Acht Cafés und Restaurants entstehen am Phoenix-See

So könnte das Phoenix-Ggelände aussehen. Eine Animation zur Hafengebietsbebauung des Phoenixsees.
So könnte das Phoenix-Ggelände aussehen. Eine Animation zur Hafengebietsbebauung des Phoenixsees.
Foto: PHOENIX See Entwicklungsgesellschaft mbH
Einzelhandel, Mobilität, Meisterfeier – für praktisch alles gibt es einen Masterplan. Nur nicht: für die Gastronomie im Hafenquartier des Phoenix-Sees. Hier bestimmt der Mietpreis die Nachfrage und die Investoren haben nach Gutsherrenart das letzte Wort. Wie auch immer: Schon bald sollen die Besucher zwischen mindestens acht kulinarischen Ankerpunkten wählen können.

Dortmund. Wer hätte das gedacht: Wo einst die Hörder Fackel den Nachthimmel bedrohlich rot färbte, könnten bald kleine Highlights der Naherholung zum Besuch einladen. „Die Nachfrage ist groß“, weiß Tanja Vock von der Phoenix-See-Entwicklungsgesellschaft. Doch nur die Investoren der acht großen Häuser am Hafen gäben den Zuschlag.

Alternative zum Alten Markt

Das Traditionsrestaurant Pfefferkorn will eine Dependance im Hörder Hafen aufmachen. Das Café Solo eine weitere Großfiliale eröffnen. Sogar von einem Currywurst-Geschäft ist die Rede und auch eine Eisdiele soll im Juli an den Start gehen. Als erstes aber kommt das „Fénix“ zum Zuge. Es übernimmt im Juni eine Gesamtfläche von 500 Quadratmetern im dann fertiggestellten Ärztehaus im Hafen. Und Geschäftsführer Oliver Amin das Ruder für einen Allergologen, der sich ein zweites Standbein schaffen will.

Mit Boulangerie. Mit Café samt Frühstück, wechselnden Mittagsangeboten und fester Speisekarte „im unteren bis mittleren Preissegment“, so Amin. Und als Sahnehäubchen kommt noch ein Gourmetrestaurant ins Erdgeschoss des Ärztehauses mit Preisen bis 30 Euro. Konzept: „Regionale Küche, modern interpretiert.“ Nicht zu vergessen: Außengastronomie mit rund 100 Plätzen. Ein Beispiel von vielen, weiß Tanja Vock.

Keine "Billigbrater" zu erwarten

Das Pfefferkorn geht in das Riva-Haus an der Hafenstraße. Im Sommer 2013 könnte es soweit sein. Im Sea-House warten rund 1300 Quadratmeter auf das Café Solo. Viele Investoren seien noch in Gesprächen mit Interessenten, die meisten lange vor dem ersten Spatenstich.

Also Gastronomie per Zuruf und Handschlag? Kommen jetzt auch der Kiosk um die Ecke oder der Billigbrater? Unwahrscheinlich, sagt Tanja Vock. Die Mietpreise legten ein gewisses „Angebots-Niveau“ nahe. Und die Vermieter dürften wenig Interesse an der Zerstückelung ihrer großflächigen Erdgeschosse zugunsten vieler Kleinanbieter haben, glaubt sie. Alles laufe auf acht größere Restaurants mit Außengastronomie hinaus, die das Hafenquartier bespielen werden. Und, ist Vock überzeugt, „auf eine echte Alternative zum Alten Markt“.

 
 

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