1800 Kilo schwere Luftmine von Dortmund ist entschärft

Nach der Entschärfung.
Nach der Entschärfung.
Foto: REUTERS
Eine Luftmine aus dem Zweiten Weltkrieg hielt am Sonntag den Dortmunder Süden in Atem. Für die Entschärfung mussten 20.000 Menschen ihre Häuser im Stadtteil Hombruch verlassen. Um 16.06 dann die Entwarnung: Die 1800 Kilo schwere Bombe ist entschärft.

Dortmund. Es war die größte Evakuierung der Dortmunder Nachkriegsgeschichte. 20.000 Menschen mussten am Sonntag den Ortsteil Hombruch verlassen. Am Nachmittag wurde eine 1800 Kilo schwere Luftmine aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft.

Als die Luftmine gefunden wurde, lag sie zwei Meter in der Erde. Inzwischen laufen die Vorbereitungen für die Entschärfung. Die Luftmine wurde freigelegt.

Eine britische Luftmine Typ HC 4000 LB ("Cookie") aus dem zweiten Weltkrieg. Sie ist siebenmal größer als die 250-Kilo-Blindgänger, die alle paar Wochen gefunden werden: drei Meter lang, 80 Zentimeter dick und 1,8 Tonnen schwer. Im Innern schlummern 1,5 Tonnen TNT-Sprengstoff. Gezündet wird sie mit drei mechanischen Zündern, die beim Aufprall auf den Boden eingedrückt werden.

Live-Ticker – Bombenentschärfung in Dortmund

++ 17.35 Uhr: Die Stadt meldet: "Jetzt ist auch die Sperrung der Kieferstraße aufgehoben. Damit ist die größte Evakierung der Nachkriegsgeschichte und eine äußerst komplexe Einsatzlage weitgehend abgeschlossen."

++ 17.19 Uhr: Unfassbar — in der Wupperstraße sind Unbekannte in ein Mehrfamilienhaus eingedrungen und haben mehrere Wohnungen aufgebrochen.

++ 17.06 Uhr: Die Bombe liegt auf dem Lkw und wird abtransportiert.

++ 16.45 Uhr: Kampfmittelbeseitiger Rainer Woitschek hält die drei Zünder in den Händen und sagt: "Die sind wie neu." Als nächstes wird die Bombe verladen und abtransportiert. Die 1,5 Tonnen TNT werden dann in einer speziellen Anlage für die Kampfmittelbeseitigung kontrolliert verbrannt.

++ 16.38 Uhr: Auch der Luftraum über Dortmund ist wieder freigegeben. Der Flughafen teilt aber mit, dass mit Verspätungen zu rechnen ist.

++ 16.30 Uhr: Der Verkehr stockt — alles strömt zurück nach Hombruch. Wer Zeit hat, sollte es ruhig angehen lassen.

++ 16.22 Uhr: Die Stadt Dortmund teilt mit, dass das Gebiet wieder freigegeben ist. Auch der ÖPNV fährt wieder. Nur die Kieferstraße, in der die Bombe liegt, ist noch gesperrt. Das Kampfmittel muss jetzt gesichert werden und wird dann abtransportiert.

++ 16.06 Uhr: GESCHAFFT! Die Bombe ist entschärft!

++ 16.00 Uhr: Die Stadt Dortmund informiert, wie es nach der Entschärfung weitergehen soll:

An der Einsatzstelle wird die Bombe gesichert und zur Verladung bereit gemacht. Wenn das erledigt ist, wird das Gebiet wieder freigegeben und die Menschen können in ihre Wohnungen zurück kehren. Die Kieferstraße bleibt zwischen Einmündung Oehlmühlenweg und etwa 50 m südlich der Einsasatzstelle (Zugang Park) gesperrt, bis die Bombe abtransportiert ist. Um die Abläufe nicht zu behindern, wird eindringlich darum gebeten, von Besuchen an der Kieferstraße abzusehen. Der Rücktransport der Kranken, die Wiederinbetriebnahme der ÖPNV-Strecken und alle anderen Abläufe erfolgen anschließend in umgekehrter Reihenfolge.

