Weitere Großspende für das Hospiz

Mit der Spende des Rotary-Clubs Bottrop-Wittringen wird der Rohbau des Anbaus finanziert, den Spender und Förderer gestern schon im Modell vorzeigen konnten.
Mit der Spende des Rotary-Clubs Bottrop-Wittringen wird der Rohbau des Anbaus finanziert, den Spender und Förderer gestern schon im Modell vorzeigen konnten.
Foto: WAZ FotoPool

Die Hospizgesellschaft Bottrop freut sich über eine weitere Großspende. Die 50 000 Euro, die der Rotary-Club Bottrop-Wittringen gestern auf der Baustelle an der Osterfelder Straße neben dem Knappschaftskrankenhaus übergab, reichen ziemlich genau aus, um den Rohbau des zweigeschossigen Anbaus im Hof des künftigen Hospiz-Geländes zu finanzieren.

Fünf Jahre Vorlauf

Diese Unterstützung hat einen langen Vorlauf, sagt Prof. Markus Hollenbeck, Ärztlicher Direktor des Knappschaftskrankenhaus, und erinnert an seinen verstorbenen Vorgänger Dr. Elmar Menzel, der schon vor fünf Jahren den finanziellen Boden bereitete für die Spende an die Trägergesellschaft. „Finanzielle Zuwendungen anlässlich runder Geburtstage von Clubmitgliedern, unsere Wein- und Champagnerbörse, sowie weitere Einzelaktionen haben den Spendenbetrag bis heute auf stattliche 50 000 Euro anwachsen lassen“, sagt Paul Hötten vom Rotary-Club.

Die Übergabe kam zur rechten Zeit. Denn endlich hat der Hospizverein etwas vorzuzeigen an der Osterfelder Straße. Der Kirchhellener Bauunternehmer Markus Gertz hat die Bodenplatte des Neubaus fertig, der Architekt hat ein Modell für das würfelförmige Gebäude gefertigt, in dem die Gästezimmer entstehen werden. „Es war hohe Zeit, dass die Menschen endlich vom Hospiz etwas zu sehen bekommen“, sagt Peter Stadtmann vom Förderverein. „Wir haben jetzt in vier Sponsorenläufen mehr als 200 000 Euro zusammen getragen. Da haben die Menschen natürlich schon begonnen Fragen zu stellen, wann sie endlich ein Ergebnis zu sehen bekommen.“

Dafür soll jetzt alles ziemlich schnell gehen. Die Hospizgesellschaft hat sich öffentlich festgelegt auf den 1. März 2014 als Eröffnungstermin und führt schon Einstellungsgespräche mit dem Personal. Und geht weiter auf Spendensuche. „Von den 800 0000 Euro Baukosten fehlen uns noch 500 000, die wir bei der Sparkasse und der Volksbank aufgenommen haben“, sagt Heinz Wehres vom Förderverein. Zum laufenden Betrieb muss die Hospizgesellschaft jedes Jahr 150 000 Euro als Eigenanteil an den Betriebskosten aufbringen - ebenfalls aus Spendenmitteln. Der Baufortschritt, hofft Hollenbeck, soll die Spendenbereitschaft nochmals anwachsen lassen.

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