50.000 Besucher in drei Wochen bei Flic Flac in Dortmund

Der Cirkus FlicFlac gastierte vom 20.12.2011 bis zum 15.01.2012 in Dortmund. Während dieser Zeit ereigneten sich zwei Motorradunfälle in der sogenannten Globe of Speed. Insgesamt sollen 50000 Besucher die Vorstellungen gesehen haben. Am 16. Januar begann der Abbau der Zelte und Umzug ins Winterquartier.
Der Cirkus FlicFlac gastierte vom 20.12.2011 bis zum 15.01.2012 in Dortmund. Während dieser Zeit ereigneten sich zwei Motorradunfälle in der sogenannten Globe of Speed. Insgesamt sollen 50000 Besucher die Vorstellungen gesehen haben. Am 16. Januar begann der Abbau der Zelte und Umzug ins Winterquartier.
Foto: WAZ FotoPool

Dortmund.. Wer es in den vergangenen Wochen nicht ins gelb-schwarz gestreifte Zelt an den Remydamm geschafft hat, dem ist es doch zumindest beim Vorbeifahren an der Westfalenhalle ins Auge gestochen: Der Zirkus Flic Flac gastierte für drei Wochen in Dortmund.

Am Parkplatz E an der Victor Toyka-Straße fand das Programm „Schrille Nacht, Eilige Nacht“ vom 20. Dezember bis zum 15. Januar in ca. 40 Vorstellungen rund 50.000 Zuschauer. Nun werden dort die Spuren der letzten Wochen beseitigt, noch bis zum Wochenende dauert der Abbau an. Zelte und Ausrüstung wandern ins Winterquartier, die Artisten sind schon auf dem Weg zum nächsten Engagement. Kein normales Gastspiel, sondern eine ganz spezielle Premiere war es. Vom traditionellen Wanderzirkus zur Weihnachtsshow, die nur einmal im Jahr ihre Pforten für die Besucher öffnet. 1989 von den Gebrüdern Lothar und Benno Kastein als traditioneller Zirkus gegründet, stellte dieser seinen regulären Betrieb im Jahr 2010 ein.

In Kassel existiert seit 2009 nun das „Festival der besten Artisten“ unter dem Namen Flic Flac. Hier dürfen die Zuschauer über die beste Nummer abstimmen. Dem Gewinner winken 15.000 Euro.

Direkte Konkurrenz

In Nürnberg feierte der „X-Mas Circus“ am 16. Dezember Premiere, in Dortmund war es vier Tage später soweit. Innerhalb von weniger als vier Wochen avancierte Flic Flac mit seinen Besucherzahlen zum erfolgreichsten Weihnachtszirkus der Saison, in Dortmund und Nürnberg wurde das Gastspiel um noch eine Woche verlängert.

Doch warum gerade in dieser Reviermetropole? Für den Standort nahe der B 54 habe man sich bewusst entschieden, so Pressesprecherin Meike Schütte. „Die Leute fallen ja quasi aus der U-Bahn direkt ins Zelt. Der Platz ist ideal.“ Nachbar Essen sei keine gute Zirkusstadt, Oberhausen biete direkt am Centro mit dem Musical „Cats“ auch gleich eine direkte Konkurrenz.

Internationale Besetzung

„Keine Sorge, wir wandern nicht ab“, beruhigt Schütte die Zuschauer, die in der höchsten Preiskategorie 48,50 Euro für ihr Ticket bezahlt haben. Dafür bekommen sie zweieinhalb Stunden Show inklusive Pause. Alles rein artistisch und ohne Tierdressur. Dafür mit einer internationalen Besetzung, die es auch in der nächsten Saison wieder geben soll.

Bis dahin wird in der Bocholter Firmenzentrale an der nächsten Saison gearbeitet. Mit den Einnahmen lassen sich die 49 spielfreien Wochen offenbar überbrücken, „ab und zu“ verleihe man auch mal eins der großen Zelte, so Schütte. Die Gebrüder Kastein sind bereits unterwegs, um mit Artisten für das nächste Programm zu verhandeln.

 
 

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