++ 15.24 Uhr: Aus dem Lagezentrum heißt es gerade: Wenn die Bombe entschärft ist, heißt das nicht wie sonst üblich, dass die Straßensperren aufgehoben werden. Heute gilt: Erst wenn die 1,8-Tonnen-Mine aus dem Gebiet heraus gefahren worden ist, werden die Sperren aufgehoben.

++ 15.08 Uhr: Die Entschärfung geht weiter.

++ 14.45 Uhr: Und stopp! Zwei Rollstuhlfahrer haben sich gemeldet. Sie sind noch in ihrer Wohnung und müssen erst weggebracht werden. Eine halbe Stunde wird's dann wohl noch dauern, bis es wieder losgeht.

++ 14.41 Uhr: Es geht los! Karl Friedrich Schröder und Rainer Woitschek haben mit der Entschärfung begonnen. Wir drücken die Daumen.

Entschärfer haben es zum ersten Mal mit Luftmine zu tun

++ 14.30 Uhr: Irgendwas ist immer. Jetzt noch ein unangemeldeter Krankentransport. Eigentlich könnten die Entschärfer loslegen. Für die Experten ist es das erste Mal, dass sie es mit einer Luftmine dieses Typs zu tun haben. Alle, die schon einmal eine "Cookie" entschärft haben, sind inzwischen in Rente.

Der Herd in der Eierkampstraße war übrigens wirklich noch an.

++ 14.22 Uhr: Einer geht noch — ein Flugzeug darf noch in Dortmund landen. Um 14.26 Uhr ist der Luftraum dann aber wirklich zu, sagt die Stadt.

++ 14.05 Uhr: Die Entschärfung rückt näher. Der Luftraum über Dortmund wird ab 14.10 Uhr bis in 2000 Meter Höhe geschlossen. Zwei Flugzeuge dürfen noch queren.

<blockquote class="twitter-tweet"><p>Bombenentschärfung in Hombruch beeinflusst nun auch den Flugverkehr. Der Luftraum wird gesperrt. Passagier-Infos hier <a href="http://t.co/OGOomNpzwl">http://t.co/OGOomNpzwl</a></p>&mdash; Flughafen Dortmund (@DortmundAirport) <a href="https://twitter.com/DortmundAirport/statuses/396989605800468480">November 3, 2013</a></blockquote>

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++ 13.55 Uhr: Kleiner Jura-Exkurs der Stadt Dortmund: "Die Verweigerer, deren Wohnungen gerade durch Schlüsseldienst und Feuerwehr geöffnet werden, sind 'Zustandsstörer'. Rechtlich können sie deshalb für zusätzlich entstehenden Aufwand in Anspruch genommen werden."

++ 13.43 Uhr: Ein Anwohner der Eierkampstraße ist sich nicht ganz sicher, ob er den Herd abgeschaltet hat. Jetzt schauen Polizisten nach.

++ 13.39 Uhr: Die Entschärfer rechnen damit, dass sie eine Stunde für ihre Arbeit benötigen. Die drei Zünder der Luftmine sind wohl relativ einfach zu entfernen. Allerdings liegen zwei der von ihnen so tief im umliegenden Dreck, dass es problematisch werden könnte. Das fürchtet zumindest Regierungspräsident Gerd Bollermann.

++ 13.35 Uhr: In der Westfalenhalle herrscht gute Stimmung. Unsere Reporterin sagt, es erinnere an ein Familientreffen. Menschen sitzen an langen Tischen, essen Erbsensuppe. Eine Frau hat Geburtstag und trägt die Evakuierung mit Fassung: "Ich muss nicht kochen."

Andere haben Gepäck mitgebracht, um für den Fall einer Übernachtung gerüstet zu sein.

++ 13.31 Uhr: Die Entschärfung verschiebt sich auf 14 Uhr. Grund seien die beiden Zwangsräumungen, sagt die Stadt.

