Absage ist die richtige Entscheidung

Die Vorzeichen standen nicht gut, am Samstagmorgen zogen die Organisatoren von Juicy Beats die Reißleine: Der zweite Festivaltag wurde wegen einer Unwetterwarnung abgesagt. Warum die Entscheidung richtig ist - ein Kommentar.

Dortmund. Die Entscheidung, den zweiten Juicy-Beats-Tag abzusagen, war alternativlos. Und die Entscheidung ist richtig. Klar, die Vorfreude auf die 20. Auflage von Juicy Beats war groß. Doch die Sicherheit der Besucher muss an erster Stelle stehen. Und wenn nur ein kleines Restrisiko besteht, muss solch eine Massenparty mit mehr als 30.000 Menschen abgesagt werden. Man will sich gar nicht ausmalen, was bei Windgeschwindigkeiten von 100 Stundenkilometern passieren kann. Wer will dafür die Verantwortung übernehmen? Wer kann das mit seinem Gewissen vereinbaren? Niemand.

Der richtige Zeitpunkt

Und ja, auch der Zeitpunkt der Absage war der richtige. Sicher waren schon einige Besucher auf dem Weg nach Dortmund. Denn das Festival zieht längst bundesweite Kreise. Diese Besucher mussten nun - egal ob im Zug oder auf der Autobahn - wieder umkehren. Das ist sicher ärgerlich.

Doch es ist logisch, dass die Veranstalter bis Samstagmorgen mit der Absage gewartet haben. Alle hatten den Traum von einer Riesenparty zur 20. Auflage. Zwei Tage lang sollte Juicy Beats erstmals begeistern. Dieser Traum ist nun geplatzt. Das Wetter ist schuld. Niemand kann etwas dafür. Wichtig ist, dass die Besucher jetzt ihr Geld für gezahlte Tickets ohne komplizierte Wege erstattet bekommen. Das wollen die Organisatoren in der nächsten Woche tun.

Und Juicy Beats? Es wird weitergehen - davon bin ich überzeugt. Spätestens im nächsten Jahr wird sich das Festival, das solch eine lange (Erfolgs)-Geschichte hat, zurückmelden. Mit neuer Frucht. Und hoffentlich besserem Wetter.

Alle Infos live aus dem Westfalenpark:

Der erste Festival-Tag bei Juicy Beats: Die wichtigsten Infos rund um Juicy Beats:

Daniel Müller