2500 Flüchtlinge sind in Dortmund angekommen

Rund 2500 Flüchtlinge sind am Sonntag am Dortmunder Hauptbahnhof angekommen. Mit Bussen wurden die Menschen in andere NRW-Städte gebracht. In der Nacht zu Montag werden zwei weitere Züge mit Flüchtlingen erwartet. Es gibt eine riesige Welle der Hilfsbereitschaft aus der Bürgerschaft. Hier gibt's unseren Ticker zum Nachlesen.

Dortmund.. Das Wichtigste auf einen Blick:

  • 2500 Flüchtlinge sind am Sonntag in Dortmund angekommen
  • Die Stadt Dortmund hat einen Krisenstab eingerichtet
  • Erster Zug kam am Sonntag um 8.45 Uhr an, der zweite Zug um 10.30 Uhr, der dritte Zug um 15.45 Uhr
  • Zwei weitere ICEs werden in der Nacht zu Montag erwartet
  • Großeinsatz für Polizei und Rettungsdienst
  • Riesige Hilfsbereitschaft am Hauptbahnhof
  • OB Sierau bedankt sich bei allen Helfern
  • 20 Neonazis demonstrierten in der Nacht zu Sonntag gegen Flüchtlinge
  • Der Live-Ticker lief mehr als 20 Stunden
Kurze Zusammenfassung:

Die Nachricht der bevorstehenden Ankunft von rund 2000 Flüchtlingen löste am Samstagabend und in der Nacht zu Sonntag eine Welle der Hilfsbereitschaft aus, wie sie Dortmund lange nicht erlebt hat. Hunderte Helfer warteten in der Nacht zu Sonntag im Hauptbahnhof auf die Ankunft der Züge. Sie machten sich nützlich, indem sie teilweise in eindrucksvollen Menschenketten Sach- und Lebensmittelspenden verluden.

Überschattet wurde der Einsatz für die Flüchtlinge am Hauptbahnhof von einer Kundgebung von knapp 30 Rechtsextremisten gegen die Aufnahme von Asylbewerbern, die unter lautem Gegenprotest an der Katharinentreppe stattfand. Am Sonntag erreichten drei Flüchtlingszüge Dortmund. Die Flüchtlinge konnten sich zwischenzeitlich im Dietrich-Keuning-Haus erholen. Mehr als 2000 Menschen haben Dortmund bereits wieder verlassen. Sie wurden mit Bussen in andere NRW-Städte gebracht.

Auf einer Pressekonferenz am Sonntagabend bedankte sich Oberbürgermeister Ullrich Sierau bei allen Helfern. Die Stadt rechnet in den kommenden Tagen mit weiteren Flüchtlingen. Schon in der Nacht zu Montag sollen zwei weitere Flüchtlingszüge Dortmund erreichen.

Live-Ticker: Nachtrag 20.25 Uhr:

Wer es bisher noch nicht geschafft hat und jetzt in den kommenden Tagen noch spontan spenden möchte: Die Feuerwache 4 an der Zillestraße 1 in Hörde ist 24 Stunden geöffnet und nimmt jederzeit weitere Sachspenden an. Wachstellenleiter Jürgen Stangier ist überwältigt von der Spendenbereitschaft der Dortmunder: In weniger als vier Stunden füllten sie mit Kleidung, Babynahrung und Toilettenartikeln einen ganzen Container. Wir haben mit ihm gesprochen:

Aktualisierung 19.40 Uhr:

Schluss! Nach mehr als 20 Stunden beenden wir an dieser Stelle unseren Live-Ticker. Sollte es in der Nacht weitere Nachrichten geben, werden wir diesen Artikel ergänzen. In der eZeitung finden Sie am Abend eine ausführliche Berichterstattung zum Geschehen in den vergangenen Stunden. Wir bedanken uns für Ihr Interesse.

Aktualisierung 19.32 Uhr:

Lange über die Abreisephase der Nazis:

Lange: "Marsch nach Dorstfeld unmöglich. Wegchauffieren wollten wir sie auch nicht. Es fuhr nur noch die S-Bahn." #trainofhopedo

- Tobias Großekemper (@tgkms) September 6, 2015

Aktualisierung 19.29 Uhr:

Polizeipräsident Gregor Lange über die Nazi-Demo in der Nacht:

Lange: Haben versucht Nazis nicht in Sichtweite des Hbf zu halten #trainofhopedo<SoeS>

- Stadt Dortmund (@stadtdortmund) September 6, 2015

Sicherung der ankommenden Flüchtlinge sei handlungsweisend, sagt Lange. Demo-Anmeldung war urspr. vor dem HBF gewünscht. #trainofhopedo

- Tobias Großekemper (@tgkms) September 6, 2015

Aktualisierung 19.26 Uhr:

Dortmunds Polizeichef spricht jetzt:

PP Lange: "Dortmund hat heute eine Chance bekommen - und sie genutzt." #trainofhopedo

- Tobias Großekemper (@tgkms) September 6, 2015

Aktualisierung 19.22 Uhr:

Regierungspräsidentin Diana Ewert spricht jetzt bei der Pressekonferenz: "Wir dachten, es wird dramatisch, aber es war dramatischer." Im Regierungsbezirk Arnsberg sollen in den kommenden Tagen 5000 neue Flüchtlingsplätze geschaffen werden.

Aktualisierung 19.20 Uhr:

Jägers: In den ersten beiden Zügen waren 1013 und 700 Flüchtlinge. Alle haben das DKH verlassen #trainofhopedo<SoeS>

- Stadt Dortmund (@stadtdortmund) September 6, 2015

Aktualisierung 19.15 Uhr:

Sierau spricht jetzt von 2500 Flüchtlingen, die nach Dortmund kamen. "Wie es jetzt weitergeht, werden wir sehen." #trainofhopedo

- Tobias Großekemper (@tgkms) September 6, 2015

Aktualisierung 19.10 Uhr:

Die Stadt Dortmund bestätigt gerade unsere Informationen. In der Nacht werden noch zwei Flüchtlingszüge am Dortmunder Hauptbahnhof erwartet. In diesen beiden Zügen sitzen zusammen rund 300 Menschen.

