„Wow, mir gehört ‘en Stück Bottrop“

Der Stoff, der „Bottrop“ heißt, gehalten von den Redakteuren Nina Stratmann und Ludger BöhneFoto:Winfried Labus
Der Stoff, der „Bottrop“ heißt, gehalten von den Redakteuren Nina Stratmann und Ludger BöhneFoto:Winfried Labus
Foto: Winfried Labus/WAZ-FotoPool
Große Resonanz auf den Kreativ-Wettbewerb von WAZ und Swafing. Jetzt stehen die Gewinner des Stoffes fest. Zwei Gruppen wollen originelle Handarbeiten für den guten Zweck nähen. Davon sollen das Matthiashaus und die Suppenküche Kolüsch profitieren.

Bottrop. Es gibt einen Stoff, der Bottrop heißt: Baumwolle, leicht und lustig bunt bedruckt in drei Dessins mit Verkehrszeichen, Straßen, Autos. Was damit anstellen, fragten wir vor zehn Tagen gemeinsam mit dem Großhändler Swafing aus Nordhorn – der für den Kreativwettbewerb 50 Quadratmeter zur Verfügung stellte. Die Resonanz war riesig. Auch aus Berlin, Mönchengladbach oder Bremerhaven kamen Vorschläge und Wünsche nach einem Stück Bottrop, um daraus etwas lustiges zu sticheln.

Nun haben wir fünf Gewinner unseres Kreativwettbewerbs ausgewählt – und freuen dürfen sich darüber auch der Trägerverein des Matthiashauses in Ebel und die Suppenküche Kolüsch: Zwei Gruppen wollen aus dem Bottrop-Stoff schöne Dinge herstellen, verkaufen und den Erlös an die Einrichtungen spenden.

Unsere Gewinner und ihre Vorschläge im Einzelnen:

Marion Robens möchte aus dem Stoff eine Flagge für Bottrop im Patchwork-Stil nähen. Hoffentlich wird sie dann am Rathaus gehisst.

Sandra Molitor bekommt genug Stoff, um eine Reisetasche zu nähen. „Die Tasche werde ich mit Zechenmotiven verzieren, damit ich immer ein Stück Bottrop mitnehmen kann.“

„Mit Kapuze, wennet ma rechnet“

Ein paar Meter Bottrop gehen nähbegeisterte junge Frau (der Name soll nicht in der Zeitung stehen, weil das Bottrop-Produkt eine Überraschung werden soll), die für ihren Vater – den Grillmeister der Familie – eine richtig ruhrpöttische Grillschürze sticheln möchte: „Abba nich sonne gewöhnliche, sondern eine mit Bierflaschentasche drauf, ‘ne Schlaufe fürn Flaschenöffner, ‘ne Halterung für de Grillzange zum reinklemmen und ‘ne Kapuze dran für wennet ma rechnet. Wow, wer kann schon sagen, mir gehört ‘en Stückchen von Bottrop?“

Die Evangelische Kirchengemeinde möchte in der cAsA und im Mehrgenerationenhaus mit Jugendlichen und Erwachsenen aus Bottrop-Stoff „herzwärmende Tetraeder – gefüllt mit Traubenkernen“ nähen, nutzbar als praktische Wärmekissen, die verkauft werden sollen zu Gunsten der Suppenküche Kolüsch. „Vielleicht findet sich ja auch noch ein Sponsor für die Traubenkerne, die für die Füllungen gekauft werden müssen“, sagt Daniela von Bremen.

Und schließlich geht eine gute Portion Bottrop-Stoff an die Handarbeitsgruppe im Bürgerladen Ebel, die für einen Erntedankbasar arbeitet. Als Kassenschlager haben sich dabei Taschen im Patchwork-Stil erwiesen. Die Gruppe will nun Bottrop-Taschen nähen und verkaufen. Der Erlös geht ans Matthiashaus und ebenfalls an Kolüsch, berichtet Christa Ostgathe, Leiterin des Bürgerladens.

 
 

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