++ 13.22 Uhr: Die Freizeitangebote der Stadt kommen bei den Evakuierten offenbar gut an. Die Sport- und Freizeitbetriebe berichten von mehreren Hundert Gästen, vor allem Familien mit Kindern, in den städt. Einrichtungen, die für Menschen aus Hombruch Ermäßigungen offeriert hatten. Am meisten profitiert der Zoo, im Westfalenpark ist die Turmauffahrt der Renner. Im Revierpark das Solebad. Die Menschen zeigen sich sehr angetan von dem besonderen Angebot.

++ 13.20 Uhr: OB Ullrich Sierau betätigt sich als Lautsprecher: Per Megafon informiert er die Menschen in der Westfalenhalle über das aktuelle Geschehen.

++ 13.19 Uhr: Die Öffnungen zweier Wohnungen verzögern alles gerade noch ein bisschen.

<blockquote class="twitter-tweet"><p><a href="https://twitter.com/search?q=%23dobombe&amp;src=hash">#dobombe</a> Schlüsseldienst muss zwei Wohnungen von Evakuierungsverweigerern öffnen. 19.998 Wartende bedanken sich :(( <a href="http://t.co/pLwH66j7G7">http://t.co/pLwH66j7G7</a></p>&mdash; Stadt Dortmund (@stadtdortmund) <a href="https://twitter.com/stadtdortmund/statuses/396974893620674560">November 3, 2013</a></blockquote>

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++ 13.11 Uhr: Die Strecke der S-Bahnlinie S5 ist gesperrt. Die Züge werden um Hombruch herum geleitet. Die Züge zwischen Hauptbahnhof und Witten halten deshalb nicht nicht in Barop, Kruckel und Witten-Annen-Nord.

++ 12.54 Uhr: Die Stadt vermeldet, dass die Evakuierung abgeschlossen sei. Gegen 13.30 Uhr soll die Entschärfung beginnen!

Wohnungen müssen zwangsgeräumt werden

++ 12.52 Uhr: In den Straßen Am Hombruchsfeld und Aussigring weigern sich Bewohner, ihre Häuser zu verlassen. Schlüsseldienst und Feuerwehr wurden gerufen.

++ 12.50 Uhr: Der Angreifer in der Westfalenhalle soll nach Angaben der Stadt "offensichtlich psychisch gestört" sein. Die Polizei hat ihn dem Gesundheitsamt übergeben. Der Mann ist 34 Jahre alt, ist derzeit wohnungslos und lebte zuletzt in Essen. Es ist keiner der Evakuierten. Warum er an der Notunterkunft war und warum er die Helferin angegriffen hat, ist noch unklar. Er stand unter Einfluss von Drogen. Es wird ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung. Er wird von der Stadt Dortmund in eine geschlossene Psychatrie gebracht.

++ 12.34 Uhr: Die Pendelbusse sind ins Depot eingefahren. Die Evakuierung nähert sich somit dem Ende.

535 Menschen haben die Notunterkunft in der Westfalenhalle aufgesucht.

++ 12.30 Uhr: So soll die Entschärfung ablaufen:

  • Zunächst werden die drei Zünder von der Luftmine getrennt.
  • Danach werden die Zünder kontrolliert gesprengt. Laut Stadt Dortmund wird es dann dreimal knallen — ungefähr wie ein Silvesterböller.

++ 12.28 Uhr: Laut Stadt Dortmund hat es in den Westfalenhallen einen Übergriff gegen eine Helferin gegeben. Die Polizei hat den Täter am Stadtbahn-Bahnhof Westfalenhallen festgenommen. Die Helferin trug zwei oberflächliche Stich-/Schnittverletzungen (vermutlich von einer Schere) davon.

++ 12 Uhr: Es ist noch Suppe da! — twittert die Stadt sinngemäß und meldet 460 Evakuierte in der Westfalenhalle.

++ 11.53 Uhr: Der Krisenstab der Stadt erwartet das Ende der Evakuierung gegen 12.45 Uhr.

