2500 demonstrierten in Dortmund gegen ACTA

Mehrere Tausend Menschen haben am Samstag, 11. Februar 2012, gegen das umstrittene Anti-Produktpiraterie-Abkommen Acta und für Meinungsfreiheit im Internet protestiert.
Mehrere Tausend Menschen haben am Samstag, 11. Februar 2012, gegen das umstrittene Anti-Produktpiraterie-Abkommen Acta und für Meinungsfreiheit im Internet protestiert.
Foto: WR/Franz Luthe
Parallel zum BVB-Spielstieg eine Demo unerwarteten Ausmaßes. Die Piratenpartei hatte Interessierte aufgerufen, sich zum Thema „Ratifizierung des ACTA-Vertrages“ zu positionieren. Laut Polizei verlief die Demo in der Innenstadt weitestgehend ruhig.

Dortmund. Die eigentliche Überraschung war die Teilnehmerzahl. Die Anmelder hatten im Vorfeld rund 300 Teilnehmer angekündigt. Laut Polizei nahmen aber mindestens 2500 Menschen teil, um ihrem Prostest Ausdruck zu verleihen.

Zum Hintergrund: Das Bündnis „Anti-ACTA Ruhrgebiet“ organisierte das Geschehen. Initiator Torsten Sommer zeigte sich schon im Vorfeld der Großdemo zufrieden über den enormen Zuspruch. Zur Demo, die gegenüber vom Hauptbahnhof begann, war jeder eingeladen, der sich gegen die ACTA-Verträge engagieren wollte. ACTA belege die Staaten mit zusätzlichen Verpflichtungen zur Durchsetzung von Immaterialgüterrechten wie Patenten und Urheberrechten. Ein so restriktiver Umgang mit „geistigen Eigentumsrechten“ schränke den Zugang zu Wissen und Informationen stark ein, obwohl sie ein öffentliches Gut seien, so die Veranstalter.

Das am 26. Januar 2012 in Tokio unterzeichnete Freihandelsabkommen ACTA sei bislang nicht vom EU-Parlament verabschiedet worden. Die Bewegung gegen das Abkommen wolle ihre grenzüberschreitende Ablehnung verdeutlichen und die Unterzeichnung verhindern.