Dortmund

21 Besucher des Turka-Festivals kollabiert

Diese Aufnahme entstand bei einer der vergangenen Turka-Veranstaltungen.
Diese Aufnahme entstand bei einer der vergangenen Turka-Veranstaltungen.
Beim Turka-Festival in den Dortmunder Westfalenhallen gibt es Kritik an der Organisation. Einige Teilnehmer brachen in Hitze und Gedränge zusammen. Die Polizei ließ die Notausgänge öffnen, um für Frischluft zu sorgen.

Dortmund. Beim Turka-Festival in den Dortmunder Westfalenhallen hatten am Sonntag zahlreiche Zuhörer mit Hitze und Überfüllung zu kämpfen. Nach Angaben der Feuerwehr mussten 21 Besucher der Konzerte behandelt werden. "Es gab aber keine ernsthaften Verletzungen. Alle konnten vor Ort behandelt werden", sagte ein Mitarbeiter der Polizei auf Nachfrage von DerWesten.

Augenzeugen hatten die Veranstaltung kritisiert: "Die Organisation hier ist schlecht", so eine Augenzeugin im Gespräch mit DerWesten. "Türen und Durchgänge verschlossen, in der Rockhalle ist Panik. Viele kippen um."

Vor allem in den Übergangsbereichen zwischen den Hallen war es eng. Dort stauten sich die Besucherströme, so die Feuerwehr. Die Polizei hatte wegen des Gedränges zwischenzeitlich die Notausgänge öffnen lassen, um frische Luft in die Hallen zu lassen. Es seien aber keine Notausgänge verbaut gewesen, so die Beamten. Eine Zeit lang durften keine weiteren Gäste hereingelassen werden. Etwa 1000 Besucher mussten vor der Tür warten. Der restliche Abend verlief nach Angaben der Polizei ruhig.

Auch bei Twitter war das Turka-Festival und die Organisation Thema. "Es ist fast unmöglich von einer Halle in eine andere zu wechseln", schreibt etwa Twitter-Nutzerin Hülya Yarar. "Das komplette Turka-Festival war ein kolossaler Fehler", findet Habibe Ünlü, Gamze Dicle twittert von "beschissener Organisation."

Gefährliche Gerüchte im Publikum

Für Unsicherheit unter den Besuchern und Ärger bei der Polizei sorgten kursierende Berichte über angebliche Todesopfer, wie sie mehrere Twitter-Nutzer verbreiteten. "Da ist nichts dran", stellte die Polizei klar. Ein Gerücht, das in einer Menschenmenge gefährlich sein kann.

Zum Turka-Festival wurden 25.000 Gäste erwartet. Von elf Uhr bis Mitternacht reichten sich 15 türkische Künstler verschiedener Musikrichtungen auf vier Bühnen das Mikrofon in die Hand. Headliner ist Tarkan, der auch in Deutschland durch Hits wie „Kiss Kiss“ bekannt geworden ist und als einer der größten internationalen Stars aus der Türkei gilt. (kas/jgr)

 
 

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