550 Arbeitslose fanden in der Thier-Galerie am Westenhellweg neuen Job

Schon vor dem  Eröffnungstag der Thier-Galerie am 15. September konnten viele Arbeitslose ihre neue Stellen in den 160 Shops des Centers antreten. Foto: Helmuth Voßgraff
Schon vor dem Eröffnungstag der Thier-Galerie am 15. September konnten viele Arbeitslose ihre neue Stellen in den 160 Shops des Centers antreten. Foto: Helmuth Voßgraff
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In der Thier-Galerie konnten rund 1200 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Rund 550 davon konnten Arbeitslose antreten. 100 Stellen sind noch unbesetzt.

Dortmund.. „Alle sind glücklich“ - auf den kurzen Nenner brachte Alexander Crüsemann, Center-Manager der Thier-Galerie, einen Erfolg, über den sich am Freitag auch die Chefs der Agentur für Arbeit und des Jobcenters freuten. Im Einkaufszentrum wurden rund 1200 neue Arbeitsplätze geschaffen. Rund 550 davon konnten Arbeitslose antreten. 100 Stellen sind noch unbesetzt.

Generalstabsmäßig und ein ganzes Jahre lang wurde der Erfolg von der Dortmunder Arbeitsverwaltung organisiert. Die Agentur für Arbeit richtete das „jobquarThier“ ein und rollte mit dem Jobbus vors Haus. 29 000 Vermittlungsvorschläge wurden den Arbeitgebern gemacht. Allein 3000 Bewerber interessierten sich für einen Arbeitsplatz beim Textilanbieter Primark. 30 Händler nutzten das Angebot und führten insgesamt 70 Bewerbertage in der Agentur für Arbeit durch.

Über 200 Stellen konnten von Kunden des Jobcenters angetreten werden. Dass darunter viele Langzeitarbeitslose waren, freut Jobcenter-Geschäftsführer Frank Neukirchen-Füsers ganz besonders. Hinzu kommen etwa 200 arbeitslose Dortmunder und rund 150 Arbeitslose aus der Region, die über die Agentur für Arbeit vermittelt wurden.

Der Erfolg für den Dortmunder Arbeitsmarkt durch das am 15. September eröffnete Einkaufszentrum werde auch noch für den Monat Oktober in der Arbeitslosenstatistik ablesbar sein, so Stefan Kulozik, Leiter der Agentur für Arbeit. Die Ansiedlung der Thier-Galerie sei nicht nur eine Chance für den Arbeitsmarkt gewesen, sie sei auch gezielt und in enger Kooperation mit dem Center-Management und 120 der 160 Shop-Betreiber zum Erfolg geführt worden. Acht Mitarbeiter der Agentur für Arbeit und des Jobcenters waren vor Ort. Die IHK leistete mit zielgenauen Weiterbildungen Hilfe bei der Qualifizierung von Bewerbern.

Noch Jobs zu besetzen

Gute Resonanz fand die Werbung der Agentur für Arbeit im Netzwerk Facebook. Zwei Drittel der 123 000 Aufrufe der Internet-Präsentation kamen von 18- bis 34-Jährigen. Projektleiter Jürgen Koch: „Wir werden den Einsatz von Facebook bei anderen Projekten intensivieren.“ Man sei weiter Ansprechpartner, um weitere Stellen zu vermitteln,. so Detlef Janke-Erler vom Jobcenter. Aktuell sind noch viele Mini-Jobs im Verkauf und der Gastronomie zu besetzen.

Zahlen

Von den 1215 Arbeitsstellen, die Arbeitgeber im ECE-Center über die Agentur für Arbeit zu besetzen versuchten, waren 230 Mini-Jobs. Insgesamt arbeiten rund 1500 Beschäftigte in der Thier-Galerie. Nach Schätzungen werden rund 80 Prozent von ihnen sozialversicherungspflichtig in Voll-und Teilzeitstellen beschäftigt. 13 Ausbildungsplätze wurden geschaffen.

Das Center-Management rechnet im nahenden Weihnachtsgeschäft mit einer ganzen Reihe von kurzfristigen Beschäftigungsmöglichkeiten.

 
 

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