Horror-Unfall von der Victorstraße - Anklage gegen den Fahrer erhoben

An dieser Verkehrsinsel kam eine 13-Jährige an der Victorstraße in Castrop-Rauxel ums Leben. Foto: Karl Gatzmanga / WAZ FotoPool
An dieser Verkehrsinsel kam eine 13-Jährige an der Victorstraße in Castrop-Rauxel ums Leben. Foto: Karl Gatzmanga / WAZ FotoPool
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Der tödliche Unfall auf der Victorstraße in Castrop-Rauxel bekommt ein gerichtliches Nachspiel. Die Staatsanwaltschaft Dortmund hat Anklage wegen fahrlässiger Tötung gegen den Pkw-Fahrer erhoben, in dessen Auto eine 13-Jährige verstarb.

Castrop-Rauxel.. Der schlimme Unfall, der sich Ende November vergangenen Jahres auf der Victorstraße ereignet hat, kommt vors Gericht. Die Staatsanwaltschaft Dortmund erhebt Anklage gegen den damals 18-jährigen Autofahrer, in dessen Pkw eine 13-Jährige ums Leben kam. Der Vorwurf lautet: fahrlässige Tötung im Straßenverkehr.

An einem Freitagabend im November war der Castrop-Rauxeler zusammen mit der Schülerin in seinem Auto auf der Victorstraße unterwegs. Auf gerader Strecke kam der 18-Jährige von der Fahrbahn ab. Sein Auto geriet auf eine Verkehrsinsel und prallte dort gegen einen Baum. Das Fahrzeug ging kurzerhand in Flammen auf, der junge Mann konnte schwerverletzt gerettet werden. Doch für das Mädchen kam jede Hilfe zu spät. Sie verbrannte im Auto bis zur Unkenntlichkeit.

Ursache für den Fahrfehler noch unklar

Die genauen Gründe für den Unfallhergang liegen weiterhin im Dunkeln. Fest steht aber, dass sich der junge Mann weder unter Alkoholeinfluss hinters Steuer gesetzt hatte, noch dass er mit zu hoher Geschwindigkeit die Victorstraße befuhr. „Weitere äußere Einflüsse hat es nicht gegeben“, sagt Oberstaatsanwältin Ina Holznagel. Ein in Auftrag gegebenes Gutachten kommt zu dem Schluss, dass ein Fahrfehler des Fahranfängers die Ursache für den schlimmen Unfall gewesen ist.

Wegen des Fahrfehlers wurde nun Anklage gegen den jungen Castrop-Rauxeler erhoben. Noch in diesen Sommermonaten soll es in Castrop-Rauxel zur Verhandlung kommen. Der 18-Jährige muss sich vor dem Jugendrichter verantworten. Wird dem Castrop-Rauxeler fahrlässiges Verhalten nachgewiesen, drohen ihm eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren und eine Geldstrafe.

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