Sierau nennt rechtsextremistische Provokationen und Übergriffe "widerwärtig". Weiterer Zug soll 1.51 Uhr eintreffen. #trainofhopedo

- Tobias Großekemper (@tgkms) September 6, 2015

1.51 Uhr- Zug könne auch in Düsseldorf halten. #trainofhopedo

- Tobias Großekemper (@tgkms) September 6, 2015

Aktualisierung 19.06 Uhr:

#trainofhopedo PK im Rathaus: Sierau fragt sich, ob es im Kanzleramt kein Fernsehen gibt. "Wir haben das Thema im Blick gehabt."

- Tobias Großekemper (@tgkms) September 6, 2015

Aktualisierung 19.05 Uhr:

Oberbürgermeister Ulrich Sierau dankt den vielen Dortmundern für ihr Engagement und für das beeindruckende humanitäre Signal. Er dankt vor allem den ehrenamtlichen Helfern und den Mitarbeitern der Stadt, der Rettungskräfte, der Polizei und den Landesbehörden.

Sierau bedankt sich bei allen Beteiligten. Er sei stolz, in einer derart hilfsbereiten Stadt zu leben.#trainofhopedo

- Tobias Großekemper (@tgkms) September 6, 2015

Aktualisierung 19.01 Uhr:

Im Dortmunder Rathaus beginnt jetzt die Pressekonferenz. Wir fassen das Wichtigste an dieser Stelle zusammen.

Aktualisierung 17.25 Uhr:

Ludger Wilde, Planungsdezernent der Stadt Dortmund, hat die Zahl der Flüchtlinge, die sich im dritten Zug befanden, nach oben korrigiert. 700 Menschen sollen demnach in Dortmund ausgestiegen sein. In ersten Mitteilungen hatten Stadt und Bundespolizei von 250 Flüchtlingen gesprochen. Die Menschen werden jetzt nach und nach auf andere NRW-Städte verteilt. Aktuell rechnet die Stadt damit, dass die Lage mindestens bis Mittwoch anhält. Die Verwaltung geht davon aus, dass täglich mehrere Flüchtlingszüge Dortmund erreichen.

Aktualisierung 17.10 Uhr:

Jetzt geht es für die rund 250 Flüchtlinge aus dem dritten Zug weiter. Sie werden nun in kleineren Gruppen zu den Bussen geführt. Von Dortmund aus werden die Menschen auf andere NRW-Städte verteilt:

#trainofhopedo dkh leert sich, in kleineren gruppen werden die geflüchteten zu bussen geleitet

- tilman abegg (@tilmanabegg) September 6, 2015

Aktualisierung 17 Uhr:

Der Krisenstab der Stadt tagt zurzeit. Gleich könnte es weitere Informationen geben. Unklar ist bislang, was mit den Flüchtlingen aus dem dritten Zug passiert. Zurzeit warten die Menschen im Keuninghaus und erholen sich von der anstrengenden Reise.

Aktualisierung 16.45 Uhr:

Hintergrund: Die österreichischen Behörden rechnen für Sonntag mit der Durchreise von insgesamt bis zu 10.000 Flüchtlingen nach Deutschland. Das teilten Einsatzleiter nach einer Koordinierungssitzung in Salzburg mit, berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA. Wie viele Flüchtlinge aus Ungarn seit der Grenzöffnung in der Nacht zum Samstag bislang insgesamt in der Bundesrepublik angekommen sind, war jedoch noch unklar. Von deutschen Behörden wurde zunächst keine Gesamtzahl genannt.

Aktualisierung 16.27 Uhr:

Die Flüchtlinge aus dem dritten Zug ruhen sich zurzeit im Keuninghaus aus, berichtet unser Reporter Tilman Abegg:

#trainofhopedo im dkh erholen sich die ca 250 geflüchteten des 15.43zuges pic.twitter.com/jopmZ83gPy

- tilman abegg (@tilmanabegg) September 6, 2015

Laut Angaben der Stadt wurden die 1200 Flüchtlinge aus den ersten beiden Zügen inzwischen komplett auf andere Städte in NRW verteilt. Sie wurden mit Bussen transportiert.

Aktualisierung 15.47 Uhr:

Wie die Bundespolizei mitteilt, handelt es sich beim dritten Flüchtlingszug um den zwischenzeitlich in Düsseldorf gestoppten ICE. 250 Flüchtlinge sind in Dortmund ausgestiegen. Sie werden jetzt ins Keuninghaus geführt. Von dort aus werden die Menschen auf Busse verteilt. Zudem rechnet die Bundespolizei mit zwei weiteren ICEs. Einmal mit 90 Flüchtlingen, einmal mit 150 Flüchtlingen. "Die Zahlen können sich aber noch verändern", sagte Volker Stall, Pressesprecher der Bundespolizei auf Anfrage. Der vierte Sonderzug soll Dortmund um 22.20 Uhr erreichen. Wann der fünfte Zug Dortmund erreicht, ist bislang unklar.

vor ca 10 min sind laut ersten infos etwa 200-300 weitere am dohbf angekommen #trainofhopedo

- tilman abegg (@tilmanabegg) 6. September 2015

Aktualisierung 15.47 Uhr:

Vor wenigen Minuten ist ein weiterer, außerplanmäßiger Flüchtlingszug in Dortmund angekommen. Die Menschen werden jetzt ins Keuninghaus gebracht. Weitere Infos gibt's gleich an dieser Stelle.

