Stadt will "Jahrhundertchance" nicht vergeben

Alle wollen sie, doch wie immer stellt sich die Frage: Wer zahlt? Die Landesgartenschau 2020 könnte in die Region kommen, wenn die Finanzen geklärt sind. Nach der Präsentation der Machbarkeitsstudie für das Projekt sind viele Verantwortliche jetzt Feuer und Flamme für die "Laga 2020". Unter ihnen der Castrop-Rauxeler Stadtenwickler.

Castrop-rauxel.. "Es gibt eine positive Grundstimmung bei allen Beteiligten, doch der Knackpunkt sind die Finanzen". Auf diese Formel brachte Stadtentwickler Martin Oldengott am Donnerstag im Gespräch mit unserer Redaktion die Gefühlslage der Verantwortlichen nach der Präsentation der Machbarkeitsstudie zur Landesgartenschau 2020. Wie berichtet, hält die Emschergenossenschaft das interkommunale Projekt zwischen Castrop-Rauxel, Herne, Herten und Recklinghausen entlang der Emscher nach deren Renaturierung für realisierbar.

"Inhaltlich haben wir eine sehr gute Präsentation hingelegt, zeigte Oldengott sich sicher. Er schloss sich der Bewertung des früheren SPD-Wohnungsbauministers Christoph Zöpel an: "Solch eine Chance bekommt die Region nur alle 100 Jahre und deshalb sollten wir sie auch nutzen."

Urlaubssperre verhängt

Er habe sich, so Oldengott, eine Urlaubssperre verhängt, um die einzelnen Projekte auszuarbeiten. Falls Düsseldorf eine 90-prozentige Kostenübernahme zusagt, ansonsten sind es 80 Prozent, sieht sich Oldengott dem Ziel sehr nahe. Da die Emschergenossenschaft fünf Prozent übernehmen wolle, blieben gerade einmal fünf Prozent für vier Städte, verteilt über fünf Jahre. "Das sollte selbst für eine arme Kommune wie Castrop-Rauxel zu stemmen sein", machte Oldengott seine Meinung klar.

Selbst die kühne Vision der Emscherbrücke könne realisiert werden, versicherte Oldengott. "Ich war schon beim Arzt", stellte der Städteplaner unter Anspielung auf ein berühmt-berüchtigtes Bonmot von Altkanzler Helmut Schmidt fest. Der hatte einmal gemeint, wer Visionen habe, der solle zum Arzt gehen.

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