39 Unwetter-Einsätze in Dortmund - Zug rast gegen Baum

Das Unwetter "Zeljko" ist über NRW gefegt und hat vor Dortmund nicht halt gemacht. Das Juicy-Beats-Festival wurde abgesagt, und die Feuerwehr musste zu Sturmeinsätzen ausrücken. Unter anderem fuhr ein Zug bei Lütgendortmund gegen einen umgestürzten Baumstamm.

Dortmund.. Aktualisierung Sonntag 14 Uhr:

Wir haben noch einmal mit der Feuerwehr gesprochen. Insgesamt gab es im gesamten Stadtgebiet 39 Unwetter-Einsätze. Das seien vergleichsweise wenig, wie ein Sprecher der Feuerwehr auf Anfrage mitteilte. Die schlimmsten Orkanböen haben die Stadt also verschont, und doch: Wo der Sturm zugepackt hat, hatte die Feuerwehr ordentlich zu tun.

Erste Meldung Samstag 17.43 Uhr:

Der Zug ist auf der Strecke Lütgendortmund - Dorsten mit mäßiger Geschwindigkeit auf einen Baumstamm aufgefahren, der bei Lütgendortmund hinter einer Kurve lag. Laut Bundespolizei habe der Lokführer das Hindernis zu spät erkannt. Die Frontscheibe des Zuges sei zerstört worden, der Lokführer habe einen leichten Schock erlitten, so Uwe Essenbon, zuständiger Sprecher der Bundespolizei.

Fahrgäste über Gleise geleitet

21 weitere Personen waren in dem Zug. Von ihnen wurde niemand verletzt. Einsatzkräfte der Bundespolizei und der Feuerwehr geleiteten die Fahrgäste über die Gleise und brachten sie zum Bahnhof Bövinghausen. Dort standen Busse bereit. Auch ein Hubschrauber war durch die Feuerwehr alarmiert worden. Er kam aber nicht zum Einsatz. Zur Stunde ist der Zug nicht fahrbereit und muss erst noch geborgen werden. Auf dem Verbindungsstück ist nur die Nordwest-Bahn unterwegs. Weitere Verbindungen sind laut Bundespolizei nicht betroffen.

In Brackel stürzte ein Baum auf ein parkendes Auto in der Flughafenstraße. Die Feuerwehr musste das Auto von den Holzmassen befreien. Das Dach ist allerdings schwer eingedrückt, die Heckscheibe komplett zerstört.

An der Stadtgrenze zu Unna war die B1 auf Höhe Iserlohner Straße am Samstagnachmittag für zwei Stunden gesperrt, weil ein Baum auf die Fahrbahn gekracht war. Am Samstagabend hatte die Feuerwehr 35 Sturmeinsätze gefahren. "Es lbleibt noch ziemlich ruhig", so ein Sprecher auf Anfrage.

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