zuvor betont. „Kluge Köpfe werden dringend gesucht.”

Auch Uni-Rektorin Prof. Ursula Gather hob auf dieses Bild ab. Sie machte zudem in ihrer Eröffnungsrede keinen Hehl daraus, dass sie glaube, der TU Dortmund sei ein großer Wurf gelungen. Das DLR-School-Lab diene „der Jagd nach den klügsten Köpfen des Landes”. Die sollen dann nämlich später in Dortmund studieren.

Dortmund zweiter Standort in NRW

Nach Köln ist Dortmund der zweite Standort eines DLR-School-Labs in NRW. „Die Lage ist einfach günstig”, erklärt der stellvertretende DLR–Vorstandsvorsitzende Klaus Hamacher die Wahl des Kooperationspartners. Im Ruhrgebiet gebe es eine riesige Zielgruppe. Denen will er klarmachen: „Forschung ist spannend, fantastisch und faszinierend.”

 
 

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