Wahl-Bottroper erzählt Geschichten aus einem bewegten Leben

In der Reihe „BOT-pourri“ nahm der Autor und Wahl-Bottroper Artur K. Führer jetzt seine Gäste im Bistro im Filmforum mit auf eine beeindruckende Zeitreise durch seine Vergangenheit bis zu seiner Ankunft in der einstigen „Kohlencity“ Bottrop.

Aufgrund seiner fortgeschrittenen Augenerkrankung kann der Autor nur noch bedingt lesen und wurde deshalb von der Bottroper Autorin Bettina Döblitz begleitet. Führer rezitierte und erzählte Geschichten und Anekdoten aus verschiedenen Doku--Romanen, angefangen bei seiner Geburt in einem thüringischen Dörfchen über Kriegsgefangenschaft und Verhöre wegen Verdacht auf Spionage, Verschleppung ins Folterlager, Begegnung mit der Fremdenlegion und seine Flucht.

Sehr persönliche Textstellen, in denen Führer den Anblick „seines“ ersten Kriegstoten oder der Abschied von seiner Freundin nach der Einberufung zur Front, las Bettina Döblitz aus den Manuskripten des Autors. Auf seiner langen Odyssee hatte er einige kuriose Begegnungen. So mit dem Stallknecht Achim bei einem Bauern in Rees, der hinterher als der berüchtigte Serienkiller Joachim Kroll Schlagzeilen machte. In Essen arbeitete er zunächst auf der Zeche Ernestine.

Danach verdingte er sich als Fensterputzer und als Begleiter der Stars und Sternchen auf dem Roten Teppich vor der Lichtburg in Essen. Hautnah mit vielen bekannten und berühmten Stars aus dem In- und Ausland wie z. B. Gregory Peck, Marika Rökk oder Theo Lingen. Mit Lieselotte Pulver verbindet ihn bis heute eine lockere Freundschaft. Eine katholische Fürsorgerin besorgte ihm eine Wohnung in Bottrop, wo er bis heute verwurzelt ist.

 
 

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