„Wir kämpfen für das Maritimo“

Oer-Erkenschwick..  Wann das Erlebnisbad wieder geöffnet wird, steht in den Sternen. Es herrscht Ruhe in diesem Teil des Maritimo. Was man von der Gesamtsituation nicht gerade sagen kann. Schon vor der nicht öffentlichen Ratssitzung am vergangenen Freitag haben die Abteilungsleiter in einem Brief an die Fraktionsvorsitzenden klare Worte gesprochen.

In einem dieser Zeitung vorliegenden Schreiben heißt es „Als langjährige Mitarbeiter – wir sind seit der Eröffnung dabei – kämpfen wir für unser Maritimo. Wir kämpfen gegen die zahlreichen Mängel (...) und improvisieren regelmäßig auf die sich zum Teil verschlechternden Situationen. Wir stellen uns (...) den daraus resultierenden Fragen und Sorgen der Mitarbeiter. Seit Jahren motivieren wir uns und die Belegschaft nicht aufzugeben, trotz der Negativentwicklung.“ Einen Tag vor der Ratssitzung lautete zudem die konkrete Aufforderung: „Bitte setzen Sie sich für eine Entscheidung für das Maritimo ein, so dass wir in gewohnter Weise unserer Arbeit nachgehen können.“

Welche Auswirkungen die Ratssitzung hat, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Wie berichtet, soll ein unabhängiger Bäder-Architekt einen Sanierungsplan erarbeiten. Dass sich zudem der Rat in geheimer Abstimmung mehrheitlich dafür aussprach, von weiteren Zahlungen außerhalb vertraglicher Verpflichtungen abzusehen, ist aber auch als deutliches Signal gegenüber der Pächterin, der Maritimo-Betriebs GmbH, zu werten.

„Bei der Frage nach der Zukunft des Maritimo geht es aber nicht nur um die zweifelsohne dringend notwendige Sanierung. Wir reden auch über 140 Arbeitsplätze in einem Betrieb, der zudem auch noch Auszubildende hat“, sagte am Wochenende SPD-Fraktionsvorsitzender Hannes Kemper. Grundsätzlich setze man sich bei einer Neuplanung auch für den Erhalt des Spaßbades ein. Für CDU-Fraktionschef Lars Ehm ist die Beauftragung eines externen Bäder-Architekten ein „wichtiger Schritt und ein positives Signal, dass sich jetzt etwas tut“. Für den Werterhalt der städtischen Immobilie sei dieser Weg richtig.

Das Erlebnisbad bleibt vorerst weiter dicht, nachdem vor zwei Wochen Beckenköpfe abbrachen und großflächige Risse festgestellt wurden. Sportbad und Lehrschwimmbecken wie der Wellnessbereich sind weiter geöffnet.

 
 

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