Garten-Kultur in Habinghorst

Katharina Kalhoff
Hier soll der Bürgergarten entstehen.
Hier soll der Bürgergarten entstehen.
Foto: WAZ FotoPool
Stadt und Trägerkreis informierten jetzt über den „Internationalen Bürgergarten“ im Projekt „Soziale Stadt Habinghorst

Castrop-Rauxel. Jardin internationale, international garden, ciardino internazionale oder auch internationaler Garten -- ganz gleich in welcher Sprache, die Botschaft in Habinghorst ist klar: Ein Garten für alle im Stadtteil lebende Kulturen und Nationen soll her.

Stadt und Trägerkreis informierten jetzt über den „Internationalen Bürgergarten“ im Projekt „Soziale Stadt Habinghorst“. Eine Leitidee für das Projekt ist das gemeinschaftliche Bewirtschaften von Parzellen und dabei eine Kontaktförderung zwischen verschiedenen Kulturen. Unterstützt wird das Projekt vom Trägerkreis, bestehend aus dem Bezirksverband Castrop- Rauxel/ Waltrop der Kleingärtner e.V., dem Bosnisch Islamischen Kulturzentrum e.V., der DITIB- Türkisch Islamischen Gemeinde zu Castrop- Rauxel Ayasofya Moschee e.V. und dem Kleingärtner- Verein Castrop- Rauxel Nord e.V.

Stadt und Trägerkreis luden nun zu einer Besichtigung des Projektgeländes für den Garten nördlich der Römerstraße ein. „Das zukünftige Areal wird sich über eine etwa 1350 Quadratmeter große grüne Fläche erstrecken“, informierte Bernhard Lammers von der Stadtentwicklung.

Nach der Außenbesichtigung ging die Veranstaltung mit der Vorstellung des Miniatur-Modells als Grundlage für den „Internationalen Bürgergarten“ noch eine gute Stunde im „Haus der Begegnung“ an der Lange Straße weiter.

Neben Informationen bei Kaffee und Kuchen gab es ein buntes Rahmenprogramm mit einem Clown und mit Live-Musik. „Insgesamt sind gut 14 Parzellen geplant. Wie man sieht, sind auf der Gemeinschaftsfläche ein Gemeinschaftshaus, ein Geräte- und auch ein Gewächshaus vorgesehen“, erklärte Ilka Nagorny vom Stadtteilbüro. Eine dreizählige Birkengruppe auf dem Gelände solle erhalten bleiben. Natürlich werde die Anlage auch mit Anschlüssen für Strom und Wasser versorgt.

Die Vision ist, dass Menschen mit und ohne Migrationshintergrund im fertigen Bürgergarten beim Beackern der Parzellen über die gemeinsame natürliche Umgebung ins Gespräch kommen. Des Weiteren soll so die Möglichkeit einer neuen Gemeinschaft in Habinghorst gefördert werden.

In einer kurzen Ansprache begrüßte Bürgermeister Johannes Beisenherz Idee und Konzept des „Internationalen Bürgergartens“. Bernhard Lammers erklärte: „Ziel des Projekts ist natürlich die Stärkung des nachbarschaftlichen Zusammenlebens. Außerdem werden die Angebote im Freizeitbereich in Habinghorst, mit diesem Projekt aufgewertet. Vor diesem Hintergrund ist letztendlich auch die Idee entstanden“.

Während der Veranstaltung konnten sich Interessenten für Parzellen auf einer Liste eintragen lassen. In den kommenden Wochen laufen die Planungen weiter.

Das nächste Treffen mit den zukünftigen Gärtnerinnen und Gärtnern findet dann am Freitag, den 23. September 2011, um 17 Uhr au dem Gelände des „Internationalen Bürgergartens“ in Habinghorst statt.