Stadt: Vorschlag für Kita-Standort keine Option

Auf der Suche nach einer Lösung im Henrichenburger Kindergartenstreit ist weiterhin kein Durchbruch in Sicht: Die Stadt sieht den Kompromissvorschlag vom Wortführer der Neubau-Gegner skeptisch. Auch eine Spitze kann sich der Technische Beigeordnete Heiko Dobrindt nicht verkneifen.

Henrichenburg.. Der Technische Beigeordnete (TBG) Heiko Dobrindt beurteilte den Vorschlag von Anwohner Frank Boente, den Kindergartenneubau nach Westen zu verschieben, und den alten Standort als Freigelände zu nutzen, skeptisch. "Mit dem Instrument der Abrundungsnutzung kann man natürlich nicht mitten in die Außenbereichsfläche gehen, sondern muss schon an die vorhandene Bebauung angrenzen", erklärte er und fügte hinzu: "Wenn man das so realisieren würde, wie Frank Boente das möchte, würde man quasi schon einen Rechtsanspruch auf eine Bebauung des Zwischenraumes begründen."

Baumbestände

Unsere beiden Skizzen unten zeigen die Alternativen auf. Während die Planungen eine direkte Anschlussbebauung auf dem alten Friedhofsgelände und dem Außenbereich daneben vorsehen, schlägt Boente einen Neubau auf der jetzigen Zuwegung zum Kindergarten vor sowie nach dessen Abriss die Nutzung des Areals als Außengelände.

Laut Dobrindt kommt erschwerend hinzu, dass dem neuen Standortvorschlag die schöneren Baumbestände zum Opfer fallen würden. Darüber hinaus erspart sich der TBG auch eine Spitze nicht: "Wir sind dort nach wie vor auf der Friedhofsfläche. Insofern stellt sich die Frage, ob Pietät wirklich das Hauptmotiv von Herrn Boente ist." Über den Stand des Satzungsverfahrens will die Stadt nächste Woche informieren.

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