Aktualisierung 15.25 Uhr:

Wir müssen mal was loswerden: Wir sind von der gigantischen Hilfsbereitschaft echt gerührt. Unfassbar, wie diese Stadt zusammenhält. Danke an alle Helfer da draußen! Danke, Dortmund! Ihr seid super! Wir haben ein paar Emotionen im Video festgehalten:

Aktualisierung 15.05 Uhr:

Frische Information von der Bundespolizei: Der dritte Flüchtlingszug wurde in Düsseldorf gestoppt. "Aktuell läuft dort ein Notarzteinsatz. Weitere Infos liegen uns bislang nicht vor", sagte Bundespolizei-Sprecher Volker Stall im Gespräch mit unserer Redaktion. Eigentlich sollte der Zug um 16.15 Uhr in Dortmund ankommen - mit hoher Wahrscheinlichkeit wird der Zug deutlich später ankommen. Verlässliche Aussagen kann man dazu derzeit nicht machen, so Stall weiter.

Aktualisierung 14.25 Uhr:

Die Hilfsbereitschaft in Dortmund ist weiter gigantisch. Das stellt die Helfer auch vor logistische Herausforderungen. Im Keuninghaus werden keine Spenden mehr angenommen. Hier wird jetzt sauber gemacht. Neue Anlaufstelle für die Spendenabgabe ist nun die Feuerwehrwache 4 im Dortmunder Stadtteil Hörde.

Aktualisierung 14.16 Uhr:

Eine ganze Nacht lang bereiteten freiwillige Helfer und Behörden die Ankunft von weit über 1000 Flüchtlingen in Dortmund vor. Dieser Videofilm zeigt Eindrücke und liefert O-Töne zum Thema:

Aktualisierung 13.50 Uhr:

Wichtiger Hinweis von der Polizei: Es sollen keine Sachspenden mehr zum Keuninghaus gebracht werden. "Die Masse ist unglaublich. Die Helfer haben schon Mühe, die Spenden zu verteilen. Weitere Spenden werden derzeit nicht benötigt", sagte eine Polizeisprecherin im Gespräch mit unserer Redaktion.

Aktualisierung 13.43 Uhr:

Neue Info von der Bahn: Der dritte Flüchtlingszug soll Dortmund gegen 16.15 Uhr erreichen.

Aktualisierung 13.30 Uhr:

Wir haben gerade mit der Staatsanwaltschaft Dortmund über den Brandanschlag auf das geplante Asylbewerberheim in Kemminghausen gesprochen. "Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren", sage Staatsanwältin Sandra Lücke im Gespräch mit unserer Redaktion. Zurzeit werden Nachbarn befragt und Spuren gesichert.

Aktualisierung 13.20 Uhr:

Wie die Stadt gerade mitgeteilt hat, gibt es um 19 Uhr eine Pressekonferenz im Dortmunder Rathaus. Dort wollen die Verantwortlichen über die letzten 24 Stunden informieren. Zudem werden sie einen Blick auf die kommenden Tage werfen. Wir sind heute Abend natürlich live dabei und berichten weiter aktuell. Bei der Pressekonferenz dabei sind: Diana Ewert, Regierungspräsidentin, Gregor Lange, Polizeipräsident, Ullrich Sierau, Oberbürgermeister und Diane Jägers, Rechtsdezernentin.

Aktualisierung 12.23 Uhr:

Unsere Reporterin Gaby Kolle hat sich gerade mit einem Sprecher der Stadt Dortmund unterhalten: 25 Kubikmeter Kleidung und Sachspenden sind allein am Samstagabend eingegangen. Großes Dankeschön an alle, die sich beteiligt haben.

Aktualisierung 12.10 Uhr:

Der dritte Flüchtlingszug verspätet sich offenbar. Nach aktuellen Einschätzungen trifft der ICE gegen 17 am Dortmunder Hauptbahnhof ein. Derweil läuft die Hilfe im Keuninghaus weiter. Die Kollegen vom Veranstaltungs-Magazin haben gerade dieses Video bei Twitter gepostet:

Das einfache Glück eines Kindes - so viel wert. #trainofhopedopic.twitter.com/fUMl5q3ARG

- coolibri (@coolibri) September 6, 2015

EtwasWarmes braucht der Mensch.Einkleiden für die nächsten Tage in der Skaterhalle des Keuning-Hauses.#trainofhopedopic.twitter.com/OFDbb9K8h1

- Gaby Kolle (@GabyKolle) September 6, 2015

Aktualisierung 11.50 Uhr:

Die Flüchtlinge im Keuninghaus werden jetzt nach und nach auf die Busse verteilt. Die Busse stehen bereits bereit, um eine reibungslose Abreise zu gewährleisten. Stand jetzt wird der nächste Flüchtlingszug um 16 Uhr in Dortmund erwartet.

In Bussen geht es weiter in Notunterkünfte in NRW, dirigiert von Land und Bezirksregierung. #trainofhopedopic.twitter.com/OGYzjOweqW

- Gaby Kolle (@GabyKolle) September 6, 2015

Aktualisierung 11.30 Uhr:

Unsere Reporter Oliver Volmerich und Peter Bandermann haben mit NRW-Innenminister Ralf Jäger gesprochen. Er sagt, man könne "stolz sein auf die Dortmunder" und ihre Hilfsbereitschaft.

Auf die Frage, wie das Land auf die verschärfte Flüchtlingssituation reagieren werde, antwortete Jäger, man müsse jetzt von Tag zu Tag schauen. In Dortmund müssten nun die Menschen verteilt werden. Heißt: Dortmund wird wohl auch in den kommenden Tagen die Drehscheibe für ankommende Flüchtlinge in NRW bleiben. Das deckt sich auch mit der Einschätzung von Dortmunds Ordnungsdezernentin Diane Jägers (Eintrag 9.30 Uhr).

Aktualisierung 11 Uhr:

Ullrich Sierau hält im Keuninghaus vor den Flüchtlingen eine Ansprache. Er erntet stürmischen Applaus, als er sagt: "Marhaba, Salem Aleikum, welcome to Dortmund!" ("Frieden sei mit euch, Willkommen in Dortmund!").

