45-köpfige „Task Force“ soll nach Straßenstrich-Aus die Nordstadt in Dortmund kontrollieren

Gregor Beushausen
Großrazzia in der Nordstadt am 16. März 2011. Foto: Knut Vahlensieck
Großrazzia in der Nordstadt am 16. März 2011. Foto: Knut Vahlensieck
Foto: Knut Vahlensieck

Dortmund. „Task Force“ in Dortmund: Mit einer 45-köpfigen Eingreifgruppe will die Stadt dafür sorgen, dass Recht und Gesetz in der Nordstadt auf breiter Front durchgesetzt werden. Die Polizei bietet 150 Kräfte auf.

Von morgens 6 Uhr bis Mitternacht und, falls nötig, darüber hinaus, wird eine neue Dortmunder „Task Force“-Truppe für die Nordstadt im Einsatz sein. Sie setzt sich zusammen aus den Streifendiensten, dem Vollzugs- und Ermittlungsdienst des Ordnungsamtes, Lebensmittel- und Hygienekontrolleuren, Verkehrsüberwachern und, und und.

Für unbegrenzte Zeit auf die Beine gestellt, soll der Trupp deutlich machen, dass die Zeiten der Laissez faire-Politik ein Ende haben. Jeder Betrieb, der beispielsweise auch nur einen nicht genehmigten Spielautomaten betreibt, muss sich möglicherweise auf ein Ordnungsgeld gefasst machen. Und natürlich wissen die Kontrolleure genau, wo sich die einschlägigen Gaststätten befinden, in denen „Anbahnungsgeschäfte“ zwischen Freiern und Prostituierten stattgefunden haben - auch diese Lokale werden verstärkt Besuch bekommen.

Da fast die komplette Nordstadt (mit Ausnahme der Linienstraße) als Sperrbezirk gilt, bleibt auch Wohnungsprostitution verboten. Sollten die Kontrolleure nach Schließung des Strichs immer noch Prostituierte und ihre Kunden erwischen, kann es teuer werden: Beim ersten Mal gibt’s für die Frauen noch eine Belehrung, beim zweiten Mal droht ein Bußgeld von 200 Euro, beim dritten Mal eine Strafanzeige inklusive Platzverweis.

Freier müssen mit einem Ordnungsgeld von 100 Euro rechnen und bekommen einen Anhörungsbogen plus einer Broschüre zur gesundheitlichen Aufklärung zugeschickt. Hinweise nehmen die Kontrolleure unter der Rufnummer 0231/ 50 28 88 8 entgegen.