Aus für Sekundarschule am Standort Ickern?

Der Sekundarschulteilstandort Ickern steht offenbar vor dem Aus. Nach Informationen unserer Redaktion ist die für eine Weiterführung als Dependance erforderliche Zweizügigkeit an der Uferstraße deutlich unterschritten worden.

Castrop-rauxel. Die Stadt verweigerte am Freitag dazu auf Nachfrage unserer Redaktion konkrete Zahlenangaben.

Insgesamt waren bis zum Anmeldeschluss Freitagmittag 94 Viertklässler für die Sekundarschule angemeldet worden, 50 weniger als im vergangenen Jahr. Nach Informationen unserer Redaktion sollen es in Ickern knapp 30 sein. Damit wäre die Zweizügigkeit, Voraussetzung für die Fortsetzung der Nebenstelle, weit verfehlt.

Nach Angaben der Verwaltung sollen aber noch 40 Anmeldungen ungeklärt sein. Allerdings sind jetzt schon mit 610 Kindern drei mehr angemeldet als die 607, die die Stadt noch vor wenigen Wochen als Schulwechsler genannt hatte. Eine Aufklärung über diese signifikante Differenz war am Freitag nicht mehr zu erhalten.

Hintergrund

Nach längerem politischen und juristischen Streit hatte die Schulaufsicht in Münster im vergangenen Jahr erlassen, dass über die Zukunft der Sekundarschuldependance Nord mit den Anmeldezahlen dieses Jahres befunden werde.

Lägen sie über 75, werde eine eigene dreizügige Sekundarschule Nord gegründet, lägen sie im zweizügigen Bereich, also mindestens bei 50 Schülern, bleibe die Dependance bestehen, lägen sie darunter, werde die Dependance aufgelöst.

Letzteres Szenario, das von Schuldezernentin Petra Glöß noch vor zwei Wochen ausgeschlossen wurde, ist jetzt offenbar eingetreten: "Die weitere Beschulung am Standort Uferstraße ist sicher", hatte sie sich in einer Reaktion auf unsere Berichterstattung sicher gezeigt.

Gewinner:Fridtjof-Nansen-Realschule

Gewinner des Anmeldeverfahrens ist die Fridtjof-Nansen-Realschule. Anderthalb Jahre nach ihrer Rettung durch einen Bürgerentscheid kann sie mit 144 Kindern auf die höchste Anmeldezahl bei den weiterführenden Schulen verweisen.

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