Abrissbagger rollen auf altem Bahngelände an

Blick auf die Brache des alten Güterbahnhofs Süd. Rechts neben dem Gelände verläuft die Kronprinzenstraße.
Blick auf die Brache des alten Güterbahnhofs Süd. Rechts neben dem Gelände verläuft die Kronprinzenstraße.
Foto: WAZ FotoPool

Dortmund. Jahrelang tat sich hier nichts. Doch jetzt ist das Gelände des alten Güterbahnhofs Süd an der Kronprinzenstraße aus seinem Dornröschenschlaf erwacht. Vorläufig.

Der Eigentümer der rund 100.000 Quadratmeter großen Brachfläche, der auf altes Bahnland spezialisierte, bundesweit tätige Flächenentwickler Aurelis, will in den nächsten Tagen mit dem Abriss der noch vorhandenen zwölf alten Bahngebäude beginnen. Ein Ringlokschuppen, ein Verwaltungsgebäude und mehrere Hallen sollen bis November - so lange werden sich die Abbrucharbeiten hinziehen - dem Abrissbagger zum Opfer fallen. Anwohner wurden per Flugblatt um Verständnis für mögliche Staub- und Lärmbelästigungen gebeten.

Dennoch steigt die Verunsicherung im Viertel. Besonders an der Südseite der Kronprinzenstraße fürchten Bewohner, die von der Rückseite der Häuserzeile direkt auf das alte Bahngelände blicken, jahrelangen Baustellenlärm.

Künftige Top-Wohnadresse

Doch wie und ob es nach dem Abbruch tatsächlich weitergeht, steht in den Sternen. Mehr als die Abrissbagger der beauftragten Düsseldorfer Firma Heilit werden die Anwohner vorerst wohl nicht zu Gesicht bekommen. Ein Zeichen wolle man setzen, dass der Güterbahnhof eine Top-Wohnadresse mitten in der City werden könnte, erklärt Aurelis-Sprecher Dirk Dratsdrummer auf WAZ-Nachfrage. Mehr sei derzeit nicht drin.

Aus gutem Grund: Für das Gelände zwischen dem Heiligen Weg und dem Ostfriedhof, das ursprünglich bereits 2009 als Wohnviertel erschlossen werden sollte, gibt es noch immer kein Planrecht.

Größtes Hindernis: die Geräuschkulisse des am westlichen Rand des Geländes liegenden Großmarkts. Der Marktlärm in den frühen Morgenstunden ist nicht mit einem Wohnquartier vereinbar.

Immerhin: Die Stadt hat Gutachter beauftragt, nötige Lärmschutzmaßnahmen zu kalkulieren. Wann Ergebnisse vorliegen, ließ sie offen.

 
 

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