<blockquote class="twitter-tweet"><p><a href="https://twitter.com/search?q=%23dobombe&amp;src=hash">#dobombe</a> Krisenstab erwartet Evakuierungsabschluss gegen 12:45 Uhr. OB besucht gerade Evakuierte in Westfalenhalle <a href="http://t.co/pLwH66j7G7">http://t.co/pLwH66j7G7</a></p>&mdash; Stadt Dortmund (@stadtdortmund) <a href="https://twitter.com/stadtdortmund/statuses/396952816389869568">November 3, 2013</a></blockquote>

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++ 11.46 Uhr: Unsere Fotostrecke mit Bildern von der Evakuierung ist online!

++ 11.41 Uhr: Immer noch gibt es an zahlreichen Sperrstellen am Rand der Evakuierungszone immer wieder Diskussionen mit Bürgern, die nach Hombruch hinein wollen. Dass die Polizei auch mal rabiater sein kann, berichtet ein Anwohner vom Krückenweg an der Grenze des Sperrbezirks. Dort habe die Polizei eine junge Frau, die offenbar nichts von der Evakuierung mitbekommen hatte, aufgehalten. Dabei sei sie mit dem Arm hinter dem Rücken festgehalten worden. Nach einigen Schreien und einer Diskussion ging die Frau wieder zurück.

++ 11.30 Uhr: Laut Stadt befinden sich 413 Evakuierte in der Westfalenhalle.

++ 11:06 Uhr: Die Stadt meldet: Schultenhof und Seniorenresidenz Harkortshof sind jetzt komplett evakuiert.

++ 11.01 Uhr: Inzwischen sind rund 380 Evakuierte in der Notunterkunft in der Westfalenhalle. 197 ehrenamtliche Helfer sind vor Ort.

Zuviele Menschen im Sperrgebiet — Evakuierung verzögert sich

++ 11 Uhr: Eigentlich müsste die Evakuierung nun abgeschlossen sein. Daraus wird aber nichts. Zu viele Menschen befinden sich noch im Sperrgebiet. Immerhin fließt der Verkehr aber wieder — laut Tiefbauamt.

+ 10.35 Uhr: Die Stadt meldet, dass nun das Material für den Feuerwerker geliefert wird. Unter anderem ein Zelt, Licht und Stromerzeuger, sowie 14 Behälter mit jeweils 60 Litern Fassungsvermögen zum Verpacken eventuell ausgetretenen Sprengstoffs.

++ 10.25 Uhr: Rund 170 Evakuierte sind in den Westfalenhallen (Stand 10 Uhr). Für rund 2000 Personen ist vorgesorgt. Menschen, die diese Notunterkunft aufsuchen, werden mit kalten und warmen Getränken, einem Keks und einer Suppe verpflegt. Liegen, Decken, Stühle und Tische sind ebenfalls vorhanden.

++ 10.17 Uhr: Wer sich die Zeit bis zum Ende der Entschärfung vertreiben will, hat mehrere Optionen. Hier der Überblick.

Wegen des Hansemarktes ist in der City verkaufsoffener Sonntag. Wer mag, kann also shoppen gehen.

Die folgenden Angebote gelten ausschließlich und exklusiv für die Menschen, die in dem Evakuierungsbereich wohnen. Die Vergünstigungen werden gegen Vorlage des Personalausweises oder eines der im Stadtbezirk verteilten Handzettel gewährt.

