Rudelgucken in voller Montur

Foto: WAZ FotoPool

Castrop-Rauxel.. Die EM alleine gucken ist doof - drum gibt’s ja das Rudelgucken.

In Castrop-Rauxel haben die Anhänger dieser verbrüdernden Freizeittätigkeit gleich an mehreren Stellen die Gelegenheit, mit Gleichgesinnten der deutschen Nationalmannschaft zwischen dem 8. Juni und dem 1. Juli kräftig die Daumen zu drücken.

Im Brauhaus Rütershoff an der Schillerstraße 33 stehen eine Großbildleinwand und viele Großbildfernseher. Zudem gibt es eine „Aftershow Party“ mit der Gruppe „Seven Cent“ am 9. Juni ab etwa 24 Uhr (VVK 5 Euro, im Brauhaus oder bei CKÜ am Brauhaus Zelt).

Scharf aufs Ball-Schauen sind auch die Agora-Macher. Hier an der Zechenstraße zeigt die Bürgerstiftung Agora bei freiem Eintritt zum dritten Mal nach 2008 und 2010 alle Spiele der deutschen und der griechischen Mannschaft auf einer großen Leinwand. Kulturzentrum-Leiter Thorsten Schnelle. „Nach den guten Erfahrungen der vergangenen Jahre sind wir zuversichtlich, dass alles konfliktfrei verlaufen wird.“

In dieser Woche war bereits die Polizei vor Ort, wurden entsprechende Gespräche zum Thema Sicherheit erfolgreich geführt. Die Vorbereitungen laufen weiterhin auf Hochtouren, die Leinwand steht bereits und ist zum Schutz noch verhüllt. „Selbstverständlich hat ein Probelauf stattgefunden, alles funktioniert bestens. Nun hoffen wir, dass viele kommen.“ Weitere Infos gibt’s auf der neuen Homepage der Bürgerstiftung unter www.buergerstiftung-agora.de.

Eine Riesensause dürfte das Rudelgucken in der Europahalle werden. Hier trafen sich bei gefülltem Biergarten bis zu 3000 Fußballfans und feierten friedlich ihre Mannschaft. So soll es auch diesmal wieder sein, sagt Forum-Geschäftsführer Peter Breuer. „Mittendrin, ganz nah dran und live dabei können die EM-Fans schon in der Vorrunde die Spiele der deutschen Elf mit bester Sicht auf die vier mal fünf Meter hohen und breiten Großbildleinwand sehen.“ Eine Stimmung wie im Stadion ist bei der großen Public-Viewing-Party garantiert. Der Eintritt ist auch hier frei.

Derzeit sind die Forum-Mitarbeiter mittendrin in den Vorbereitungen, bauen auch eine besondere Einlassschleuse. „Die Veranstaltung soll ein Familienfest bleiben, deshalb setzen wir auf große Sicherheitsvorkehrungen.“ Personal wird in und an der Halle die Aufsicht führen, Pyrotechnik mitbringen ist nicht erlaubt. Es wird starke Kontrollen geben, um die Sicherheit zu gewährleisten. Breuer: „Wir wollen schließlich die Spiele zu Ende gucken und greifen entsprechend hart durch.“

Den Starttag am 9. Juni (Einlass: 18.30 Uhr) begleitet übrigens die Band „S geht“. Die Musiker haben im Frühjahr in der Europahalle ein Video zur EM gedreht und wollen mit ihrem Song „Schwarz-Rot-Gold - das sind unsere Farben, zusammen bis ans Ziel, wir sind der zwölfte Mann“ die Fans in Jubelstimmung versetzen.

Eine Schüppe drauf legt Tarik Sealiti, Geschäftsführer des Riad auf der Wartburginsel, beim Rudelgucken im hauseigenen Biergarten. „Wir setzen nicht mehr auf Projektionstechnik wie zur WM 2010, bei der die Mittagsspiele bei starkem Sonnenlicht nicht optimal sichtbar waren.“ Diesmal sorgen hochauflösende LED Großbildschirmmodule für eine Bildschirmgröße von zwölf Quadratmeter. An den spielfreien Tagen werden zudem Filme im Rahmen von Kinonächten gezeigt.

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