Wer wohnt in Bottrop in einem denkmalgeschützten Gebäude?

Die Villa Dickmann ist ein Paradebeispiel für wohnen und arbeiten im Denkmal.
Die Villa Dickmann ist ein Paradebeispiel für wohnen und arbeiten im Denkmal.
Foto: WAZ FotoPool
"Wohnen und arbeiten im Denkmal" heißt eine neue WAZ-Serie in Bottrop. Wir wollen Menschen in ihren historischen Gemäuern vorstellen.

Bottrop.. Die offizielle Denkmalliste der Stadt weist 116 geschützte Bauten aus. Die ersten Einträge, ausschließlich Kirchen, wie die St. Cyriakus, Mariä Himmelfahrt in Feldhausen, die Kreuzkampkapelle oder die Franke-Kirche St. Joseph, stammen allesamt von Dezember 1983.

Ein Jahr später führt Schloss Beck die offiziellen Einträge an. Der von Westfalens berühmten Barockbaumeister Johann Conrad Schlaun in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts errichtete Herrensitz erfüllt beinahe schon exemplarisch die Voraussetzungen, die der neuen WAZ-Serie „Wohnen und arbeiten im Denkmal“ zu Grunde liegen.

Bauten prägen das Gesicht der Stadt

Die Redaktion möchte in der nächsten Zeit Bottroper Bauten vorstellen, die einmal für das Stadtbild und die Geschichte unserer Stadt so bedeutsam sind, dass sie es auf die Denkmalliste schafften. Aber es soll wenn möglich auch eine Familiengeschichte erzählt werden, die hinter dem bürgerlichen Wohnhaus, dem historischen Hof oder Kotten steht. Denn manche Baudenkmäler werden schließlich seit mehreren Generationen von einer Familie bewohnt. Dazu zählt beispielsweise das von Josef Franke entworfene Haus Nuphaus an der Luise-Hensel-Straße, seit den 1920er Jahren bis heute im Besitz der Familie des damaligen Bauherrn.

Die individuelle Schönheit der Bauten soll gezeigt werden

Den meisten Bottropern fällt sicherlich auch die repräsentative Villa Dickmann an der Bogenstraße ein. Haus und parkähnliches Grundstück sind einmal eng mit der Industriegeschichte der Stadt verbunden - und dienen auch den heutigen Besitzern als Wohn- und Arbeitsdomizil. Andere Gebäude, wie zum Beispiel der Bahnhof Nord, wurden durch privates Engagement gerettet und dienen heute als Büro und in diesem speziellen Fall auch als Restaurant mit besonderem Ambiente.

Grundgedanke der Serie ist, einmal die individuelle Schönheit der Einzelbauten zu zeigen, ihre Bedeutung im Ensemble oder für die Stadt- und Baugeschichte darzustellen und - wenn möglich und gewollt - auch die Beziehung der Bewohner und/oder Besitzer zu ihrem Haus zu erzählen.

Erfahrungen mit dem Denkmalschutz

Grundlage soll in jedem Fall die Liste der Unteren Denkmalbehörde sein, deren Mitarbeiter auch ihren fachlichen Rat zugesagt haben. Neben der Historie der Bauten können aber durchaus auch Themen, wie der bauliche Erhalt, Erfahrungen mit dem Denkmalschutz oder Tipps zur Materialbeschaffung, der energetische Spagat zwischen Denkmalschutz und zeitgemäßer Nutzung historischer Gebäude sein.

Die WAZ hofft auf eine breite Resonanz ihrer Leserinnen und Leser, die sich von diesem Thema angesprochen fühlen und die Geschichte von und mit ihrem Haus erzählen möchten. Die Serie „Wohnen und arbeiten im Denkmal“ ist an keinen festen Zeitrahmen oder Umfang gebunden, soll aber möglichst Ende Juli, Anfang August starten.

Bitte machen Sie mit!

Wer Vorschläge für die Serie „Wohnen und arbeiten im Denkmal“ hat, oder ein Baudenkmal vorstellen möchte, kann sich mit der Redaktion per E-Mail oder per Post in Verbindung setzen.
Postadresse: WAZ-Redaktion Bottrop, Osterfelder Straße 13, 46236 Bottrop. E-Mail: redaktion.bottrop@waz.de

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