2009 deutlich weniger Passagiere

Von Michael Kohlstadt

Der neue Flughafenchef Markus Bunk hat die Dortmunder Kommunalpolitik zu einer klaren und baldigen Entscheidung über einen möglichen Ausbau des Flughafens aufgefordert.

„Es ist langsam Zeit für eine Entscheidung in der Politik, denn da gehört sie hin”, sagte der 42-jährige, der Anfang Oktober Manfred Kossack ablöst. Er werde auch dem Aufsichtsrat des Flughafens bei seiner nächsten Sitzung am 12. Dezember eine Entscheidung abverlangen. Bunk: „Alle Fakten liegen seit zwei Jahren auf dem Tisch. Doch es ist wertvolle Zeit vertrödelt worden.”

Sämtliche Gutachten und Berechnungen laufen laut Bunk letztlich auf ein und dasselbe Szenario hinaus, das Bunk als „optimalen Kompromiss” bezeichnete: die Verlängerung der Startbahn auf 2300 Meter und die Ausdehnung der Betriebszeiten von 22 auf 23 Uhr (plus Verspätungsregel). Dieser Ausbaufall „2010” ringe dem Flughafen Zugeständnisse ab, werde aber in weiten Bereichen den Belangen der Anwohner gerecht. „Nur wenn wir einen Mindestzuwachs an Verkehr erzielen, schaffen wir auch ein positives Betriebsergebnis”, sagte Bunk. Das werde durch die Variante „2010” sichergestellt. Nach seit dem Sommer vorliegenden Berechnungen werden die Investitionskosten. wie berichtet, für diesen Fall auf rund 72 Mio Euro taxiert. Laut den Prognosen des Flughafens tragen sich die Kapitalkosten dieser Variante mittel- und langfristig selbst.

Markus Bunk kündigte für 2008 einen neuen Passagierrekord an. 2,3 Mio Fluggäste starteten und landeten in diesem Jahr in Wickede - so viele wie noch nie. Für das kommenden Jahr rechnet Bunk allerdings mit deutlich weniger Passagieren. Infolge des drastisch zusammengestrichenen Flugplans von Easyjet sei mit einen Ergebnis „unter zwei Mio” zu rechnen.