Weiter weniger Fußgängerunfälle

Mit einer Aufklärungs-Aktion der Polizei am 22.11.2013 in Bottrop will man auf die Gefahrensituation einer Sichtbehinderung durch abgestellte Fahrzeuge vor Fußgängerüberwegen hinweisen. Foto Winfried Labus/WAZ-FotoPool
Mit einer Aufklärungs-Aktion der Polizei am 22.11.2013 in Bottrop will man auf die Gefahrensituation einer Sichtbehinderung durch abgestellte Fahrzeuge vor Fußgängerüberwegen hinweisen. Foto Winfried Labus/WAZ-FotoPool
Foto: Winfried Labus/WAZ-FotoPool

Die Zahl der Verkehrsunfälle ist 2013 im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen, liegt aber noch unter den Zahlen von 2011. Gleiches gilt für die Zahl der Verkehrstoten. Zwei tödlich verletzte Verkehrsteilnehmern sind einer mehr als 2012, aber zwei weniger als 2011. Das Risiko, Opfer eines Verkehrsunfalls zu werden, ist aber deutlich geringer geworden.

Das Verunglücktenrisiko, das sich berechnet aus der Quote der Verunglückten pro 100 000 Einwohner, ist in den letzten fünf Jahren um fast ein Drittel gesunken. Es liegt in Bottrop inzwischen unter dem Risiko im gesamten Bereich des Polizeipräsidiums Recklinghausen, 2009 hatte es noch darüber gelegen. Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen hält fest: „Der Bereich des Polizeipräsidiums Recklinghausen gehört zu den verkehrssichersten Regionen des Landes.“

Polizei sieht eigenen Erfolg

Allerdings zeichnen sich immer noch Risikogruppen ab, die ein deutlich höheres Verkehrsrisiko tragen. In Bottrop liegt die Wahrscheinlichkeit, als Radfahrer zu verunglücken, mehr als doppelt so hoch wie das Unfallrisiko eines Fußgängers. Insgesamt liegt die Zahl der Verunglückten in Bottrop deutlich unter den Zahlen von 2009 und auch unter dem Fünf-Jahres-Durchschnitt.

Für die Polizei bilden diese Zahlen auch einen Erfolg ihrer eigenen Arbeit ab. „Wir haben bei den Blitzmarathons festgestellt, dass Zahl und Höhe der Tempoüberschreitungen geringer geworden sind“, so Polizeisprecherin Ramona Hörst. „Und zu hohes Tempo bleibt eine Hauptursache für schwere Unfälle.“

Auch die Tatsache, dass das Unfallrisiko für Fußgänger deutlich gesunken ist, schreibt sie zu einem guten Teil der polizeilichen Aufklärungsarbeit gut. „Fußgängersicherheit auf Risikostrecken“ heißt das Projekt, mit dem die Polizei seit Anfang 2013 in Bottrop und Recklinghausen auf jeweils fünf Hauptverkehrsstraßen unterwegs ist. Beamte der Verkehrsdirektion verknüpfen dort repressive Verkehrsüberwachung mit Verkehrserziehung und dort, wo es möglich ist, auch mit Verkehrsraumgestaltung.

Mit der Aktion „Blickwinkel-Plane“ verdeutlichen sie zum Beispiel vor Überwegen, die von Fußgängern als besonders geschützt betrachtet werden, wie Anhaltewege bei Tempo 50 gegenüber Tempo 30 verlängern und wie parkende Autos vor Übergängen Fußgänger gefährden können. Polizeisprecherin Hörst: In der früher als „Hauptstadt der Fußgängerunfälle“ bezeichneten Stadt sei die Anzahl der verunglückten Fußgänger um immerhin 47 Prozent zurück gegangen.

 
 

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