Missbrauch: Castrop-Rauxeler droht lange Haftstrafe

Im Missbrauchsprozess droht einem 23-jährigen Mann aus Castrop-Rauxel eine lange Gefängnisstrafe. Die Richter wollen ihre Entscheidung am 9. Dezember verkünden. Der Angeklagte räumte im Prozess ein, einen elfjährigen Jungen in einem Wald missbraucht zu haben. Zudem gab es Kontakt zu weiteren Jungen.

Castrop-Rauxel/dortmund.. Im Missbrauchsprozess vor dem Dortmunder Landgericht droht einem 23-jährigen Mann aus Castrop-Rauxel eine lange Gefängnisstrafe. Staatsanwältin Heike Sudhaus-Coenen hat am Montag beantragt, den Angeklagten zu insgesamt drei Jahren und acht Monaten Haft zu verurteilen. Die Entscheidung der Richter soll am 9. Dezember verkündet werden.

Der Angeklagte hat im Prozess eingeräumt, einen elfjährigen Jungen in einem Wald sexuell missbraucht zu haben. Danach habe es außerdem Kontakte zu zwei 16-jährigen Jugendlichen gegeben. Mindestens einen von diesen soll der Angeklagte für die sexuellen Handlungen sogar bezahlt haben.

Angeklagter hat Problem wohl "noch nicht begriffen"

Das Geständnis rechnet die Staatsanwältin dem Angeklagten hoch an. Heike Sudhaus-Coenen sagte aber auch: "Er hat offenbar immer noch nicht begriffen, was für ein schwerwiegendes Problem er hat." In der Verhandlung hatte der 23-Jährige nämlich immer wieder abgestritten, dass er sich zu kleinen Jungen hingezogen fühlt. Richter Ulf Pennig sagte dazu am Montag allerdings klipp und klar: "Sie müssen sich das eingestehen. Sie stehen auf männliche kleine Kinder. Punkt."

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