107.000 Euro für Dortmunds OB Sierau

Dortmunds Oberbuergermeister Ullrich Sierau.
Dortmunds Oberbuergermeister Ullrich Sierau.
Foto: ddp/Volker Hartmann
Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau ist nicht nur erster Bürger der Stadt und hauptamtlicher Chef der Verwaltung. Qua Amt sitzt er auch in zahlreichen Gremien und Aufsichtsräten. Dafür bekommt er Geld. Wie viel, das hat er nun offengelegt: 107.000 Euro. Im Jahr.

Dortmund. Oberbürgermeister Ullrich Sierau hat 2011 neben den Bezügen aus seiner hauptamtlichen Tätigkeit weitere Entgelte aus Mitgliedschaften in 13 Gremien wie Aufsichtsräten und Beiräten erhalten. Demnach sind ihm zu seinem OB-Salär von rund 11 500 Euro (brutto) monatlich weitere Beträge in Höhe von jährlich rund 107 000 Euro zugeflossen.

Diese Zahlen legt Sierau jetzt dem Rat der Stadt vor und erfüllt somit seine gesetzliche Anzeigepflicht, nach der er seine Bezüge offenzulegen hat.

Da der OB ebenfalls gezwungen ist, einen Teil seiner Aufsichts- und Beiratsbezüge wieder abzuführen, hat Sierau 64.700 Euro an die Stadtkasse überwiesen. Den restlichen Betrag in Höhe von 42.700 Euro (brutto) verwendet Sierau laut Mitteilung der Stadt „in vielfältiger Weise für kulturelle und soziale Zwecke“.

45.000 Euro von RWE

Den Löwenanteil der Nebentätigkeitsbezüge schickt der RWE-Konzern. Gut 45.000 Euro fließen Sierau aus seinem Aufsichtsratsmandat zu. Hinzu kommen 4200 Euro aus der Mitgliedschaft im RWE-Beirat. Immerhin 23.350 Euro überweist die Schüchtermann Schiller’sche Familienstiftung, deren Vorstandsvorsitz Sierau von Vorgänger-OB Gerhard Langemeyer übernommen hat. Und weil Sierau gleichzeitig auch als Mitglied des Stiftungs-Aufsichtsrates wirkt, flossen ihm im vergangenen Jahr nochmals 12.300 Euro zu.

Im Vergleich dazu fallen die Bezüge aus dem Vorsitz im Verwaltungsrat der Sparkasse mit gut 4000 Euro wie ein Taschengeld aus. Weitere 4700 Euro überweisen die Stadtwerke - der OB ist Aufsichtsratsvorsitzender. Den selben Betrag erhält Sierau aus dem Klinikum - auch dort steht er an der Spitze des Kontrollgremiums.

3000 Euro schickt die WestLB (Mitglied im Beirat), 2000 Euro der Holding-Beirat der Provinzial. 870 Euro kommen von der Emschergenossenschaft (Mitglied im Genossenschaftsrat). 500 Euro fließen von der Gelsenwasser AG, bei der Sierau ebenfalls im Beirat sitzt, 2250 Euro erhält Sierau als Aufsichtsrat der Kommunalen Verwaltungsgesellschaft sowie 400 Euro aus der KEB Holding, in der die RWE-Aktien gebündelt sind.

 
 

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