So schaut die Griechische Gemeinde auf ihre Heimat

"Man ist immer der Grieche", sagt Michael Chasanis, Geschäftsführer der Griechischen Gemeinde in Castrop-Rauxel. In den unruhigen Zeiten, die Griechenland derzeit durchlebt, bliebe Kritik nicht aus. Wie er auf die Lage in seinem Heimatland schaut? Wir haben Chasanis im Audio-Interview zu Tsipras, Euro und Co. befragt.

Castrop-rauxel.. Der neue griechische Premier Alexis Tsipras und sein Finanzminister Yanis Varoufakis touren momentan durch Europas Hauptstädte und leisten die eigentlich obligatorischen Antrittsbesuche ab. Im Zuge der Eurokrise ist selbst so ein Ereignis zu einem echten Politikum geworden, dass auch die griechische Gemeinde in Castrop-Rauxel beschäftigt.

Zwar lebt das Gros der Mitglieder seit Jahrzehnte in Castrop-Rauxel und hat mit der Agora eines der Kulturzentren in Castrop-Rauxel aufgebaut. Dennoch bleibt die Stellvertreterkritik nicht aus, wie der Geschäftsführer der griechischen Gemeinde Michael Chasanis im Interview mit den Ruhr Nachrichten bestätigte. "Wir reden dann mit den Menschen, bringen andere Argumente vor und viele überdenken dann auch ihre Positionen", so Chasanis.

Für den Deutsch-Griechen ist dabei von besonderer Bedeutung, die Lage der Menschen nicht außer Acht zu lassen: "Es tut uns weh, wenn wir sehen, was mit Griechenland passiert. Die Bilder im Fernsehen, wenn Menschen bei der griechisch-orthodoxen Diakonie für Essensrationen anstehen oder auch die Jugendarbeitslosigkeit."

Hören Sie hier Michael Chasanis im Audio-Interview

Was würde sich die Gemeinde vom neuen griechischen Premier Alexis Tsipras wünschen?

Wird Ihnen im öffentlichen Diskurs zu viel über Geld und zu wenig über die menschlichen Schicksale in Griechenland gesprochen?

Gibt es Hilfestellungen für Verwandte oder Kommunen in Griechenland?

Wie werden Sie als Bürger mit griechischen Wurzeln angesprochen, wenn es um die Griechenland-Hilfen geht? Werden Sie stellvertretend herangezogen?

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