Viel Lob für die Evangelische Sozialberatung

Frisch renoviert zeigen sich die Räume der evangelischen Sozialberatung an der Kirchhellener Straße .Auch das neue Team Christian Kempelmann , Carina Dill , Claudia Kretschmer und Tobias Schmittenbecher stellt sich vor . ( ESB ) Foto: Birgit Schweizer / WAZ FotoPool
Frisch renoviert zeigen sich die Räume der evangelischen Sozialberatung an der Kirchhellener Straße .Auch das neue Team Christian Kempelmann , Carina Dill , Claudia Kretschmer und Tobias Schmittenbecher stellt sich vor . ( ESB ) Foto: Birgit Schweizer / WAZ FotoPool
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Der Warteraum bei der Evangelischen Sozialberatung ist häufig rappelvoll – zu den Beratungszeiten. Gestern Vormittag allerdings traf sich dort ein ganz anderes Publikum: Politiker, Mitarbeiter der städtischen Verwaltung, des Jobcenters, eine starke Abordnung der evangelischen Kirche. Sie alle wollten den Umbau und die frisch renovierten Räume an der Kirchhellener Straße besichtigen. Die wurden am Dienstag, nach vier Monate langen Umbau-Arbeiten, offiziell wieder eröffnet. Aber die vielen Gäste waren auch gekommen, um der Sozialberatung für das Engagement zu danken. „Wir wissen, was wir an Ihnen haben“, lobte Renate Palberg, SPD-Ratsfrau und Vorsitzende des Sozialausschusses, die Arbeit von Claudia Kretschmer und ihrem Team. Claudia Kretschmer leitet die Beratungsstelle.

Es klappt mit den Nachbarn

„Wir sind sehr stolz darauf, dass wir diese Stelle erhalten konnten, dass sie nicht im Stärkungspakt untergegangen ist“, sagte die Sozialdemokratin. Denn außer von der evangelischen Kirche als Trägerin wird die Anlaufstelle für obdachlose Menschen noch von der Stadt und vom Landschaftsverband finanziert. „Es ist nicht selbstverständlich, dass wir so etwas haben.“

Renate Palberg weiß, wovon sie spricht. Die Sozialpolitikerin (69) hat im Alter von 39 Jahren angefangen, Sozialpädagogik zu studieren. Vor mehr als 25 Jahren hat sie ihr Anerkennungsjahr bei der Einrichtung gemacht, als das noch beim Sozialamt angegliedert war. „Es ist ein ganz schwieriger Job hier.“

„Richtig klasse“ findet auch Renate Hocke von der Schuldnerberatung der evangelischen Kirche die neuen Räume. „Die Helligkeit“, staunt sie. Angetan ist auch Volkhard Graf, Geschäftsführer der Evangelischen Kirchengemeinde Bottrop. Es sei nicht nur freundlicher und heller geworden, es gebe auch mehr Platz. „Früher musste man erst durch ein Büro, um in das andere Büro zu gelangen“, sagt er. Jetzt gibt es einen kleinen Gang. Aus einer Durchfahrt für Lieferwagens sei ein weiteres Büro gemacht worden. Der Aufenthaltsraum ist jetzt mit einem Schallschutz ausgestattet. Nicht unwichtig, wenn 30, 40 Menschen auf einmal kommen und sich unterhalten. „Die Fenster im Eingang sind neu“, erklärt er. Sie hielten die Wärme im Winter in den Innenräumen fest. „Unser Energieverbrauch wird sinken.“

Und noch etwas erwähnt er: An der Kirchhellener Straßen klappt es auch mit den Nachbarn. Keine Selbstverständlichkeit. Vor 20 Jahren, als diese Stelle noch an der Essener Straße war, sei das nicht immer so gewesen.

Gute Nachbarschaft, willkommen sein – eine schöne Geste für alle die Ratsuchenden, die in die Beratung kommen.

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