So sieht es derzeit im Keuninghaus aus:

#trainofhopedo Flüchtlinge im Keuninghaus #Dortmundpic.twitter.com/hVFYhnrwYN

- Peter Bandermann (@RN_Bandermann) 6. September 2015

Aktualisierung 10.57 Uhr:

Es ist eine sehr emotionale Atmosphäre auf dem Weg zum Keuninghaus. Sowohl Flüchtlinge als auch Bürger am Straßenrand haben Tränen in den Augen, berichtet unser Reporter Peter Bandermann.

#trainofhopedo Ahmed aus Syrien hat im Krieg ein Bein verloren. In Deutschland will er Frieden finden. pic.twitter.com/kzeHUqqBGb

- Peter Bandermann (@RN_Bandermann) 6. September 2015

Aktualisierung 10.40 Uhr:

Wie beim ersten Zug werden die ankommenden Flüchtlinge im Fußgängertunnel des Hauptbahnhofs mit Applaus und Gesängen empfangen. Die Polizei leitet sie zum Keuninghaus. Auch am Nordausgang des Bahnhofs bilden die Dortmunder ein Spalier für die Flüchtlinge. Die winken zurück und lächeln. Bewegende Szenen, meint unser Reporter Peter Bandermann. Unser Reporter Oliver Volmerich berichtet derweil, dass Polizei-Chef Gregor Lange als Kofferträger mehreren Familien die Treppe vom Gleis heruntergeholfen hat.

Die Spitze des Flüchtlingszugs erreicht in diesem Moment das Keuninghaus. Dort wird es nun sehr schnell voll werden.

#trainofhopedo Die Stimmung in #Dortmund. pic.twitter.com/T9clchQN74

- Peter Bandermann (@RN_Bandermann) 6. September 2015

#trainofhopedo#Dortmund sagt Willkommen. pic.twitter.com/JMIygcC0wx

- Peter Bandermann (@RN_Bandermann) 6. September 2015

Aktualisierung 10.28 Uhr:

Der zweite Zug ist gerade in den Hauptbahnhof eingefahren! An Bord: über 1000 Menschen. Die Aussteigenden werden von Sicherheitsleuten, Kamerateams und Innenminister Jäger empfangen. Ein Übersetzer begrüßt die Flüchtlinge auf arabisch.

Aktualisierung 10.23 Uhr:

Der dritte bisher feststehende Flüchtlingszug mit 600 Menschen wird nach derzeitigem Kenntnisstand gegen 16 Uhr in Dortmund erwartet.

Aktualisierung 10.19 Uhr:

Der zweite Zug soll jetzt doch schon in den kommenden Minuten im Hauptbahnhof ankommen. NRW-Innenminister Ralf Jäger ist nach Dortmund gekommen, um die Flüchtlinge des zweiten Zugs aus München zu begrüßen. Mit ihm unterwegs sind Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau, Ordnungsdezernentin Diane Jägers und Polizeipräsident Gregor Lange. Wegen des Prominenten-Auflaufs und den Anfeindungen Jägers durch linke Gegendemonstranten wurde das Gleis, auf dem der ICE einfährt, für die Öffentlichkeit gesperrt.

Jetzt ist auch Innenminister Ralf Jäger am Bahnhof - hier mit OB Sierau und Dezernentin Diane Jägers. #trainofhopedopic.twitter.com/84D3OrP8GC

- Oli Volmerich (@olivol) 6. September 2015

Aktualisierung 9.37 Uhr:

Die Ankunft des zweiten Flüchtlingszugs verzögert sich offenbar weiter. Unsere Reporterin Gaby Kolle hat erfahren, dass er wohl erst um kurz vor 11 Uhr Dortmund erreichen wird.

Aktualisierung 9.30 Uhr:

Die Stadt Dortmund geht davon aus, dass in den nächsten 24 Stunden weitere Flüchtlingszüge in Dortmund ankommen werden. Damit rechnet Ordnungsdezernentin Diane Jägers angesichts der Entwicklungen in Ungarn, wo weiter tausende Flüchtlinge ankommen und nach Deutschland weiterreisen kommen. Die Stadt will deshalb die gegenwärtigen Krisenstrukturen aufrechterhalten.

Aktualisierung 9.03 Uhr:

Die Flüchtlinge bekommen die vorbereiteten Provianttüten in die Hand gedrückt. Hier noch ein Video aus Twitter, dass die Erleichterung der Flüchtlinge bei der Ankunft gut zeigt:

Viele Menschen haben seit Stunden gewartet, um die Flüchtlinge zu begrüßen #trainofhopedo#refugeeswelcomepic.twitter.com/VtHBSKglFr

- Katrin Weuster (@KatrinW_BILD) 6. September 2015

Aktualisierung 8.55 Uhr:

Der Zug ist gleich leer, die Flüchtlinge sind auf dem Weg zum Keuninghaus. Manche Flüchtlinge lächeln und freuen sich über den freundlichen Empfang, andere sind einfach nur kaputt. Es sind überwiegend Familien mit vielen kleinen Kindern. Unsere Reporter Peter Bandermann und Oliver Volmerich sprechen von einer friedlichen und freundlichen Atmosphäre.

#trainofhopedo Applaus für die ersten Flüchtlinge. pic.twitter.com/58keMBf4EL

- Peter Bandermann (@RN_Bandermann) 6. September 2015

Aktualisierung 8.50 Uhr:

Der erste Zug ist da! Eben ist der ICE mit rund 100 Flüchtlingen an Bord in Dortmund angekommen. Die Helfer begrüßen sie mit Applaus. Es werden Willkommens-Schilder hochgehalten.

Aktualisierung 8.39 Uhr:

Eben ist bekannt geworden, dass noch ein dritter Zug mit Flüchtlingen auf dem Weg nach Dortmund ist. Nach ersten Angaben hat er rund 600 Menschen an Bord und soll im Laufe des Nachmittags ankommen. Die Erfahrungen der vergangenen Stunden hat jedoch gezeigt, dass sich daran aber durchaus noch etwas ändern kann.

