Die nächste Hürde scheint genommen

Foto: WAZ FotoPool

Castrop-Rauxel.. Der 12. März ist der Stichtag für die Freunde, Liebhaber und Anhänger des „CAS“-Kennzeichens. Dann entscheidet die Politik auf der Kreistagssitzung in Recklinghausen endgültig, ob die Städte Castrop-Rauxel und Gladbeck auf die Rückkehr ihrer alten Kfz-Kennzeichen „CAS“ und „GLA“ hoffen dürfen.

Die Anzeichen jedenfalls, dass es für ein grünes Signal am 12. März mehr als ausreichen wird, sind stark. Wie aus dem Ältestenrat des Kreistags, der an diesem Montag tagte, zu hören ist, wird die Kennzeichenliberalisierung wohl durchgewunken. Zwar zeigten einige Politiker in der Vorbesprechung ihre Solidarität mit dem Kreis Recklinghausen und damit zum „RE“-Kennzeichen. Doch nicht zu unterschätzen ist eben auch der bei diesem Thema schwer entflammte Lokalpatriotismus.

Immerhin hatten sich bei einer Umfrage von Professor Dr. Ralf Bochert von der Fachhochschule Heilbronn, die das Projekt bundesweit wissenschaftlich begleitete und in 144 deutschen Städten über 30 000 Bürger befragt hat, in Castrop-Rauxel über 90 Prozent der Bürger für das „CAS“-Kennzeichen ausgesprochen. Eine überwältigende Zahl, wie auch die heimische Politik fand, die in der Ratssitzung denn auch einen entsprechenden Beschluss fasste. Bei vier Gegenstimmen und zwei Enthaltungen nahm der Rat anschließend Fahrt auf in Richtung „CAS“.

Zudem richteten 19 Städte, darunter auch Castrop-Rauxel, im Dezember 2011 eine Resolution an den NRW-Verkehrsminister Harry Voigtsberger. In der Resolution sprechen die Städte von einer „Wiederentdeckung eines neuen Heimatgefühls. So steht das Umfrageergebnis auch für das bedeutende Bedürfnis der Bürgerinnen und Bürger nach Identifikation mit der eigenen Stadt.“ Kfz-Kennzeichen stünden „als Symbol für die Marke einer Stadt.“ Die Städte sehen darüber hinaus positive Aspekte für das Stadt- und Standortmarketing. Dabei stelle „das zusätzliche Angebot die Gebietsreform nicht in Frage“, schreiben die Städte unisono. Ein „Beleidigtsein“ des Kreises Recklinghausen soll also damit ausgeschlossen werden.

Mit einem positiven Beschluss auf der Kreistagssitzung ist allerdings noch keine endgültige Regelung zu erwarten. Es handelt sich halt um ein weiteres, aber eben auch wichtiges Steinchen, das aus dem Weg geräumt werden muss. Bis der Bürger des Kreises Recklinghausen dann die Wahlmöglichkeit hat, sich zwischen den drei Kennzeichen „CAS“, „RE“ oder „GLA“ zu entscheiden sind noch viele Verfahrensschritte nötig. Von einer Umsetzung über Nacht kann also keine Rede sein, so Kreissprecher Jochem Manz.

So wird das Votum des Kreistags ans Landesverkehrsministerium übermittelt, das bis zum 1. April eine entsprechende Rückmeldung will. Vom Land geht's dann weiter an den Bund und der holt die Kfz-Zulassungsverordnung auf den Tisch. Die muss entsprechend geändert, vom Bundesrat abgesegnet werden, bevor es bei uns zur Umsetzung kommt. Doch auf den Sankt Nimmerleinstag muss wohl niemand mehr warten. So gibt es starke Hinweise, dass es mit dem „CAS“-Kennzeichen noch in diesem Jahr klappen könnte.

 
 

EURE FAVORITEN