850 Mitarbeiter ziehen in neues Service Center in Nordstadt

Foto: WR RALF ROTTMANN

Dortmund. Die Deutsche Telekom hat grünes Licht für den Bau eines neuen Service Centers in Dortmund gegeben. Des einen Freud, des anderen Leid: Während andernorts dadurch Arbeitsplätze verloren gehen, ist der Neubau nicht nur architektonisch ein Gewinn für die Nordstadt.

Auf eigenem Grund, dem leergezogenen Telekom-Gelände westlich der Schützenstraße, errichtet der Investor Media Bau Grundstücksgesellschaft für 20 Millionen Euro ein Gebäude, in das sich die Telekom einmietet. Nicht nur ein baulicher Gewinn für die Nordstadt, sondern auch einer für den Wirtschaftsstandort Dortmund. Denn statt bislang 550 CallCenter-Mitarbeiter ziehen zum 1. Novenber 2010 dann 850 ein. Ein Verlust an Arbeitsplätzen hingegen für die Telekom-Standorte in Hagen und Iserlohn - sie werden geschlossen.

Stadt ist gut über ÖPNV und Autobahn erreichbar

Vor gut einem Jahr hatte das Unternehmen verkündet, man wolle bis 2012 bundesweit die Arbeit von bisher 63 auf 33 Service-Standorte konzentrieren. Dass Dortmund nun der regionale Gewinner ist, liegt daran, dass die Stadt für die Mitarbeiter aus Hagen und Iserlohn über Autobahnen und den ÖPNV gut zu erreichen ist. „Wir wollten die Belastungen für die Mitarbeiter so gering wie möglich halten”, so Dietmar Keller, Mitglied der Geschäftsleitung Kundenservice.

Das eigene Grundstück hat bei der Entscheidung für den Standort offenbar nur die zweite Rolle gespielt. Keller sagte, man habe vorher versucht, sich in Dortmund einzumieten, aber kein ausreichend großes Gebäude gefunden.

„Es ist gut, dass die Arbeitsplätze in Dortmund gesichert und die weiteren durch die Arbeitsplatzumsiedlung in der Region gehalten werden konnten”, sagt der Chef der Wirtschaftsförderung Udo Mager. Dass es von „der guten Idee bis zu der guten Nachricht nur zwei Monate gedauert hat” zeuge von einer guten Zusammenarbeit.

Einkaufszentrum findet ebenfalls Platz

Eine gute Nachricht auch für die Dortmunder Bauwirtschaft, eine gute für die heimische Bankenlandschaft, überhaupt „eine Lösung, wie wir sie uns wünschen”. Für die Nordstädter gibt es noch eine weitere gute Nachrich neben der einer Besiedlung der Brachfläche. Denn die Investitionssumme beinhaltet noch den Bau eines Einkaufszentrums.

 
 

EURE FAVORITEN