Streit im Tierheim Castrop-Rauxel: Neue Vorwürfe

Neue schwere Attacken gegen Tierheim-Chefin Roswitha Heise: Acht ehemalige Mitarbeiterinnen und ehrenamtliche Helferinnen werfen der Dortmunderin in einem Generalangriff so einiges vor: Unfähigkeit, diktatorisches Verhalten, fehlendes Fachwissen, selbstgerechtes Auftreten und Verlogenheit.

Castrop-rauxel.. In einem knapp zweiseitigen Schreiben heißt es unter anderem wörtlich: "Sie (Roswitha Heise) ist nicht in der Lage, mit Menschen und Tieren umzugehen... Ihr fehlen wichtige Grundkenntnisse und sie ist somit völlig ungeeignet als erste Vereinsvorsitzende. Sie verfügt über keine Führungsqualitäten, ist nicht teamfähig und erst recht nicht kritikfähig."

Heise selbst wies die Angriffe im Gespräch mit unserer Redaktion vehement zurück, sieht sich durch das Schreiben verunglimpft und kündigte die Einschaltung eines Rechtsanwaltes an.

Gleichzeitig bat sie im Hinblick auf den Tag der Offenen Tür am nächsten Sonntag darum, dass sie sich momentan nicht in der Lage sähe, zusammen mit dem Vorstand dieser "Schmähkritik" zu begegnen. "In der nächsten Woche werde ich mich rechtlich beraten lassen, wie ich mit diesem 'Shitstorm' weiter umgehen soll", erklärte sie. Auslöser für den Streit war eine Erbschaft

Der Streit ums Tierheim und seine Chefin war erstmals Mitte April öffentlich geworden, als der seinerzeitige Geschäftsführer Jürgen Wischnewski die Brocken schmiss. Auslösendes Element ist eine Erbschaft über 250000 Euro, über deren Verwendung der Vorstand zerbrochen war.

Heise selbst hatte am 4. Mai beim letzten Tag der offenen Tür erklärt: "Hier herrscht keine Diktatur, sondern es geht demokratisch zu." Eine Mehrheit im Vorstand habe entschieden.

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