Mittlerweile warten die Flüchtlingshelfer am Hauptbahnhof gespannt auf die Ankunft des ersten Zuges mit rund 100 Flüchtlingen, der in diesen Minuten ankommen soll. Der zweite mit über 1000 Menschen soll dann gegen 9 Uhr folgen.

Aktualisierung 8:20 Uhr:

Die Polizei teilt mit, dass es in der Nacht einen Brandanschlag auf ein geplantes Asylbewerberheim in Kemminghausen gegeben habe. In der Pressemitteilung ist die Rede von einer "versuchten Brandstiftung" an der ehemaligen Minister-Stein-Förderschule am Gretelweg. Offenes Feuer habe sich nicht entwickelt, es blieb bei Rauchentwicklung. Gegen 2.18 Uhr habe ein Zeuge das Klirren einer Scheibe gemeldet. Die Dortmunder Polizei hat eine Sonderkommission eingesetzt. Man müsse von Brandstiftung ausgehen, so die Polizei.

Währenddessen werden im Dietrich-Keuning-Haus noch Kleidung und Babybedarf benötigt. Wegen der Sperrung der Steinstraße (von Feuerwache bis Hauptpost) können Helfer die Spenden am Keuninghaus-Eingang an der Leopoldstraße abgeben.

Aktualisierung 8:07 Uhr:

Unsere Reporter sind bereits wieder am Hauptbahnhof unterwegs. Nach der turbulenten Nacht ist es dort ausgesprochen ruhig, von den Aufgeregtheiten ist nichts mehr zu spüren. Nachdem viele Helfer ein paar Stunden Erholung gesucht haben, kehren sie jetzt an den Hauptbahnhof zurück. Die Polizei bespricht ihre Vorgehensweise.

Die Steinstraße am Nordausgang des Hauptbahnhofs ist bereits voll gesperrt. Hierher werden die Flüchtlinge von den Zügen zum Dietrich-Keuning-Haus geleitet.

Aktualisierung 6.51 Uhr:

Die Polizei berichtet von drei verletzten Polizisten, einer verletzten Demonstrantin und einer verletzten unbeteiligten Person. Die Polizisten seien von einer Außentreppe neben dem Bahnhofseingang beworfen worden. Die Täter seien Linksextremisten gewesen.

Aktualisierung 6.15 Uhr:

Jetzt tauchen die Flüchtlingszüge auch im Fahrplan der Bahn auf. Der erste ICE aus München mit rund 100 Flüchtlingen an Bord soll planmäßig um 8.36 Uhr ankommen, hat aber voraussichtlich zehn Minuten Verspätung.

Der zweite ICE mit mehr als 1000 Menschen wird als Sonderfahrt mit ursprünglich geplanter Ankunft um 5 Uhr angezeigt, hat aber nach aktuellen Angaben der Bahn mehr als drei Stunden Verspätung.

Aktualisierung 5.42 Uhr:

Die Bundespolizei teilt mit: Ein erster Zug mit 80 bis 100 Flüchtlingen werde Dortmund laut Fahrplan um 8.36 Uhr erreichen. Dabei handelt es sich um den ICE "1018". Eine weitere Verspätung meldet die Bundespolizei für einen Sonderzug mit 1000 Flüchtlingen. Dieser stehe zurzeit in Stuttgart. Die Bahn müssen den Sonderzug anhalten, um andere Züge vorzulassen. Die Weiterfahrt soll in Kürze erfolgen.

Aktualisierung 5.35 Uhr:

Die Polizei reagiert auf Kritik, die ihr entgegengebracht wurde, nachdem sie etwa 30 Neonazis nach deren "Mahnwache" durch den Hauptbahnhof auf ein Gleis führen wollte. Eine Begleitung der Rechtsextremisten zu Fuß bis Dorstfeld wäre einem nicht zu "tolerierenden Aufzug gleichgekommen und aufgrund der zuvor geführten Auseinandersetzung mittels Flaschen und dem Einsatz von Pyrotechnik nicht zu schützen gewesen." Zwischen Nazis und Gegendemonstranten sei es zu "wechselseitigen Provokationen" gekommen. Als starke Polizeikräfte die Neonazis durch den Bahnhof zu einem Gleis bringen wollten (U-Bahn fuhren nicht), sei der Bahnhof von teils "gewaltbereiten Linksextremisten rechtswidrig blockiert" worden." Ein Sprecher der Bundespolizei sagte, dass die Situation im Hauptbahnhof "unglücklich" gewesen sei.

Aktualisierung 5.14 Uhr:

Am Hauptbahnhof ist es deutlich ruhiger geworden. Es sind immer noch viele Helfer vor Ort, viele Einheimische nutzen aber die Gelegenheit für einen kurzen Schlaf um dann am Morgen wieder zur Stelle zu sein, wenn die Flüchtlingszüge ankommen. Die genaue Zeit steht immer noch nicht fest. Man richtet sich auf frühestens 8 Uhr ein.

Aktualisierung 4.23 Uhr:

Im Keuning-Haus haben sich Dortmunder Bürger gemeldet, die arabisch können. Sie wollen für die Flüchtlinge dolmetschen. Noch werden Übersetzer für serbo-kroatisch und albanisch gesucht.

Zu den ersten Flüchtlingen, die es von Syrien über Ungarn bis nach Dortmund geschafft haben (Update 3.44 Uhr), gehören der sechsjährige Mohamad und sein Vater Walid. Sie waren zusammen mit Mohamads Mutter und weiteren Kindern und Familienangehörigen über einen Monat lang auf der Flucht. Sie verschlug es aus ihrer Heimat, dem umkämpften kurdischen Norden Syriens über die Türkei und den Balkan bis nach Ungarn und nun von da über München bis nach Dortmund. Jetzt freut sich Mohamad über einen Fußball, den er aus dem Geschenke-Fundus am Keuning-Haus bekommen hat. Gemeinsam wartet die Familie jetzt auf die restlichen der erwarteten 1400 Flüchtlinge, damit sie auf Unterkünfte in NRW verteilt werden.