  • Der Westfalenpark gewährt unter 18-Jährigen ab 9 Uhr freien Eintritt an den Eingängen „Ruhrallee“ und „Buschmühle“. Freie Turmauffahrt für Kinder und Erwachsene von 9 Uhr bis 15.30 Uhr. Das Kindermuseum mondo mio! öffnet schon um 10 Uhr. Der Kiosk im Turmrestaurant Florian bietet ab 12 Uhr den „Coffee to Go“ zum halben Preis von 1,05 Euro an. Das Café an den Wasserbecken öffnet schon um 9 Uhr.
  • Im Rombergpark ist für unter 18-Jährige der Eintritt zu den Pflanzenschauhäusern ab 9 Uhr frei. Das Café Orchidee öffnet für ein Extra-Frühstück bereits um 8.30 Uhr.
  • Der Zoo gewährt unter 18-Jährigen freien Eintritt.
  • Im Revierpark Wischlingen erhalten alle eine Ermäßigung von 50 Prozent auf alle Tarife des Solebades, der Saunalandschaft und der Eishalle. Die Laufzeiten der Eishalle sind 9.30 Uhr bis 12.30 Uhr; 14 Uhr bis 17.30 Uhr; 19 Uhr bis 21.30 Uhr.

++ 10.07 Uhr: Die Evakuierung wird sich voraussichtlich verzögern.

++ 10 Uhr: Viele Anwohner haben die Ruhe weg. Sie sind davon ausgegangen, dass sie bis 11 Uhr Zeit haben, Hombruch zu verlassen. Sie öffnen Freiwilliger Feuerwehr und Ordnungsamt teils noch im Schlafanzug die Tür.

++ 9.57 Uhr: Vor den Absperrungen zum Evakuierungsgebiet stehen verzweifelte Menschen, die Verwandte abholen wollen. "Die kommen jetzt nicht mehr rein", meldet unsere Reporterin vor Ort. Offenbar war den Menschen nicht bewusst, dass sie ab 9 Uhr nicht mehr in den Bereich gelangen, auch wenn sie einen kranken Verwandten abholen wollen. Polizisten gestehen, es sei im Vorfeld vielleicht nicht richtig kommuniziert worden, dass ab 9 Uhr niemand mehr in den Bereich komme.

++ 9.50 Uhr: Die Bombe liegt inzwischen frei. Ein Bagger erledigte . Die groben Erdarbeiten wurden mit einem Bagger erledigt, die letzten Zentimeter bis zur anderthalb bis zwei Meter tief in der Erde liegenden Bombe wurden in vorsichtiger Handarbeit mit Spitzhacke und Schaufel beseitigt.

++ 9.45: Uhr: Polizei und Ordnungsamt kontrollieren jetzt, ob alle Wohnungen geräumt sind. Sie klingeln und klopfen an Haustüren und fordern Bewohner zur Evakuierung auf. Der Sicherheitsbereich wird dabei von innen nach außen frei gezogen.

Entschärfung

Erste Evakuierte treffen an der Westfalenhalle ein

++ 9.36 Uhr: Erste Evakuierte treffen an der Westfalenhalle ein, meldet die Stadt. In den Westfalenhallen ist für rund 2.000 Personen vorgesorgt. Menschen, die diese Notunterkunft aufsuchen, werden mit kalten und warmen Getränken, einem Keks und einer Suppe verpflegt. Liegen, Decken, Stühle und tische sind ebenfalls vorhanden.

<blockquote class="twitter-tweet"><p><a href="https://twitter.com/search?q=%23dobombe&amp;src=hash">#dobombe</a> Sperren stehen seit 9.15 Uhr. Gebiet ist jetzt abgeriegelt. Erste Evakuierte in Westfalenhallen eingetroffen <a href="http://t.co/pLwH66j7G7">http://t.co/pLwH66j7G7</a></p>&mdash; Stadt Dortmund (@stadtdortmund) <a href="https://twitter.com/stadtdortmund/statuses/396918180024569856">November 3, 2013</a></blockquote>

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++ 9.30 Uhr: Anwohner melden hohes Verkehrsaufkommen in Hombruch.

++ 9.18 Uhr: Die Feuerwehr meldet, dass die Leitstelle überlastet ist. Viele Menschen rufen an, um nach den Krankentransporten zu fragen. Die Feuerwehr weist darauf hin: Alle Transporte sind registriert und werden in den kommenden zwei Stunden abgeholt. Der Notruf soll für Notfälle freigehalten werden. Die Evakuierung des Marien-Hospitals beginnt in Kürze.

