389 Flüchtlinge kommen mit Zug in Dortmund an

Nach Wiederaufnahme der Drehscheiben-Funktion ist am Dienstag um 18.02 Uhr der dritte Zug mit insgesamt 389 Flüchtlingen in Dortmund angekommen. In der Zwischenunterkunft am Signal Iduna Park wurden die Asylsuchenden versorgt, bevor sie mit Bussen in die Aufnahmeeinrichtung nach Selm-Bork gebracht wurden.

Dortmund. Seit dem 14. Dezember ist Dortmund wieder landesweite Drehscheibe für ankommende Flüchtlinge. Ein neuer Flüchtlingszug ist in der Nacht zu Mittwoch am Bahnhof Signal-Iduna-Park angekommen und hat 389 Asylsuchende zum Zwischenstopp in das Ruhrgebiet gebracht.

Untergebracht wurden die Flüchtlinge während ihres kurzen Halts in einem Zelt nahe der Bahnstation. Feuerwehrleute, Ärzte und freiwillige Helfer versorgten die Ankömmlinge mit Essen und Getränken. 28 Flüchtlinge wurden behandelt.

Dortmund zum zweiten Mal Drehscheibe

Zum ersten Mal übernahm Dortmund die Rolle der Drehscheibe Anfang September. Damals kamen die Flüchtlinge jedoch nicht am Stadion an. Ankunftspunkt für Tausende Asylsuchende war der Hauptbahnhof, Zwischenlager das Dietrich-Keuning-Haus. In der anfänglichen Willkommen-Euphorie organisierten sich binnen kurzer Zeit zahlreiche Helfer, die tage- und nächtelang Lunchpakete packten und Asylsuchende betreuten.

Doch schon nach kurzer Zeit gab Dortmund das Zepter ab. Düsseldorf und Köln übernahmen die Drehscheiben-Funktion. Jetzt ist Dortmund wieder mit dabei. Bald soll auch noch Essen als Drehscheibe hinzukommen - dann wechseln sich die vier Städte täglich ab. In Dortmund kommen ab dann alle vier Tage Flüchtlingszüge an. Die nächsten Flüchtlinge werden am 30. Dezember erwartet.

Busse bringen Flüchtlinge direkt nach Selm-Bork

Das Zelt auf einem Parkplatz östlich der Ardeystraße bietet die Möglichkeit, mehr als 700 Menschen kurzfristig zu betreuen. Es gibt Lunchpakete, eine medizinische Betreuung und Spielmöglichkeiten für Kinder.

Wenn möglich sollen die Flüchtlinge hier direkt in Busse steigen, die sich in die Aufnahmeeinrichtung des Landes in Selm-Bork bringen. Die Wartezeit soll immer maximal eine Stunde betragen, sagte Rechtsdezernentin Diane Jägers.