Treppenlauf wird zur Marke für die Stadt

Die Teilnehmer kämpfen sich die Treppe zur Tetraeder-Halde hoch.
Die Teilnehmer kämpfen sich die Treppe zur Tetraeder-Halde hoch.
Foto: Labus / FUNKE Foto Services
Mehr als 600 Teilnehmer bezwingen bei der dritten Auflage die Stufen hinauf zur Tetraeder-Halde. Veranstalter freuen sich, dass auch viele auswärtige Besucher den Extremlauf antreten.

Bottrop..  Gut 30 Grad sind oben auf der Halde am Alpincenter. Die Sonne brennt und Christian Ruda greift erst einmal zur Wasserflasche. Zusätzlich schüttet er sich einige Eiswürfel in den Kragen. Verständlich hat er doch gerade den Tetraeder Treppenlauf gewonnen – und zwar in der Feuerwehr-Wertung. Ruda gehört zu den 55 Männern und Frauen, die in voller Montur auf die Strecke gegangen sind. Rund 18 bis 20 Kilogramm wiege die Ausrüstung, schätzt er und pellt sich aus seiner Einsatz-Uniform. Das der Feuerwehrmann aus Düsseldorf in Bottrop antritt – am Abend zuvor sei das noch gar nicht klar gewesen. Es sei spontaner Entschluss gewesen.

Wie alle anderen Läufer in den acht Wertungen starten auch die Feuerwehrleute am Alpincenter. Die Halde geht es dann hinunter, über die Bahnbrücke zur Tetraeder-Halde und da warten dann die Stufen – 365 bis ganz hinauf. Die Feuerwehrleute müssen die Treppe zwei Mal bezwingen. Die Teilnehmer der Königsdisziplin haben am Ende 1847 Stufen in den Knochen. Auf den Extreme Empire Run sind die Veranstalter besonders stolz, legen die Teilnehmer hier doch 271 Stufen mehr zurück als beim legendären Lauf auf das Empire State Building in New York.

Acht unterschiedliche Läufe

Doch nicht nur Extremsportler oder Feuerwehrleute kommen am Sonntag auf ihre Kosten. Auch Freizeitsportler finden unter den acht Läufen einen, den sie sich zutrauen. Federführend ist der LC Adler. Über 600 Teilnehmer gehen auf die Strecke, der Vorsitzende Dirk Lewald ist hochzufrieden. „Das ist einfach etwas ganz anderes. Wir kommen ja sonst von der Stadion-Leichtathletik, da ist dieser Lauf für uns immer etwas Besonderes.“ Rund 60 Helfer hat der Verein aktiviert. Sie verteilen Wasser und Obst an die Teilnehmer, sichern die Strecke geben Startunterlagen aus und nehmen Nachmeldungen entgegen. „Die technischen und logistischen Herausforderungen klappen jetzt perfekt“, freut sich Lewald – auch über den neuen Teilnehmerrekord.

Der Lauf als Multiplikator

Mit dem Treppenlauf sei es gelungen, eine echte Marke für Bottrop zu etablieren, glaubt der ebenfalls beteiligte Verein Marketing für Bottrop. „Wir haben einen Multiplikator geschaffen, der weit hinein in die Region wirkt“, sagt Vorstandsmitglied Peter Stadtmann. Lob für die Strecke kommt von der besten Feuerwehrfrau. Svenja Oguz. „Ich mag solche Herausforderungen und finde es schön, dass dieser Lauf hier nicht mitten in der Stadt in einer Betonwüste stattfindet. Sie will auch nächstes Mal wieder dabei sein. Wenn es terminlich passt.

Doch auch zahlreiche Einheimische wollen sich beim Lauf hoch zum Wahrzeichen der Stadt beweisen. Sascha Jungen, Sandor Langen, Jan Brüninghoff und Noah Mandrysch treten als Staffel an.

Eigentlich spielen sie gemeinsam Handball bei Adler 07. Die Teilnahme sei eine „Ergänzung zur Saisonvorbereitung“, sagt Jungen. Außerdem wollten sie sich beweisen, dass sich auch den Treppenlauf schaffen. Dafür haben sie drei Monate trainiert, sind mindestens einmal pro Woche die Strecke gelaufen.

 
 

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