Mit Musik und Aktionen ein Zeichen gegen Drogen und Gewalt setzen

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Castrop-Rauxel.. Ein kleines Jubiläum gab es in der Europahalle zu feiern. Bereits zum 15. Mal fand dort die traditionelle Say-No Party zum Abschluss der Suchtpräventionswochen statt und war, wie schon in den Jahren zuvor, wieder ein großer Erfolg.

„Die Suchtpräventionswochen waren in diesem Jahr schon Ende März zu Ende und normalerweise versuchen wir dann, die Say No Party als Highlight möglichst zeitnah folgen zu lassen, diesmal eben ungefähr zwei Monate später“, erzählt Doris Spangenberg, Verantwortliche für den Kinder- und Jugendschutz in Castrop-Rauxel. Mit neuen Mitveranstaltern und spannenden Diskussionen und Auftritten will das Team Jugendarbeit die jugendlichen Besucher anregen, sich Gedanken zum Thema Sucht- und Gewaltprävention zu machen. „Say No steht nicht nur für Suchtprävention, der Slogan lautet ‚Sag nein zu Drogen und Gewalt‘ und auch auf diesen Aspekt wollen wir hinweisen. Mit Diskussionen zu Cybermobbing wollen wir außerdem auch auf neue Aspekte der Gewaltanwendung eingehen“, so Doris Spangenberg.

Neue Mitveranstalter sind in diesem Jahr zum Beispiel Ilyo-Do Karate und Donum Vitae, die Schwangerschafts- und Konfliktberatung der Caritas. Außerdem sind die Jugendeinrichtung „Meeting Point“ aus Dorf Rauxel und die Verbraucherberatung, sowie natürlich das Team Jugendarbeit, das KiJuPa, das Gesundheitsamt Recklinghausen und viele andere mit Informations- und Spieleständen vertreten. Auf der großen Bühne finden währenddessen auch Spiele und sogar ein besonderes Highlight statt: „Wir haben es geschafft, einen Live-Chat mit dem Künstler Zakk d‘Lanté aus Auckland in Neuseeland herzustellen, der von unserer Party gehört hat und gerne mitwirken wollte.“

Die Besucher jedenfalls scheinen überzeugt von dem Konzept „Nein zu Drogen und Gewalt“ und probieren sich fleißig an den Ständen und bei den Spielen in Wissen und Geschicklichkeit. Juliane Nowotny, die mit ihrer Freundin Loreen Richert die Promille-Brille des Teams Jugendarbeit ausprobiert hat, ist immer noch ganz schwindelig. „Es war total schwierig, mit der Brille die Teile in das Puzzle zu bekommen, weil man alles doppelt gesehen hat“, erinnert sich Loreen, und Juliane meint „Es war schon lustig, aber auch total komisch.“ Die beiden sind zum ersten Mal da, aber wollen auf jeden Fall wieder kommen. Am meisten freuen sie sich aber auf die Musik, sagen die Mädchen. Auch Lucas Jakobi und Mirko Werner haben sich an der Brille versucht und waren erstaunt, wie schwierig einfache Handlungen wie das Lösen eines Puzzles damit sind. „Ich war schon mal hier und finde es sehr wichtig, dass es solche Veranstaltungen gibt, damit auf Drogen und Gewaltprobleme hingewiesen wird“, findet Lukas, und Mirko stimmt zu: „Ich bin zwar das erste Mal da, aber finde es auch total interessant, und ich werde auch auf jeden Fall noch mal wiederkommen.“ Das Jugendrotkreuz (JRK) hatte sich eine besondere Show zur Zivilcourage ausgedacht. „Wir haben eine Schlägerei inszeniert, bei der ich das Opfer war und am Ende weinend auf dem Boden lag, um zu sehen, wer stehen bleibt und hilft“, erklärt Niklas Will. „Leider haben wir festgestellt, dass die meisten höchstens gucken, entweder, weil sie wissen, dass es inszeniert ist, oder weil sie nicht wissen, was zu tun ist.“

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