Zahl der Erstwohnsitze in Bottrop nimmt zu

Neubaugebiet in Bottrop - je mehr Einwohner, um so mehr Steuergelder überweist das Land.
Neubaugebiet in Bottrop - je mehr Einwohner, um so mehr Steuergelder überweist das Land.
Foto: www.blossey.eu
Die Einnahmen aus der neuen Zweitwohnungssteuer fallen gering aus. Doch das Land überweist mehr Steuergelder für die leicht gestiegene Einwohnerzahl.

Bottrop.. Die Einführung der Zweitwohnungs- und Bettensteuer hat für ein Plus von rund 25 000 Euro in der Stadtkasse gesorgt. „Das ist weniger als wir gehofft haben“, räumte Kämmerer Willi Loeven auf eine Anfrage der ÖDP hin ein.

Allerdings hatte die Einführung der Steuer einen positiven Nebeneffekt, berichtet der Kämmerer: Es haben nämlich rund 60 Bürgerinnen und Bürger mehr ihren Erstwohnsitz in Bottrop angemeldet.

Die erwarteten zusätzlichen Steuererträge seien mit einem Betrag von rund 38 300 Euro hinter den geplanten Erträgen von 165 000 Euro zurückgeblieben, teilte die Stadtverwaltung dem Stadtrat jetzt mit.

Erträge durch Personalkosten aufgezehrt

Die Erträge werden teilweise aber durch höhere Personalkosten wieder aufgezehrt. Denn die Stadtverwaltung hatte zur Bearbeitung der Zweitwohnungssteuer eine halbe Stelle zusätzlich eingerichtet. Durch die neue Steuer sei für das Jahr 2014 „nur ein Haushaltseffekt in einer Größenordnung von rund 25 300 Euro nachweisbar“, berichtet die Stadtverwaltung. Etwas höhere Steuereinnahmen erzielt die Stadt allerdings auch dadurch, dass wegen der Einführung der Zweitwohnungssteuer nun mehr Bürger ihren Erstwohnsitz in Bottrop angemeldet haben. Dass dies rund 60 Bürger getan haben, schließt Kämmerer Loeven aus der zeitlichen Nähe der Ummeldung zur Fälligkeit der Steuerzahlung.

Wegen der leicht erhöhten Bevölkerungszahl wird das Land der Stadt zukünftig mehr Steuergelder zuweisen. Allerdings wird sich dieser positive Nebeneffekt erst ab 2016 auswirken und der Stadt dann ein zusätzliches Plus von rund 32 000 Euro einbringen.

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