Anlieger fordern ständiges Lkw-Verbot auf der B1 in Dortmund

Die B1 ist laut einer Initiative die am stärksten belastete Bundesstraße Deutschlands.
Die B1 ist laut einer Initiative die am stärksten belastete Bundesstraße Deutschlands.
Foto: Stephan Schütze
Eine Anlieger-Initiative fordert ein generelles Fahrverbot für Lastwagen auf Dortmunds Hauptverkehrsachse. Außerdem müsse endlich ein Tunnel her.

Dortmund. Mit einer selbst in Auftrag gegebenen Verkehrszählung untermauert die "Lärm- und Abgasinitiative B1" ihre lang gehegte Forderung nach dem Bau eines Tunnels unter der B1 und nach sofortigen Maßnahmen gegen Lärm und Abgase an Dortmunds Hauptverkehrsachse.

Die Verkehrszählung erfasste demnach 80.707 Fahrzeuge. Damit sei, so die Initiative, die B1 wahrscheinlich die höchstbelastete Bundesstraße Deutschlands. Gezählt wurden dabei 2600 Lkw und 4100 Sattelzüge. Insgesamt machen diese Fahrzeuge 8,3 Prozent des Verkehrs aus. Hinzu kommen noch 4000 Kleintransporter, 180 Busse und 470 Motorräder.

Trotz eines LKW-Durchfahrverbots sei nachts jedes vierte Fahrzeug ein Lastwagen oder Sattelschlepper. Die Gesamtverkehrsbelastung sei zwischen 2008 und 2016 fast gleich geblieben. Die Einrichtung der Umweltzone und die Maut-Einführung hätten keine Auswirkungen auf das Verkehrsaufkommen gehabt. Auch das Nachtfahrverbot werde zwischen 4 und 6 Uhr unterlaufen und erreiche um 6 Uhr bereits den Tages-Mittelwert.

Angesichts dieser Zahlen fordert die Initiative ein generelles Fahrverbot für Laster auf der B1 in Dortmund, ausgenommen solle lediglich der Lieferverkehr sein. Zudem solle der Lkw-Verkehr scharf kontrolliert, eine Fußgängerampel an der Lübkestraße, ein sicherer Radweg entlang der Bundesstraße und eine Blitzanlage auf der Südspur der B1 angelegt werden. Schlussendlich müsse der Tunnel von der B236 bis zur Schnettkerbrücke gebaut werden.