Ab 2012: Ganz Dortmund als Atelier erleben

Willi Otremba, hier in der Künstlerzeche Unser Fritz, zeigt sein Atelier. Foto: WAZ/ Karl Gatzmanga
Willi Otremba, hier in der Künstlerzeche Unser Fritz, zeigt sein Atelier. Foto: WAZ/ Karl Gatzmanga
Foto: WAZ

Dortmund.. In Dortmund wimmelt es nur so vor Künstlern - allein um ihre geballten Werke zu sehen, müssen Kunstfreunde sich bislang ordentlich anstrengen. Ab 2012 soll das anders werden: Im Frühjahr können Neugierige den Kunstschaffenden bei „Offenen Ateliers 2012“ stadtweit an zwei Tagen über die Schulter schauen. Ein Projekt, das auch das Land überzeugt hat.

14 000 Euro kommen vom Kulturministerium, 4500 vom Dortmunder Kulturbüro für den Versuch, in der ganzen Stadt eine Plattform für die hiesigen Künstler zu schaffen, die auch Kunstfans aus der Umgebung lockt. „Es gibt zwar schon viele stadtteilbezogene Angebote wie die Offenen NordstadtAteliers oder die Neue Kolonie West“,. sagt Galerist Axel Schöber, „aber der Vergleich mit anderen Städten zeigt, dass eine Bündelung sinnvoll ist.“ In Essen zum Beispiel beteiligten sich 2000 erst 94 Künstler – im letzten Jahr waren es 317.

Michael Batt vom Kulturbüro, der auch bei der Vergabe der Landesgelder mitentschied, sieht die stadtweite Initiative als „Pilotprojekt für Dortmund“ und erhofft sich, auch jene Künstler sichtbar zu machen, die bisher nicht organisiert sind. „Kunst braucht Freiräume.“

Für den Start rechnen die Initiatoren Axel Schöber, Rita-Maria Schwalgin und Tanja Melina Moszyk mit 200 professionellen Kreativen egal welcher Sparte, die ein Wochenende lang ihre Produktionsstätten öffnen sollen. „Bei solchen Veranstaltungen ergeben sich oft sehr intensive Gespräche über Kunst“, sagt Claudia Kokoschka, Leiterin des Kulturbüros.

Neue Kreativübersicht

Damit sollen sich die offenen Ateliers auch einen anderen Schwerpunkt setzen, als die Museumsnacht, bei der sich ebenso Galerien beteiligen. Um jegliche Konkurrenz auszuschließen, werden die Ateliertüren aber ohnehin im Frühjahr aufgeschlossen.

Den Machern geht es aber nicht nur um das Ereignis, sondern auch um nachhaltige Vernetzung und Öffentlichkeit: Sie wollen einen Katalog drucken, in dem die Künstler vorgestellt werden – und somit für ein aktuelles Verzeichnis der Dortmunder Kreativen sorgen. Der letzte Überblick dieser Art wurde 1997 veröffentlicht.

 
 

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