Aktualisierung 4.02 Uhr:

Seitdem die Nazis weg sind, läuft auf dem Bahnhofsvorplatz eine ausgelassene Freiluftparty. Eine Band spielt auf, die Menschen tanzen und halten sich so wach für die Ankunft der Flüchtlinge, die gegen 8 Uhr erwartet werden.

#trainofhopeDO#dortmund#refugeeswelcomepic.twitter.com/JyATMVA9Gn

- Pascal Hesse (@Pascal_Hesse) 6. September 2015

Aktualisierung 3.54 Uhr:

Da die Nazis nun abgefahren sind, ist der Hauptbahnhof wieder uneingeschränkt in der Hand der Flüchtlingshelfer. Alle Zugänge sind wieder offen. Dafür ist die Steinstraße in beiden Richtungen gesperrt. Über sie werden in einigen Stunden die Flüchtlinge zum Keuninghaus geleitet.

Aktualisierung 3.50 Uhr:

Wir haben gerade noch einmal mit der Bundespolizei in München gesprochen. Zwei Züge seien inzwischen auf dem Weg nach Dortmund. Der erste ICE sei gegen 23 Uhr abgefahren, der zweite ICE gegen 2.30 Uhr, so ein Sprecher der Bundespolizei. Genaue Ankunftszeiten gibt es nicht. "Bei dieser Großlage ist es schwierig, definitiv Aussagen zu treffen", so der Sprecher der Bundespolizei. Seinen Angaben zufolge befinden sich im ersten Zug rund 150 Flüchtlinge und im zweiten Zug 1100 Flüchtlinge. Warum man die Flüchtlinge nicht besser verteilt hat? Dazu konnte der Sprecher keine Angaben machen.

Aktualisierung 3.44 Uhr:

Die ersten sechs bis sieben Flüchtlinge sind bereits im Keuning-Haus eingetroffen, berichtet unser Reporter Peter Bandermann. Sie sind individuell mit anderen Zügen angereist. Das Dietrich-Keuning-Haus ist als Betreuungsstelle eingerichtet. Hier gibt es Essen, Getränke und medizinische Hilfe. Ein Kind wurde bereits untersucht und ins Krankenhaus gebracht.

Wir haben mit Viktor Kidess gesprochen, dem Leiter des Keuninghauses:

Laut Oliver Nestler, Gesamteinsatzleiter bei der Feuerwehr Dortmund, bilden die Feuerwehr Dortmund und Hilfsorganisationen rund 100 Einsatzkräfte. Sie werden unterstützt von Feuerwehren aus Hamm, Hagen und dem Märkischen Kreis.

Aktualisierung 3.32 Uhr:

Die S-Bahn, mit der die Neonazis abreisen sollen, steht nun auf Gleis 5 bereit. Die Polizei hat den Versuch aufgegeben, die Rechtsradikalen durch den mit Flüchtlings-Unterstützern gefüllten Hauptbahnhof zu führen und führt sie nun über die Außentreppe vom Bahnhofsvorplatz zum Gleis. Die Nazi-Gegner quittieren den Rückzug mit Applaus.

#trainofhopedo Nazis verlassen Bhf #dortmundpic.twitter.com/o9kbek6pI9

- Peter Bandermann (@RN_Bandermann) 6. September 2015

Aktualisierung 3.18 Uhr:

Auf einem Video auf Twitter ist klar zu erkennen: Die Gegendemonstranten haben vor dem Aufgang zum Gleis 6/7 eine Sitzblockade errichtet. Die Neonazis kommen erst einmal nicht vom Fleck.

#trainofhopeDO#dortmund#refugeswelcomepic.twitter.com/ZeIRcXQk4D

- Pascal Hesse (@Pascal_Hesse) 6. September 2015

Die Polizei trennt Nazis und Gegendemonstranten mit einem Großaufgebot. Die Hundeführer der Polizei haben ihren Tieren die Maulkörbe abgenommen:

#trainofhopedo Polizei im Hbf #Dortmund. pic.twitter.com/gL7NuYx3uE

- Peter Bandermann (@RN_Bandermann) 6. September 2015

Aktualisierung 3.07 Uhr:

Jetzt ist der Grund für die Verlagerung der Neonazis zum Hauptbahnhof klar: Den 20 Rechtsradikalen soll die Abreise von ihrer Demo ermöglicht werden - und zwar per Bahn, ausgerechnet über den Hauptbahnhof, der voller Flüchtlings-Unterstützer ist. Die Gegendemonstranten wollen das verhindern. Es fliegen Gegenstände, es kommt zu Auseinandersetzungen. Die Lage ist extrem aufgeheizt. Die Polizei versucht, eine Schneise zu einem Gleis zu bilden. Die Gegendemonstranten formieren gerade eine Sitzblockade.

Jetzt sehr enges Gegenüber von Nazis und Gegendemonstranten am Bahnhofsvorplatz. pic.twitter.com/YKmlj6Yw7W

- Oli Volmerich (@olivol) September 6, 2015

Aktualisierung 2.59 Uhr:

Etwa 8000 Flüchtlinge werden bis zum frühen Sonntagmorgen in Deutschland erwartet. Ihnen war die Weiterreise von Ungarn aus über Österreich ermöglicht worden. Die Menschen kamen zunächst in der bayrischen Landeshauptstadt München an. Vor dort werden die Flüchtlinge auf die Bundesländer verteilt. Dieses Prozedere erfolgt nach einer bestimmten Quote, wie die Süddeutsche Zeitung auf ihrer Internetseite schreibt. Nordrhein-Westfalen nimmt 1470 Flüchtlinge auf. Sie werden von Dortmund aus auf die Städte verteilt.

