Dortmund

13-Jährige sexuell missbraucht - Vorbestrafter Vergewaltiger liefert abstruse Erklärung vor Dortmunder Landgericht

Ein vorbestrafter Vergewaltiger steht im Verdacht, eine 13-Jährige sexuelle missbraucht zu haben. (Symbolbild)
Ein vorbestrafter Vergewaltiger steht im Verdacht, eine 13-Jährige sexuelle missbraucht zu haben. (Symbolbild)
Foto: dpa

Dortmund. Er sei „zu allen stets sehr lieb und freundlich“ gewesen, erklärte die Mutter eines 13-jährigen Mädchens. Sie wusste nicht, dass ihre Familie sich mit einem vorbestraften Vergewaltiger (54) eingelassen hatte.

Das Dortmunder Landgericht verhandelte am Montag einen Fall sexuellen Missbrauchs in Hamm. Der 54-Jährige soll die Tochter der Hammerin betoucht und zum Fotografieren ihres Intimbereichs gedrängt haben. Darüber berichtet der Westfälische Anzeiger. „Sie hat mir alle Videos und Fotos freiwillig geschickt. Sie bot sich mir für Sex an!“, verteidigte sich der Angeklagte vor Gericht.

Erst wenige Monaten zuvor war der 54-Jährige aus langjähriger Haft wegen sexuellen Missbrauchs und Vergewaltigung eines Kindes entlassen worden.

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„Ich habe erst einmal geschwiegen“

Vor Gericht behauptete der Angeklagte, das Mädchen habe ihm wiederholt mitgeteilt, dass sie „alt genug für Sex“ sei.

Auf die Frage des Richters, warum er deshalb nicht die Mutter des Mädchens informiert habe, antwortete der 54-Jährige: „Ich habe erst einmal geschwiegen. Aber ich wollte die Dateien als Beweismittel sichern. So hätte ich nachweisen können, dass sie mir von dem Mädchen freiwillig und unaufgefordert zugeschickt wurden.“

Kinderponos auf dem Computer

Richter Ulf Penning bezeichnete die Erklärung als „abstrus“, vor allem im Hinblick auf die Tatsache, dass der vorbestrafte Sexualtäter die Daten von seinem Handy auf den Computer übertragen hatte.

Auf seinem Rechner fanden die Ermittler überdies weitere kinderpornografische Aufnahmen anderer Kinder. Noch ist das Urteil in dem Fall nicht gesprochen. Sollte der mutmaßliche Wiederholungstäter verurteilt werden, droht ihm nach einer Haftstrafe die Unterbringung in der Sicherheitsverwahrung. (ak)

 
 

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