Ausdauer und Mannschaftsgeist

Die CDU Castrop-Rauxel lud zum Neujahrsempfang. Mitglieder des Fördervereins des FC Frohlinde erhielten von Laudator Michael Breilmann den Förderpreis der CDU. Foto: Thomas Goedde / WAZ FotoPool
Die CDU Castrop-Rauxel lud zum Neujahrsempfang. Mitglieder des Fördervereins des FC Frohlinde erhielten von Laudator Michael Breilmann den Förderpreis der CDU. Foto: Thomas Goedde / WAZ FotoPool
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Castrop-Rauxel. An die Mitglieder des Fördervereins des FC Frohlinde ging der diesjährige Förderpreis der CDU.

Mit dem neuen Chef der nordrhein-westfälischen CDU, Norbert Röttgen, wird die Partei nach der verlorenen Wahl im vergangenen Jahr möglicherweise wieder in ruhigeres Fahrwasser gelangen. Derart zuversichtlich äußerte sich jedenfalls Marlies Graeber, stellvertretende Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes Castrop-Rauxel: Mit dem Umweltminister könne die Partei mit neuem Mut und neuer Kraft ins Jahr 2011 starten. Doch auch wenn sich die Wogen auf Landesebene zu glätten scheinen, so schlägt auf Bundesebene derzeit doch eine Diskussion hohe Wellen: die Ereignisse auf der „Gorch Fock“ und das Handeln des Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU).

In einem solch großen Laden wie der Marine könne keiner für alle die Hand ins Feuer legen, auch nicht für den Kommandanten des Segelschulschiffes, betonte der heimische Bundestagsabgeordnete Philipp Mißfelder. Der Christdemokrat besuchte am Samstag den 19. Neujahrsempfang des CDU-Stadtverbandes Castrop-Rauxel. Vor etwa 200 geladenen Gästen, darunter auch Bürgermeister Johannes Beisenherz, sprach Mißfelder über die viel diskutierten Bundeswehr-Affären.

Eines deutlich erfreulicheren Themas nahm sich anschließend der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Michael Breilmann an: Fußball. Breilmann überreichte dem Förderverein des FC Frohlinde den von seiner Partei initiierten Förderpreis für ehrenamtliches Engagement. In Zeiten klammer Kassen sei durch das blauweiße Team etwas in Gang gekommen, was es so in der Stadt noch nie gegeben habe, würdigte Breilmann Ausdauer und Mannschaftsgeist der Frohlinder. In einer vorbildlichen Aktion hatte der Förderverein des Fußballclubs insgesamt 171 000 Euro Spendengelder akquiriert, um sich aus eigener Kraft den Traum vom Kunstrasenplatz zu erfüllen. „Bei geringen städtischen Mittel ist es wichtig, dass Bürger so zusammenstehen“, lobte Michael Breilmann.

„Wir sind gerührt und geehrt, dass wir diesen Preis in Empfang nehmen dürfen“, bedankten sich die Mitglieder des Fördervereins. Erfreulich wäre es, so wünschen sie es sich, wenn ihr Modell möglicherweise ein Vorbild für andere wäre.

Über Solidarität sprach auch der Festredner beim Neujahrsempfang, Mike Mohring, Vorsitzende der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag. Dank dieses Füreinandereinstehens habe der Aufbau Ost überhaupt erst gelingen können. Dafür sei er überaus dankbar, doch Mohring betonte zugleich: „Solidarität kann nie eine Einbahnstraße sein.“

Die Zuhörer bekundeten ihre Zustimmung mit spontanem Applaus, ebenso bei Mohrings Ausführungen hinsichtlich einer guten Schulpolitik. Der Thüringer sprach sich für einen „zukunftsfähigen Bildungsföderalismus“ aus. „In allen Bundesländern muss es vergleichbare Standards geben, eine Vergleichbarkeit der Abschlüsse“, so Mohring und argumentierte gegen die Gemeinschaftsschulen. „Wir müssen verhindern, dass durch solche Experimente Schüler-Biografien zerstört werden.“ Zudem müsse die Politik Maß halten bei Reformen, die die Lehreinrichtungen betreffen, ständige Änderungen nämlich seien für die Jüngsten nicht gut.

 
 

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