Angehörige appelliert an Zeugen und Ermittler

So berichteten die Ruhr Nachrichten 1987 über den Mord.
So berichteten die Ruhr Nachrichten 1987 über den Mord.
Foto: Repro: Thomas Thiel
Vor 27 Jahren wurde ihre Großmutter ermordet - nun rollt die Polizei Dortmund den Fall wieder. Am Freitag wollen die Ermittler auf einer Pressekonferenz neue Erkenntnisse zum Mord an Sylvia Beerenberg vorstellen. Die Enkelin der Getöteten meldete sich vorab bei unserer Redaktion.

Dortmund. "Meine Mutter und ich sind heilfroh, dass der Fall wieder aufgerollt wird", schrieb die Enkelin als Kommentar unter die Online-Berichterstattung dieser Redaktion: "Wir setzen unsere Hoffnung in die Menschen da draußen, die eventuell noch Hinweise geben können, damit der Täter gefunden wird."

Die damals 40-jährige Sylvia Gertrud Beerenberg arbeitete als Prostituierte in der Nordstadt, als sie am 23. Oktober 1987 zu einem Unbekannten in den Wagen - nach Zeugenaussagen ein dunkler Mercedes - stieg. Am nächsten Tag wurde die Leiche in Lippetal gefunden, der Täter hatte sie mit mehreren Messerstichen getötet.

"Ich bin so voller Wut und Trauer"

"Ich hoffe, dass man uns hilft und reichlich Hinweise geben kann", sagt die Enkelin: "Ich wünsche mir, dass meine Mutter endlich nach all den Jahren zur Ruhe kommen kann." An Geburtstagen und an Weihnachten leide ihre Mutter am meisten. Auch zu ihrem Gemütszustand äußert sie sich: "Ich bin so voller Wut und Trauer."

Bei einer Pressemitteilung am Freitag um 11 Uhr wollen Polizei und Staatsanwaltschaft neue Details zu dem Mord bekannt geben. Nach Informationen unserer Redaktion wird auch ein Phantombild des Täters veröffentlicht. Dabei wird es auch um den Fall von Elvira K. gehen. Die damals 16 Jahre alte Dortmunderin war 1990 wahrscheinlich vom gleichen Täter mit 18 Messerstichen lebensgefährlich verletzt worden.

 
 

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