Architektur-Führer Dortmund — altes Museum am Ostwall

Das ehemalige Museum am Ostwall: Den zulaufenden Grundriss nimmt man nur von oben wahr.
Das ehemalige Museum am Ostwall: Den zulaufenden Grundriss nimmt man nur von oben wahr.
Foto: Hans Blossey
Der Schriftzug ist inzwischen abmontiert — aber das Gebäude des ehemaligen Museums am Ostwall steht noch. Fragt sich nur: Wie lange noch? Die Ausstellung ist längst ins Dortmunder U umgezogen. Dem Gebäude droht der Abriss, dem Park dahinter die Vermartkung.
Dortmund. 
  • ehemaliges Museum am Ostwall
  • Ostwall 7, 44135 Dortmund-Mitte
  • Eigentümer: Stadt Dortmund
  • Baujahr: 1949
  • kein Denkmalschutz
  • Nutzung: Zwischennutzung für Veranstaltungen, Nachnutzung/Abriss noch nicht entschieden
  • Infos: Der Vorgängerbau, das alte Museum für Kunst und Kulturgeschichte, wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Bis 1957 wurde das Gebäude aus dem alten Material, aber in neuer Form, wieder aufgebaut. Schon 1949 fand die erste Ausstellung statt. Gründungsdirektorin des neuen Hauses war Leonie Reygers. Die Nutzung als städtisches Museum für moderne Kunst hat das markante Bauwerk am Wall über Dortmunds Grenzen hinaus bekannt gemacht. Um den zentralen Lichthof gruppieren sich über zwei Geschosse Ausstellungs- und Verwaltungsräume. (Quelle: Stadt Dortmund)
30 Architektur-Tipps aus Dortmund

"Was für schöne Ausstellungen haben hier stattgefunden, wie viele Diskussionsforen und Symposien sind im Lichthof durchgeführt worden und wie stark ist das Gebäude einem großen Teil der Dortmunder Bevölkerung ans Herz gewachsen.

Schon seit den 1970er-Jahren hat es die Dortmunder Architektenschaft unter Professor Josef Paul Kleihues in das Gebäude gezogen. Dort fanden die international beachteten "Dortmunder Architekturtage" statt, die die Stadt wieder in den Fokus der Architekten-Welt rückte — rund 20 Jahre nach den „Dortmunder Gesprächen“, die Architekt Will Schwarz 1953 bis 1962 organisiert hatte.

Leider ist es nicht gelungen, hier ein „Haus der Baukultur“ einzurichten, aber dennoch gibt die Bürgerinitiative, die um den Erhalt des Gebäudes kämpft, sich nicht geschlagen."

Richard Schmalöer, Architekt aus Dortmund