Vom Malakoffturm aus den weiten Blick über Bottrop genießen

Die erste Führungder Industriedenkmalstiftung  zur neuen Aussichtsplattform auf dem Malakoff-Turm fand große Resonanz bei den Besuchern. Martin Brunsmann führte die Besucher durch den Turm.
Die erste Führungder Industriedenkmalstiftung zur neuen Aussichtsplattform auf dem Malakoff-Turm fand große Resonanz bei den Besuchern. Martin Brunsmann führte die Besucher durch den Turm.
Foto: FUNKE Foto Services
In rund 40 Meter Höhe genossen viele Bottroper den Blick von der Aussichtsplattform. Die Stiftung Industriedenkmalpflege hatte zur Führung eingeladen.

Bottrop.. Bei herrlichem Frühlingswetter nutzten zahlreiche Bottroper gestern die Chance, einen etwas anderen Blick auf ihre Stadt und deren Umland zu werfen: Denn die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur hatte zu Führungen auf den Malakoffturm eingeladen. In luftiger Höhe von rund 40 Metern gab es neben dem grandiosem Ausblick noch zahlreiche Informationen zur Bergbaugeschichte.

Trutzig wie eh und je erhebt sich der Malakoffturm unweit von Alpincenter und Tetraeder gen Himmel. Ab 1871 errichtet, 1986 stillgelegt und 1999 restauriert, gilt er als außergewöhnliches Ausflugsziel im Stadtgebiet, das eine Zeitreise in einen vergangenen Arbeitsalltag des Bergbaus ermöglicht.

Zwar ist der Malakoffturm nur selten geöffnet, doch kann man dann die Steigerstube mit zahlreichen Accessoires des Bergbaus besichtigen und im Bergbauarchiv stöbern. Die Industriedenkmalstiftung ergänzt nun das Führungsangebot der Historischen Gesellschaft auf die 1. Seilscheibenebene um zwei monatliche Angebote. Viele kamen am Sonntag, um dies zu nutzen. Zu viele. Denn da nur etwa 15 Personen auf der Plattform Platz finden, mussten manche Besucher Geduld und Wartezeit aufbringen.

Um die Plattform zu erreichen, gilt es zunächst, die Seilscheibenebene über rund 200 Stufen einer steinernen Wendeltreppe zu erklimmen. Doch die Strapaze lohnt sich, der Blick reicht vom Gasometer in Oberhausen zur Zeche Zollverein in Essen und zur Schalke-Arena in Gelsenkirchen. Und natürlich fasziniert auch der Blick in die direkte Nachbarschaft: zum Tetraeder und auf die nahen Türme und Förderbänder der noch aktiven Zeche Prosper Haniel II und der Kokerei Arcelor Mittal.

Unter den Besuchern fand sich mancher, der einst mit dem Bergbau verbunden war. „Ich war früher auf Montage auf verschiedenen Zechen im Einsatz, auch unter Tage. Nun hat mich der Blick von oben gereizt“, sagte zum Beispiel Wilhelm Opel (80). Gästeführer Martin Brunsmann zeigt sich für die Stiftung begeistert: „Mit so großer Resonanz hatten wir nicht gerechnet.“

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