Dortmund

A1: Dreist! Autofahrer rast betrunken durch Rettungsgasse – und macht es noch schlimmer

A1: Ein Autofahrer fuhr Schlangelinien auf der Autobahn. (Symbolbild)
A1: Ein Autofahrer fuhr Schlangelinien auf der Autobahn. (Symbolbild)
Foto: imago images / Christian Ohde

Dortmund. Ein vermutlich betrunkener Autofahrer (41) auf der A1 hat am Dienstagnachmittag die Autobahnpolizei Dortmund auf Trab gehalten.

Nachdem der Mann zunächst in Schlangenlinien über die A1 gerauscht war, mündete seine Fahrt in einer Verfolgungsjagd auf der A44.

A1: Autofahrer rast in Schlangenlinien über die Autobahn

Die wilden Fahrmanöver des Mannes waren anderen Autofahrern auf der A1 aufgefallen, die aus Sorge gegen 16.30 Uhr die Polizei verständigten.

Im Bereich der Anschlussstelle Volmarstein näherte er sich einem Stau. Aber auf die Wartezeit dort hatte er offenbar keine Lust. Er düste stattdessen mit hoher Geschwindigkeit durch die Rettungsgasse.

Schlangenlinien-Fahrer rammt anderes Auto

Dabei touchierte der Fahrer mehrere Seitenspiegel und kam schließlich zum Stehen, als er das Heck eines anderen Autos rammte. Dessen 19-jähriger Fahrer stieg daraufhin aus seinem Wagen aus.

Das tat ihm der Fahrer des anderen Wagens nach – aber nur, um eine Karte seiner Versicherungsgesellschaft zu übergeben. Danach stieg er wieder in sein Fahrzeug und fuhr weiter die Rettungsgasse entlang.

Riskante Fahrmanöver gefährden den Verkehr

Etwa einen Kilometer vor der Raststätte Lichtdorf geriet der 41-Jährige ins Visier einer Streifenwagenbesatzung. Mehrere Versuche, den Mann anzuhalten, blieben allerdings zunächst ohne Erfolg.

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Kein Wunder: Der Fahrer ließ sich zu immer riskanteren Fahrmanövern und Beinahe-Crashs hinreißen. Dann wechselte er am Autobahnkreuz Dortmund/Unna abrupt auf die A44 – und hängte damit die Beamten erstmal ab.

41-Jähriger macht Pause auf dem Seitenstreifen

Aber nur für kurze Zeit. Ein Streifenwagen auf dem Parkplatz „Am Buchenhain“ erkannte den Fahrer, der in der Zwischenzeit eine Verschnaufpause auf dem Seitenstreifen machte. Dort saß er seelenruhig auf dem Fahrersitz und telefonierte.

Als die Beamten an die Scheibe klopften, weigerte er sich, seine Tür zu öffnen. Erst, als die Polizisten drohten, das Fenster einzuschlagen, lenkte der Fahrer ein.

Führerschein und Auto weg

Den 41-Jährigen nahmen sie auf der Stelle fest. Zu Vorwürfen wie dem des unerlaubten Entfernens vom Unfallort und des missbräuchlichen Benutzens der Rettungsgasse kam am Ende ein weiterer hinzu: Denn ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest lieferte ein Ergebnis von mehr als 1 Promille.

Den Führerschein und das Auto des Mannes stellten die Polizisten sicher. (vh)

 
 

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