<blockquote class="twitter-tweet"><p><a href="https://twitter.com/search?q=%23dobombe&amp;src=hash">#dobombe</a> Feuerwehr meldet Leitstellenüberlastung. Keine Nachfragen zu Transporten - werden bis 11 Uhr durchgeführt <a href="http://t.co/pLwH66j7G7">http://t.co/pLwH66j7G7</a></p>&mdash; Stadt Dortmund (@stadtdortmund) <a href="https://twitter.com/stadtdortmund/statuses/396914774778208256">November 3, 2013</a></blockquote>

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++ 9 Uhr: Offizieller Start der Evakuierung. Alle Anwohner müssen Hombruch verlassen. Es wird geklingelt und geklopft. Erfolgt keine Reaktion, wird davon ausgegangen, dass die Wohnung leer ist. Sollte sich jemand weigern, seine Wohnung oder sein Haus zu verlassen, werden nach eindringlichem Zureden ggf. auch Zwangsmaßnahmen getroffen. Jeder und jedem muss klar sein, dass ein Verbleib im Sicherheitsbereich unter Umständen lebensgefährlich werden kann.

++ 8.56 Uhr: Ab jetzt wird der S-Bahn-Haltepunkt Dortmund-Barop nicht mehr angefahren.

++ 8.47 Uhr: Gleich tritt die erste Beeinträchtigung des öffentlichen Nahverkehrs in Kraft: Der letzte Halt der S5 am Haltepunkt Barop wird um 8.56 Uhr sein. Danach wird der Haltepunkt abgesperrt. Ein- und Ausstiege sind dort dann nicht mehr möglich. Der Bahnverkehr läuft jedoch weiter. Die Züge passieren den Sperrbezirk danach ohne Halt bis kurz vor der Entschärfung. "Nach jetzigem Stand wird die letzte S-Bahn in Richtung Witten den Hauptbahnhof um 12.41 Uhr verlassen. Danach ruht der Verkehr bis zur Wiederfreigabe der Strecke", schreibt die Stadt.


++ 8.41 Uhr: Die Stadt Dortmund meldet, dass gut 1200 Kräfte von Feuerwehr, Hilfsorganisationen, Polizei, Ordnungsamt, Tiefbauamt und weiteren kleineren Einheiten unterwegs sind, um für einen reibungslosen Ablauf und die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu sorgen.

Fakten zur Luftmine:

  • 1,8 Tonnen schwere Luftmine auf einem Gelände an der Kieferstraße in Hombruch
  • Über 20.000 Menschen müssen evakuiert werden, Westfalenhalle 1 wird zur Notunterkunft, Pendelverkehr durch DSW21
  • Evakuierung am Sonntag ab 9:00 Uhr; Ende der Entschärfung für 15:30 Uhr geplant
  • 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen für Sicherheit und reibungslosen Ablauf
  • Busse und Bahnen unterbrochen; A45 nicht betroffen
  • Kirchen und Sportanlagen geschlossen
  • Info-Rufnummer 500 eingerichtet (Sonntag von 9 Uhr bis Ende)

In der Westfalenhalle hat die Stadt Dortmund eine Notunterkunft eingerichtet. Dort finden 2.000 Personen Platz. Für gewöhnlich reicht eine Kapazität von 10 Prozent der Betroffenen aus. Transferbusse bringen Anwohner dort hin, sofern sie nicht woanders unterkommen können.

Die DSW21 setzen acht Busse für den Pendelverkehr zu den Westfalenhallen ein, die ab 9.00 Uhr von den folgenden Punkten aus im Umlauf verkehren:


1. Stockumer Straße/Am Hedreisch


2. Stockumer Straße/ Am Beilstück


3. Zillestraße/Am Hombruchsfeld


4. Löttringhauser Straße/ Parkplatz KGA Löttringhausen


5. Grotenbachstraße/ Kieferstraße


6. Menglinghauser Straße/Am Sturmwald


7. Lütgenholthauser Straße/ Rebhuhnweg


8. Harkortstraße/ Hombrucher Straße.

 
 

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