Freiburger Zeitung lästert über Castrop-Rauxel

Castrop-Rauxel musste jetzt wieder einmal für einen mehr als dümmlichen Vergleich herhalten. Diesmal nahm sich ein Autor für die in Freiburg erscheinende "Badische Zeitung" im Zusammenhang mit dem Heike-Makatsch-Tatort unserer Stadt an. Was das Ganze mit Oralsex - neudeutsch: Blow Job - zu tun hat, erklären wir hier.

Castrop-Rauxel. Es ging um den Tatort, der am Ostermontag im Ersten zu sehen war. Über diese Ausgabe mit Heike Makatsch in der Hauptrolle kann man sicherlich mehr als geteilter Meinung sein. Das belegten nicht nur manche Kritiker, sondern auch viele mehr oder minder hämische Kommentare in sozialen Netzwerken wie Twitter oder Facebook.

Mit der Außendarstellung nicht zufrieden

Es ist auch nicht ganz neu, dass Tatort-Städte nicht immer ganz glücklich mit der Außendarstellung ihrer jeweiligen Stadt durch die diversen Tatort-Folgen sind. Zu düster werden da Städte gezeigt, mit zu vielen schmuddeligen Ecken und Menschen, die irgendwie durchgeknallt oder böse sind. Stadtmarketing-Fachleute winden sich dann gern in echten Qualen.

"Das war auf keinen Fall Alemannisch": Die Kritik am Dialekt im Freiburg-Tatort ist nicht nur in den sozialen Netzwerken gewaltig. Am SWR perlt das ab wie an einer Teflonpfanne.

Posted by Badische Zeitung on Mittwoch, 30. März 2016

So jetzt also auch in Freiburg. Die "Badische Zeitung" ließ dazu jetzt Matthias Deutschmann, einen 57-jährigen Kabarettisten, auf den ausstrahlenden SWR eindreschen (zum Artikel geht es hier).

Wenig schmeichelnder Vergleich

Dabei zog er einen aus Castrop-Rauxeler Sicht wenig schmeichelnden Vergleich heran. In einer nicht ganz unwichtigen Szene des Tatorts kommt es zu, sagen wir einmal "sexuellen Handlungen mit dem Mund" im Arbeitsamts-Büro. Das nimmt Deutschmann zum Anlass für folgende Passage:

"Ein Arbeitsamt, das zum Blowjob-Center mutiert, bringt keinen gesteigerten Fremdenverkehr und gehört - rein assoziativ gedacht - auch eher nach Castrop-Rauxel. Es wäre verfehlt, vom SWR eine besondere Empathie für Südbaden und seine Hauptstadt zu erwarten?"

Wie viel Empathie kann man erwarten?

Es wäre sicherlich auch verfehlt, von diesem badischen Autoren eine gewisse Empathie für eine gewisse Ruhrgebiets-Stadt zu erwarten.

Hier eine User-Reaktion auf der Facebook-Seite der Badischen Zeitung:

Liebe Landeier, bzw. Landeischreiberling Matthias Deutschmann, wenn Dir bei Blowjob deine ländlichen Fantasien anfangen...

Posted by Guido Baumann on Samstag, 2. April 2016

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