Aktualisierung 2.54 Uhr:

Die Feuerwehr Dortmund bittet die Dortmunder, keine Sachspenden mehr für die Flüchtlinge zu bringen. Es sei bereits mehr als genug da, die Lagerkapazitäten seien erschöpft. Einsatzleiter Oliver Nestler: "Die Feuerwehr ist tief beeindruckt von der Hilfe der Dortmunder."

Aktualisierung 2.50 Uhr:

Wie die Bundespolizei München auf Nachfrage unserer Redaktion mitteilte, ist ein ICE aus München bereits auf dem Weg nach Dortmund. In dem Zug seien 600 bis 700 Flüchtlinge, so ein Sprecher der Bundespolizei. Der ICE werde gegen 8 Uhr in Dortmund eintreffen. Über einen zweiten Zug nach Dortmund hat die Bundespolizei zurzeit keine Informationen. Man versuche sich gerade einen Überblick über den Fahrplan zu verschaffen, so der Sprecher weiter.

Aktualisierung 2.44 Uhr:

Die Polizei führt die Neonazis gerade auf den Bahnhofsvorplatz. Warum, wissen wir noch nicht. Gegendemonstranten protestieren heftig dagegen. Die Polizei verstärkt ihre Kräfte, um beide Lager nicht aufeinandertreffen zu lassen.

Jetzt sehr enges Gegenüber von Nazis und Gegendemonstranten am Bahnhofsvorplatz. pic.twitter.com/YKmlj6Yw7W

- Oli Volmerich (@olivol) 6. September 2015

Aktualisierung 2.18 Uhr:

Kleiner Blick voraus: Nach unseren Informationen soll der erste Zug mit Flüchtlingen um 6.30 Uhr in Dortmund ankommen. Auch für den weiteren Transport gibt es offenbar schon Pläne: Mitarbeiter der Stadt Bürger werden einen Spalier bilden, damit die Flüchtlinge sicher in die Busse gelangen.

Der erste Feuerwehr-Container mit Sachspenden vom Bahnhof ist schon fast voll. #trainofhopedopic.twitter.com/wCjly93gtz

- Oli Volmerich (@olivol) September 6, 2015

Aktualisierung 2.03 Uhr:

Unglaublich: Im Tunnel des Hauptbahnhofs warten mittlerweile rund 1500 Lebensmitteltüten auf die Flüchtlinge. Die Helfer haben eine Menschenkette gebildet, mit der Hilfsgüter in Richtung Keuninghaus transportiert werden.

#trainofhopedo Menschenkette transportiert Hilfsgüter in Container der Feuerwehr #Dortmund. pic.twitter.com/XPrmQvgSgd

- Peter Bandermann (@RN_Bandermann) 6. September 2015

#trainofhopedo Tütenweise Hilfe in Dortmund. pic.twitter.com/vqSJjok30K

- Peter Bandermann (@RN_Bandermann) 5. September 2015

Aktualisierung 1.47 Uhr:

Das Keuninghaus entwickelt sich zur Zentrale für die Versorgung der Flüchtlinge. Viele Sachspenden, die am Nordeingang des Bahnhofs ankommen, werden dorthin gebracht. Die Polizei hat den Bereich zwischen Bahnhof und Keuninghaus abgesichert. Vieles spricht dafür, dass die Flüchtlinge nach ihrer Ankunft dorthin gebracht werden.

#trainofhopedo Zwischenstation Dietrich-Keuning-Haus - ein internationaler Ort in #Dortmund. Das #DRK hilft. pic.twitter.com/v134o35mdQ

- Peter Bandermann (@RN_Bandermann) September 6, 2015

Aktualisierung 1.43 Uhr:

Die Stadt hat die Zahl der Flüchtlinge, die nach Dortmund kommen, deutlich nach oben korrigiert: Jetzt spricht die Verwaltung von 1400 Menschen. Sie sind in zwei Zügen aufgeteilt: Der erste mit 800 Flüchtlingen soll zwischen 6 und 7 Uhr ankommen, der zweite mit 600 Passagieren später.

Aktualisierung 1.39 Uhr:

Die Lage am Südeingang des Hauptbahnhofs ist angespannt, aber unter Kontrolle. Ein Großaufgebot der Polizei drängt die Neonazis ans obere Ende der Katharinentreppe ab. 25 Polizeifahrzeuge stehen auf dem Königswall, wo der Verkehr gerade ziemlich stockt.

Aktualisierung 1.23 Uhr:

Rund 20 Neonazis machen Ärger auf dem Bahnhofsvorplatz am Wall. Die Polizei hat die Bahnhofsvorhalle abgeriegelt. Polizisten laufen mit Schlagstöcken auf den Vorplatz. Sie bilden eine Kette und verhindern so, dass die Rechtsradikalen in den Hauptbahnhof gelangen.

#trainofhopedo Polizei hindert aggressive Nazis am Zugang zum Hauptbahnhof Dortmund. pic.twitter.com/7M1absRFaT

- Peter Bandermann (@RN_Bandermann) 5. September 2015

Schauspielchef Kay Voges, der auch vor Ort ist, hat vor einigen Minuten ein Bild getwittert, dass zeigt, dass die Neonazis zuvor Bengalos auf dem Vorplatz gezündet hatten.

#trainofhopedo idioten vor dem Hbf pic.twitter.com/rN96DmIqHK

- kay voges (@vogeskay) 5. September 2015

Aktualisierung 1.17 Uhr:

Nach Angaben der Polizei wollen die Neonazis ihre Anti-Flüchtlingsdemo jetzt gegen 2 Uhr oberhalb der Katharinentreppe abhalten. Angemeldet sind 20 Teilnehmer.

