1500 streiken in Dortmund für bessere Bildung

Mit einem Umzug vom Hauptbahnhof zum Friedensplatz machten Schüler, Studenten und Auszubildende am Donnerstag in Dortmund auf Probleme  im Bildungssystem aufmerksam. Foto: Franz Luthe
Mit einem Umzug vom Hauptbahnhof zum Friedensplatz machten Schüler, Studenten und Auszubildende am Donnerstag in Dortmund auf Probleme im Bildungssystem aufmerksam. Foto: Franz Luthe
Foto: WR/Franz Luthe
Fast 1500 Schüler, Studenten und Auszubildende haben am Donnerstag auch in Dortmund für ein besseres Bildungssystem demonstriert. Sie fordern vor allem kleinere Klassen, die Abschaffung des „Turbo-Abiturs“ nach zwölf Jahren sowie Studien- und Ausbildungsplätze für alle.

Dortmund.. Fast 1500 Schüler, Studenten und Auszubildende haben heute Vormittag auch in Dortmund für ein besseres Bildungssystem demonstriert.

Das Bildungsstreik-Bündnis Dortmund hatte zu dem Streik aufgerufen, in vielen Städten überall in Deutschland gingen am Donnerstag ebenfalls Jugendliche auf die Straße. Sie fordern vor allem kleinere Klassen, die Abschaffung des „Turbo-Abiturs“ nach zwölf Jahren sowie Studien- und Ausbildungsplätze für alle.

Gegen 10.30 Uhr versammelten sich Hunderte Jugendliche an der Katharinentreppe gegenüber des Dortmunder Hauptbahnhofs. Von dort führte die Demonstration direkt über den Wall bis zum Friedensplatz, wo eine Schlusskundgebung stattfand. Der Verkehr auf dem Wall kam für kurze Zeit komplett zum Erliegen. Die Demonstration lief laut eines Polizeisprechers jedoch ohne Zwischenfälle und äußerst friedlich ab.

Tom Bühler, stellvertretender Vorsitzender der Bezirksschülervertretung Dortmund (BSV) sowie Puya Jafari, Sprecher des Bildungsstreikbündnisses, zeigten sich im Anschluss sehr zufrieden mit der Demonstration.

Enormer Ansturm auf Unis

„Der Sturm auf die Unis ist enorm, in Dortmund mussten sogar Vorlesungen abgebrochen werden, weil der Hörsaal einfach zu voll war“, sagt Jafari. „Und es wird sogar noch schlimmer, wenn der doppelte Abiturjahrgang entlassen wird.“ Umso wichtiger sei es, dass sich so viele Jugendliche an der Demonstration beteiligt hätten.

Tom Bühler von der BSV bemängelt insbesonders die Tatsache, dass es in vielen Dortmunder Schulen noch immer keine Mensa gibt, „obwohl manche Schüler acht oder zehn Stunden Unterricht haben“. Bis 17.30 Uhr in der Schule zu sitzen, ohne die Möglichkeit, etwas zu Essen zu bekommen, sei „ein unhaltbarer Zustand“.

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