CDU und FWI machen mobil gegen Altstadt-Radler

Radfahrer in der Castroper Altstadt - das bleibt ein Aufreger-Thema: Nachdem Ampel-Koalition und Stadtrat die Fußgängerzone testweise für Radler freigegeben haben, formierte sich am Samstag erneut der Widerstand. Doch auch die Befürworter zeigten sich am Ort des Geschehens.

Castrop.. Seit Donnerstagabend gilt die neue Regelung, als Erprobungsphase ist die Fußgängerzone erst einmal für ein halbes Jahr beschlossen. CDU und FWI sind strikt dagegen. Am Reiterbrunnen sammelten sie am Samstag binnen kurzer Zeit 300 Unterschriften gegen die Regelung.

Ihr Argument: Die neue Regelung gefährde vor allem Kinder und langsamere Bürger, etwa Rollatorfahrer. "Alle maßgeblichen Fachleute haben sich dagegen ausgesprochen", sagt Julius Rümenapp und bezieht sich auf Aussagen der Polizei und des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs.

Erste Beobachtungen und Erfahrungen

Die Befürworter - die Grünen - hatten indes Stellung am Lambertus-Platz bezogen, um das Gespräch mit Bürgern zu suchen und erste Erfahrungen mit der neuen Regelung zu machen. Nahezu 90 Prozent der Radfahrer, die an diesem Morgen in der Altstadt unterwegs waren, hätten ihr Rad geschoben, so die Einschätzung von Grünen-Fraktionschef Bert Wagener: "Entweder, weil sie es noch nicht wussten oder tatsächlich aus Rücksichtnahme."

Sylvia Wald, ebenfalls von den Grünen, machte Beobachtungen, die darauf schließen lassen, dass die neue Regelung noch nicht umfassend bekannt ist: "Radfahrer, die Schritt-Tempo fuhren, mussten sich von Fußgängern beschimpfen lassen. Soviel zum Thema Toleranz."

Wagener ist weiterhin überzeugt von der Testphase: "Man kann nicht immer alles regulieren, wir sollten erst Erfahrungen mit der neuen Regelung sammeln, bevor wir uns ein Urteil bilden."

An den kommenden drei Samstagen werden CDU und FWI am Reiterbrunnen weiter Unterschriften sammeln, darüber hinaus auch beim Maibaumfest am 1. Mai auf dem Neuroder Platz auf Schwerin und beim Mai-Empfang der CDU am 9. Mai in der Agora in Ickern.

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