Doch hinter ,Büchter’ ist jetzt ein Radweg in Sicht

Foto: WAZ FotoPool

Castrop-Rauxel..  Ein fehlendes Stück Radweg, vielleicht 500 Meter lang, ärgert Rudolf Bagus schon seit ganz langer Zeit. Die Tatsache, dass die Verkehrsexperten der Stadtverwaltung sich Anfang kommender Woche in die Sättel ihrer Drahtesel schwingen, um das Radwegenetz in Castrop-Rauxel zu überprüfen, hat ihn jetzt aktuell wieder daran erinnert.

„Bürgerradwege“

„Aber“, bedauert der Anwohner der Lindenstraße in Merklinde, „die werden wohl nicht bis nach Bochum radeln.“ Sein Problem liegt nämlich da, wo die Gerther Straße das Stadtgebiet verlässt und zum Bövinghauser Hellweg wird. „Da fehlen auf einmal auf einem ganzen Stück Rad- und Gehweg“, so Bagus. Für ihn ein extrem ärgerlicher Zustand, weil dort viele Radler unterwegs sind. Aber eben auch viel Autoverkehr herrscht, was schon mal zu brenzligen Situationen führen kann, wir Rudolf Bagus meint. Dunkel kann er sich daran erinnern, dass von den Kommunen Castrop-Rauxel und Bochum einmal angedacht war, die parallel zur Straße verlaufene alte Bahntrasse zum Rad- und Gehweg umzubauen. „Aber davon hat man leider nie wieder was gehört“, bedauert er. Dass an dieser Stelle ein Radweg dringend gebaucht wird, davon ist Rudolf Bagus jedoch nach wie vor fest überzeugt.

Bei Stadtentwickler Martin Oldengott rennt er mit diesem Wunsch auch offene Türen ein. „Die Verhandlungen über den Radweg waren schon bis zur Unterschriftsreife gediehen“, erinnert er sich. „Doch dann haben wir wegen des Brückenbauwerks über die Bockenfelder Straße gezögert.“ Die Kosten seien einfach viel zu hoch gewesen.

Noch abschreckender wären sie wohl für die Sanierung der Lothringen-Zechenbahn. „Es gibt in den Verträgen mit der RAG uralte Klauseln, dass nach Einstellung des Zugbetriebs der Gleiskörper zurückgebaut werden muss“, ruft Martin Oldengott in Erinnerung. „Das Risiko, für die Kriegseinwirkungen im Boden aufkommen zu müssen, tragen wir aber nicht mit.“

Und zur Verlängerung des Radwegs Richtung Gerthe sagt Oldengott: „Der Landesbetrieb Straßen NRW und die Stadt Bochum sehen die Notwendigkeit. Wir haben für sie schon eine Kostenermittlung gemacht. Die Stadt Bochum verhandelt jetzt mit dem Land über Zuschüsse im Rahmen des ,Bürgerradwege-Programms’.“

 
 

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