Aktualisierung 1.03 Uhr:

Eben haben wir davon geschrieben, dass mehrere Flüchtlingsorganisationen die Leitung übernommen haben. Das kann man wohl doch nicht sagen. Vielmehr organisiert sich die Hilfe absolut spontan, wie unsere Reporter Gaby Kolle und Peter Bandermann melden:

Meine Frage: "Wer organisiert das eigentlich alles hier? Achselzucken: "Keiner. Alle." pic.twitter.com/RteEIt3S5o

- Gaby Kolle (@GabyKolle) 5. September 2015

Das gleiche berichtet auch Olaf Schlösser. Er ist einer der vielen Helfer am Hauptbahnhof. Peter Bandermann hat mit ihm gesprochen:

Natürlich bereiten sich auch die die Behörden vor. Die Feuerwehr hat am Nordausgang eine Leitungssstelle aufgebaut, auch der Rettungsdienst ist schon mit einem Großaufgebot vor Ort:

Das Rote Kreuz stellt sich am Hauptbahnhof auf.#trainofhopepic.twitter.com/mZ7PdqTkDW

- Gaby Kolle (@GabyKolle) 5. September 2015

Aktualisierung 0.44 Uhr:

Der Hauptbahnhof gleicht einem gut organisierten Ameisenhaufen, gibt unser Reporter Peter Bandermann gerade per Telefon durch. Mehrere Flüchtlingsorganisationen leiten die ganze Vorbereitung. Er spricht von einer Dimension der Hilfsbereitschaft, die es so in Dortmund noch nicht gegeben hat. Inzwischen sind 250 bis 300 Flüchtlings-Unterstützer vor Ort - Tendenz steigend.

Hoch professionell und leidenschaftlich bereiten sie alles vor für die Ankunft der Flüchtlinge, die gegen 6 Uhr erwartet werden: In eigenen Packstationen werden Lebensmitteltüten geschnürt, mittlerweile sind es schon über 500. Es gibt eigene Lager für Decken, Babyflaschen, Schuhe und Kleidung, immer mehr Bürger bringen Nachschub in großen Taschen. Mehrere Frauen mit ausländischen Wurzeln sind gerade dabei, Orientierungs-Schilder der Helfer in mehrere Sprachen zu übersetzen, damit sich die Flüchtlinge nach ihrer Ankunft zurecht finden.

Aktualisierung 00.26:

Gaby Kolle (Twitter: @GabyKolle) und Peter Bandermann (Twitter: @RN_Bandermann) schauen sich gerade am Dortmunder Hauptbahnhof um.

#trainofhopedo Dortmund hilft. pic.twitter.com/EeP8v3Z2aT

- Peter Bandermann (@RN_Bandermann) 5. September 2015

#trainofhopedo Am Dortmunder Hauptbahnhof bringen die Menschen Schlafsäcke, Decken, Kissen, Stofftiere und Kleidung. pic.twitter.com/Gu42V1djMT

- Gaby Kolle (@GabyKolle) 5. September 2015

Aktualisierung 00.15:

Was sich jetzt schon abzeichnet - die Hilfsbereitschaft in Dortmund ist groß: Am Nordausgang des Bahnhofs sammeln sich die Helfer, berichtet Reporter Oliver Volmerich. Spenden in Form von Getränken und Brot sind schon reichlich zusammengekommen.

Der Spendenberg am Hbf #Dortmund wächst #trainofhopedopic.twitter.com/agAcHINtKJ

- TrainOfHope Dortmund (@trainofhope_do) September 5, 2015

Aktualisierung 00.05:

Neue Infos aus dem Krisenstab der Stadt: Aktuell rechnet man mit rund 800 Flüchtlingen, die zwischen 6 und 7 Uhr Dortmund erreichen sollen. Das erklärte Stadtsprecher Hans-Joachim Skupsch im Gespräch mit unserer Redaktion. Zunächst war der Krisenstab von 1000 Flüchtlingen ausgegangen. Am Dortmunder Hauptbahnhof wird gerade die Hilfe organisiert, Essens- und Getränkestände werden aufgebaut. Unsere Reporter machen sich auf dem Weg zum Hauptbahnhof, um sich einen Überblick über die Lage zu verschaffen.

Erste Meldung 23.25 Uhr:

Die 1000 Asylbewerber gehören zu den Flüchtlingen, über deren Weg nach Europa die Regierungen in Deutschland, Österreich und Ungarn am Freitag verhandelt hatten. Fast 200 von ihnen wollten Ungarn über eine Autobahn in Richtung Wien verlassen. Die drei Länder verständigten sich auf eine kontrollierte und sichere Einreise in die EU. Über Österreich erreichten viele von ihnen die bayerische Landeshauptstadt München. Von dort aus setzt die Deutsche Bahn einen Sonderzug mit 1000 Flüchtlingen ein. Ziel ist Dortmund.

Abfahrt in München mehrfach verzögert

Stadt-Pressesprecher Hans-Joachim Skupsch berichtete am Samstagabend (5.9.), dass die Abfahrt in München mehrfach verschoben worden sei. Störungen derzeit unbekannter Ursache habe es auch im österreichischen Schienennetz gegeben. Zunächst galt das Zeitfenster "zwischen 1 und 4 Uhr". Inzwischen gilt Sonntagmorgen 6 Uhr als Ankunftszeit. Die Ankunft, Versorgung und Weiterleitung der Reisenden bereitet die Stadt Dortmund im Stadthaus in einem Krisenstab vor.

Von Dortmund aus in andere NRW-Städte

"Wir nehmen die Flüchtlinge am Hauptbahnhof in Empfang", sagte Skupsch. Dabei ist auch der Rettungsdienst mit einem leitenden Notarzt und Ersthelfern im Einsatz. Die Bezirksregierung Arnsberg organisiert vom Dortmunder Hauptbahnhof aus die Weiterfahrt der Asylbewerber in andere NRW-Städte. Sie sollen schnellstmöglich mit Bussen auf Unterkünfte verteilt werden. Vor einer besonderen Aufgabe steht auch die Dortmunder Polizei: Für 3 Uhr nachts haben Neonazis eine Demonstration gegen Flüchtlinge angekündigt.

Flüchtlings-Organisationen und antifaschistische Organisationen, die in den vergangenen Monaten mehrfach an der Seite von Asylbewerbern standen, bereiten ebenfalls Einsätze vor.

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