Momente der Aids-Gala in Castrop-Rauxel

Die Europahalle in Castrop-Rauxel ausverkauft, die Internet- und Fernseh-Bekanntheiten auf der Bühne - und das ohne Gage und für einen guten Zweck: Wir haben die Momente der 17. Aids-Gala "Tanz unterm Regenbogen" festgehalten.

Castrop-Rauxel.. Nico Schwanz, der Frauenschwarm, als Moderator. Jörg Schlösser, bekannter als Jörg Dussa, als Chef und Organisator. Willi Herren, Olaf Henning, Benjamin Boyce, Mo Familia: Sie alle gehören nicht zur ersten Reihe der Promis, aber sie sind bekannt aus dem Fernsehen, aus Casting-Shows oder dem Internet - oder in der Homosexuellen-Szene. Kleine Stars, die Jörg Schlösser nach Castrop-Rauxel holte. "Alle großen Hotels der Stadt sind ausverkauft", sagte er im Interview hinter der Bühne gegenüber unserer Redaktion.

Unschlagbar bei der Gala war ganz sicher Olaf Henning. Er kam just von einem Auftritt in Velbert, stand etwa 30 Minuten auf der Bühne, sang seine Pop-Schlager von "Cowboy und Indianer", "Ich bin nicht mehr dein Clown", "Ibiza" und ein paar weitere.

Vor der Bühne tanzten in dieser Nacht nie so viele wie bei Henning, der nach dem Auftritt noch Backstage ein Interview für unsere Redaktion gab und dann weiter musste: Sein Fahrer fuhr am Bühneneingang vor und brauchte ihn zum nächsten Gig an diesem Abend nach Bocholt. "Dann bin ich ja aber fast schon zu Hause", sagte Henning.

Einer der größten Star-Gäste war sicher Benjamin Boyce, der Mann mit dem engen Anzug mit silber glitzerndem BB auf dem Rücken und der Aufschrift "Since 1992": So lange steht der inzwischen 48-jährige Engländer schon auf der Bühne.

"Caught in the Act"-Star zu Gast

Seine zweifellos erfolgreichste Zeit hatte er als einer von Vieren Mitte der 1990er-Jahre in der Boygroup "Caught in the Act". Die Gruppe löste sich 1998 auf und tourt seit 2015 wieder nach einer "Reunion" - aber ohne Boyce. Der kam darum auch allein nach Castrop-Rauxel.

Aber dass ihm Mädchenherzen zufliegen, ist auch heute noch so. Und dass er bis heute jung geblieben ist, bewies er. Er sang als Zugabe "Angel" von Robbie Williams, hielt sich sonst aber an die Songs, die er aus der "CITA"-Vergangenheit in- und auswendig kennt. "Love is everywhere" und die anderen Pop-Schnulzen können bis heute auch noch viele mitsingen.

Die größte Formation des Abends bildeten die "Terrortucken". Sie zeigten sich auch am Kreativsten und warfen sich zu fast jedem Stück auf der Bühne in andere Kostüme. Jörg Schlösser, der Macher der Aids-Gala, ist Chef der Gruppe und ihr Frontmann.

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